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Sie interessieren sich für eine private Krankenversicherung (PKV)? Auch wenn die Beitragshöhe ein wichtiges Kriterium ist, sollten sie keine vorschnelle Entscheidung treffen. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse ist der Wechsel von einer privaten Krankenversicherung in eine andere PKV, nicht kostenfrei möglich. In der Regel "verlieren" Sie Geld, weil die Alterungsrückstellung nicht in voller Höhe (sondern nur im Umfang des Basistarifes) von der bisherigen privaten Krankenversicherung zur neuen Versicherungsgesellschaft mitgenommen werden kann. Ein Wechsel von einer PKV in eine andere PKV ist daher zumeist nicht sinnvoll.
Ein Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die PKV ist hingegen für viele Personen (Ausnahme Familienversicherung) besonders attraktiv. Weil es häufig eine Entscheidung für das Leben ist, bedarf sie sorgfältiger Prüfung und eingehender Information.
Typische Prüfungskriterien für den Eintritt in eine PKV sind: aktueller und zukünftiger Familienstand, berufliche und finanzielle Situation (Einkommen), Ausmaß der abzudeckenden medizinischen Leistungen usw. Dies gilt insbesondere dann, wenn Familienmitglieder günstig mitversichert werden können. Auch ein Leistungsvergleich zwischen PKV und GKV sollte nicht unterbleiben.
Es gilt daher zunächst, sich umfassend über das Wesen und die Tarife von privaten Krankenversicherungen (Leistungen, Kosten) im Vergleich zur GKV zu informieren. Die jeweils einleitende Startseite GKV und die Startseite PKV sollen den Einstieg in die Materie etwas erleichtern. Die Finanztip-Artikel in den Unterrubiken "Gesetzliche Krankenversicherung" und "Private Krankenversicherung" sind daher stark miteinander verknüpft. Die Artikel geben zahlreiche Antworten und Hinweise zu Fragen im Zusammenhang mit der Absicherung des Krankheitsschutzes.
Vorteile - Nachteile zwischen PKV und GKV
Die Versicherungsunternehmen der PKV werben u.a. mit "Bessere Absicherung bei Krankheit bei weniger Beitrag zur Krankenkasse". Es gibt daher kaum eine Alternative für jemanden, der den besten Krankheitsschutz als Single abschließen möchte. Die private Krankenversicherung ist daher in erster Linie attraktiv für junge gut verdienende Personen, die voraussichtlich Single bleiben. Doch wer kennt schon seine familiäre Situation in 10 bis 20 Jahren? Im Vorteilsvergleich für die Entscheidung "PKV oder GKV" tauchen plötzlich zahlreiche Fragen auf. Und es gibt auch handfeste Gründe nicht in die PKV zu wechseln. So zum Beispiel:
Klare Vorteile für die Private Kranken
Nach der Darstellung der möglichen Nachteile sind auch die Vorteile kurz zu erläutern. Denn neben den möglichen Einsparungen bei einem Wechsel in die PKV stechen vor allem die besseren medizinischen Leistungen heraus. Jeder Privatversicherte kann sich individuell nach seinen Wünschen weitgehend absichern. Wer will, kann von der unbeschränkten Arztwahl bzw. Krankenhauswahl und der Unterbringung im Einbettzimmer bis zur Chefarztbehandlung die Premiumvariante" wählen oder sich für geringere Leistungen entscheiden. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt ist der weltweite Versicherungsschutz für Personen, die auch gern andere Kontinente bereisen.
Die Erstattung bzw. Übernahme der Kosten bei Zahnersatz, Sehhilfen, Arznei- und Heilmitteln übersteigt deutlich die Erstattungsbeträge der gesetzlichen Krankenversicherung. Rein aus finanzieller Sicht ist die PKV für junge unverheiratete Singles und kinderlose Ehepaare (Doppelverdiener) die ideale Krankenversicherung. Ein Wechsel in die PKV kann für diese Personen zu einer Ersparnis an Krankenversicherungsprämie bei gleichzeitiger Verbesserung der medizinischen Leistungen führen. Wer gerade als junger Mensch nur selten medizinische Leistungen in Anspruch nimmt, wird sich zusätzlich über die Möglichkeiten der Beitragsrückerstattung freuen. Sofern im abgelaufenen Jahr keine Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch genommen werden, erhält der Versicherte einen Teil seines Krankenversicherungsbeitrages erstattet.
Wie finde ich die für mich richtige PKV?
Die Vorgehensweise klingt zunächst einfach: "Informieren - Angebot einholen - Abwägen". Wegen der komplexen individuellen und bedarfsgerechten Ausrichtung können im Gegensatz zu Sachversicherungen und der GKV keine "starren" Versicherungsrechner für die private Krankenversicherung herangezogen werden. Man muss sich also schlau machen. Dabei helfen Ihnen die Finanztip-Artikel zur GKV und zur PKV und die Einholung von Angeboten bzw. der Kontakt zu speziellen Versicherungsberatern.
Sofern Sie einen vertrauenswürdigen Versicherungsberater haben, wird er Ihnen wahrscheinlich objektive Kriterien und Aussagen auf Ihre Person machen können. Eine bei Finanztip integrierte Berater-Suche nennt Personen (auch in Ihrer räumlichen Nähe), die auf Mundpropaganda Wert legen (z.B. durch Bewertung durch Kunden) und insoweit durch Leistung überzeugen wollen. Eine weitere Möglichkeit sind zum Beispiel Adressen von Versicherungsunternehmen aus "Stiftung Warentest" und natürlich Anzeigen aus anderen Print- und Online-Magazinen. Und dann heißt es wiederum: "Informieren - Abwägen".
Die Tarifbeispiele zur PKV geben einen ersten Eindruck über mögliche Einsparungen in der privaten Krankenversicherung bei unterschiedlichen Leistungen. Doch wegen der unterschiedlichen Leistungen und teilweise stark verschiedenen Monatsprämien sind anschließend auf individuelle Angebote anzufordern.
Hierzu kann auf allgemeine PKV-Adressen wie alle Mitgliedsunternehmen der PKV zugegriffen werden oder man fordert einfach anhand seiner eigenen persönlichen Daten und Kriterien ein passendes, unverbindliches Angebot eines Vermittlers an. Wer bereits gute Erfahrungen mit einer Versicherungsgesellschaft oder einem Vermittler gemacht hat, sollte natürlich auch von dieser Stelle ein Vergleichsangebot einholen.
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