Vorweggenommene Erbfolge

Vermögensübergaben als Sonderausgabe absetzen

Das sollten Sie wissen

  • Die vorweggenommene Erbfolge bietet einen großen Steuervorteil: Die Versorgungsleistungen, die Sie Ihren Eltern als Ausgleich zahlen, können Sie als Sonderausgaben geltend machen.
  • Seit dem 1. Januar 2008 ist das aber nur noch nach bestimmten Vermögensübertragungen durch Ihre Eltern möglich. Es handelt sich im Wesentlichen um Unternehmensanteile.
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Einige Eltern übertragen ihren Kindern das Erbe schon zu Lebzeiten. Dadurch verringert sich die Erbschaftssteuer – zum Beispiel auf eine Immobilie.

So können Sie Versorgungsleistungen geltend machen

Eine verfrühte Vermögensübergabe birgt vor allem einen großen Vorteil: Sie können die Leistungen, die Sie Ihren Eltern im Gegenzug für die Vermögensübertragung zahlen, als Sonderausgaben von der Steuer abziehen. So senken Sie Ihre Einkommensteuerschuld. Ihre Eltern müssen hingegen im Alter wesentlich geringere Einkünfte versteuern.

Das zählt als Versorgungsleistung

  • Renten: regelmäßige Versorgungszahlungen in gleicher Höhe
  • Dauernde Lasten: unregelmäßige Zahlungen in einer Höhe, die sich nach dem Bedarf des Empfängers und der Leistungsfähigkeit des Übergebers richtet

Nur noch wenige Vermögensübertragungen zählen

Tipp

Hierhin in der Steuererklärung

Ihre Aufwendungen für gezahlte Versorgungsleistungen an Ihre Eltern tragen Sie auf Seite 2 des Mantelbogens in die Zeilen 37 und 38 ein.

Früher war es Eltern möglich, ihren Kindern beispielsweise ein Mietshaus vorweggenommen zu vererben und sich im Gegenzug von den Kindern eine Rente oder dauernde Last zusichern lassen. Diesen Steuervorteil bieten seit dem 1. Januar 2008 aber nur noch Versorgungsleistungen, die durch Vermögensübertragungen vor dem Stichtag vereinbart wurden.

Der Fiskus hat dieses Gestaltungsmodell stark eingeschränkt: Seit dem 31. Dezember 2007 sind Versorgungsleistungen an Ihre Eltern nur dann als Sonderausgaben von der Steuer absetzbar, wenn eine der folgenden Vermögensarten übertragen wird (vgl. § 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG):

  • ein Mitunternehmeranteil,
  • ein (Teil-)Betrieb oder
  • ein mindestens 50-prozentiger GmbH-Anteil (Voraussetzung: Übergeber war Geschäftsführer, Übernehmer wird Geschäftsführer)
Achtung

Chefposten

Übertragen Ihnen Ihre Eltern mindestens die Hälfte eines GmbH-Anteils, muss der Übergeber der Geschäftsführer sein und der Übernehmer Geschäftsführer werden. Nur dann sind die Versorgungsleistungen, die Sie im Gegenzug für die Vermögensübertragung für Ihre Eltern aufwenden, von der Steuer absetzbar.

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Hermann-Josef Tenhagen

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