Auto-, Haus- und Personenschaden

Gut versichert durch den Herbst

Das Wichtigste in Kürze

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Herbststürme, Überschwemmungen, Wildunfälle – der Herbst bringt ein paar ganz eigene Gefahren mit sich. Mit den richtigen Versicherungen lassen sich die finanziellen Folgen vieler Unfälle abfedern.

Wer zahlt bei einem Wildunfall?

Im Herbst – besonders im Oktober und November – passiert es schnell: Ein Reh läuft vor das Auto oder ein Wildschwein kreuzt die Straße, und der Fahrer landet dadurch im Straßengraben. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) passierte das 2015 etwa 263.000 Mal. Dann kommt entweder die Teilkasko- oder die Vollkaskoversicherung zum Zug. Eine einfache Teilkasko zahlt nur für Unfälle mit sogenanntem Haarwild und nur bei direkten Kollisionen. Darunter fallen vor allem Rehe und Wildschweine. Bessere Tarife decken aber Unfälle mit allen Tieren ab, also auch Kühen, Pferden oder Vögeln. Das nennt sich „erweiterte Wildschadendeckung“.

Der Vollkaskoversicherer zahlt auch, falls der Fahrer den Unfall durch ein verunglücktes Ausweichmanöver mitverschuldet hat. Eine Teilkaskoversicherung stellt sich bei diesem Schaden dagegen oft quer: Sie will häufig nur zahlen, wenn der Fahrer nachweisen kann, dass er durch das Ausweichmanöver einen schlimmeren Schaden abwenden konnte.

Weitere Tipps zur Voll- und Teilkasko

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Vollkasko kann billiger als Teilkasko sein

  • Teilkasko kommt nur für selbst verschuldete Schäden auf.
  • Vollkasko ersetzt alle Schäden am eigenen Auto.
  • Schadenfreiheitsrabatt gibt es nur bei der Vollkasko.

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Wichtig: Melden Sie den Unfall der Polizei. Nur so erhalten Sie eine Wildunfallbescheinigung. Diese ist wesentlich für die Schadensregulierung. Falls das Tier noch in der Nähe ist, sollten Sie es nicht anfassen. Gerade verletzte Tiere können gefährlich werden. Sie dürfen ein totes Tier auch nicht mitnehmen – das fällt unter Wilderei.

Dokumentieren Sie den Schaden und den Unfallort. Vergessen Sie dabei auch Details nicht: zum Beispiel Fotos vom Blut am Auto. Schließlich sind diese wichtigen Beweise nach dem nächsten Regen oder nach längerer Fahrt wieder weg. Außerdem müssen Sie den Schaden schnell – spätestens nach einer Woche – bei der Versicherung melden. Lassen Sie nichts reparieren, ohne das mit der Versicherung abzusprechen.

Gibt es eine Winterreifen-Pflicht?

Es gibt keinen gesetzlich festgelegten Zeitraum, zu der ein Auto mit Winterreifen fahren muss. Aber laut Straßenverkehrsordnung müssen Fahrzeuge bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit M+S-Reifen (Matsch und Schnee) unterwegs sein. Fahrern ohne zum Wetter passende Reifen droht ein Bußgeld.

In Sachen Versicherungen sind Autos mit Sommerreifen allerdings auch im Winter gegen das Schlimmste abgesichert. Verursacht ein Fahrer mit seinen Sommerreifen einen Unfall, zahlt seine Kfz-Haftpflicht trotzdem den Schaden des Unfallopfers. Allerdings darf die Versicherung ihren Kunden danach in Regress nehmen und einen Teil des Geldes von ihm zurückfordern. Hat das Unfallopfer die falschen Reifen aufgezogen, kann die Versicherung des Verursachers in einigen Fällen eine Mithaftung verlangen und die Zahlung kürzen.

Bei Schäden am eigenen Auto kommt es auf die richtige Klausel im Vertrag an. Haben die Sommerreifen zum Unfall beigetragen, kann sich die Kaskoversicherung mit Hinweis auf „grobe Fahrlässigkeit“ weigern, den Schaden zu regulieren oder die volle Summe auszuzahlen. Es gibt aber von fast jeder Versicherung Tarife, die eine Kürzung wegen grober Fahrlässigkeit ausschließen. Finanztip empfiehlt, nur solche Tarife zu wählen.

Wer zahlt bei Sturmschäden am Auto?

Ein Baum stürzt auf das Auto, Hagel beschädigt den Lack. Auch dies sind Fälle für die Kaskoversicherung. Die Teilkasko zahlt jedoch erst ab Windstärke acht, die Vollkasko schon bei Windstärken darunter.

Auch in solchen Fällen ist eine Dokumentation der Schäden als Beweis wichtig. Das gilt insbesondere für Äste oder Dachziegel, die in der Nähe des Autos liegen. Schließlich werden diese bei den Aufräumarbeiten entfernt.

Falls Überschwemmungen ein geparktes Auto beschädigen, greift die Teilkaskoversicherung ebenso. Versicherer neigen dazu, die Leistung zu kürzen, wenn das Auto trotz Warnungen im gefährdeten Gebiet geparkt ist, obwohl ein Umparken möglich war. Der Versicherer interpretiert auch das als „grobe Fahrlässigkeit“. Ein Grund mehr, eine Versicherung zu wählen, die auf die Klausel der „groben Fahrlässigkeit“ verzichtet und den Schaden übernimmt.

Weitere Tipps im Ratgeber Kfz-Versicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherung

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Wer zahlt für die Folgen eines Herbststurms am Haus?

Ein Sturm kann nicht nur an Autos viel Schaden anrichten. Er deckt vielleicht auch ein Hausdach ab oder reißt einen Baum um. Mit besonders viel Pech fällt der Baum dann noch auf das eigene oder gar ein fremdes Haus. Dafür springt die Gebäudeversicherung ein; bei einem fremden Haus die Haftpflicht. Der Gebäudeversicherer zahlt jedoch wieder nur Sturmschäden ab Windstärke acht.

Der Versicherungsschutz deckt auch Folgeschäden ab – falls es zum Beispiel durch das beschädigte Dach regnet. Hausbesitzer sollten in solchen Situationen zunächst selbst aktiv werden und Löcher provisorisch abdecken. Versicherte sind immer verpflichtet, den Schaden zu mindern, wo es möglich ist. Neben den Schäden am Haus ersetzt die Versicherung auch Kosten für Aufräumarbeiten. Der Abtransport – zum Beispiel von umgestürzten Bäumen – gehört aber nicht bei allen Versicherungen zur Leistung dazu.

Bei Bäumen auf dem eigenen Grundstück kommt ein weiteres Problem hinzu: Grundbesitzer müssen regelmäßig kontrollieren, ob die Gehölze gesund und stabil sind. Das gehört zur sogenannten Verkehrssicherungspflicht. Kranke Bäume stürzen eben eher um und gefährden Dritte. Bevor Sie einen Baum fällen, sollten Sie sich beim Naturschutzamt Ihres Bezirkes oder Ihrer Gemeinde erkundigen, ob es eine Baumschutzsatzung gibt – auch Baumschutzverordnung genannt. Denn dann brauchen Sie unter Umständen für das Fällen eine Genehmigung.

Stürzt ein kranker Baum auf das eigene oder das Nachbarhaus, zahlt entweder die Wohngebäudeversicherung des Hausbesitzers oder die Haftpflichtversicherung des Baumbesitzers.

Wenn Starkregen oder Hochwasser das Haus beschädigen, hilft nur eine Zusatzversicherung zur Gebäudeversicherung: die Elementarschadenversicherung. Diese Versicherung greift bei Schäden durch Naturereignisse. Dazu gehören neben Starkregen und Hochwasser auch Lawinen, Erdbeben und Vulkanausbrüche. Die Versicherung lässt sich nur in Verbindung mit der Wohngebäude- und der Hausratversicherung abschließen.

Wer zahlt für die Folgen eines Herbststurms am Hausrat?

Falls ein Sturm mit mindestens Windstärke acht den Hausrat beschädigt, greift die Hausratversicherung. Der Versicherer zahlt zum Beispiel, wenn Regen durch ein vom Sturm beschädigtes Fenster eindringt und deshalb die Möbel aufquellen. Auch privat genutzte Satellitenschüsseln oder Markisen gehören zum Hausrat.

Wichtig: Sie müssen bei einer Sturmwarnung Sicherungsmaßnahmen treffen, um das Gebäude und den Hausrat zu schützen. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie die Fenster schließen oder Gartenmöbel in den Keller räumen. Sie müssen bei einer Gefahrenlage versuchen, einen möglichen Schaden zu verhindern. Tun Sie dies nicht, liegt eine sogenannte Obliegenheitsverletzung vor. Die Versicherer können dann die Leistungen kürzen, egal ob Wohngebäude- oder Hausratversicherung.

Mehr dazu im Ratgeber Hausratversicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

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Wer zahlt bei Personenunfällen durch Sturm oder Herbstlaub?

Hausbesitzer müssen den Fußweg vor der Immobilie sichern. Dazu gehört nicht nur, dass sie Schnee und Eis entfernen. Die Verkehrssicherungspflicht gilt auch für Laub. Wer in einem Mietshaus wohnt, sollte in den Mietvertrag schauen. Unter Umständen hat der Hausbesitzer die Pflichten zur Räumung der Wege auf seine Mieter übertragen.

Mit losen Teilen rund ums Haus verhält es sich genauso. Sie müssen vor Stürmen Sorge tragen, mögliche Unfälle zu vermeiden. Falls herumfliegende Dachziegel, Blumentöpfen oder Äste Personen aufgrund des Versäumnisses verletzen, übernimmt die private Haftpflichtversicherung den Schaden.

Mietern und Eigenheimbewohnern reicht dafür die private Haftpflichtversicherung. Besitzer von vermieteten Immobilien oder unbebauten Grundstücken brauchen dagegen eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

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Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.