Feuerrohbauversicherung

Den Neubau vor Brand und Blitzschlag schützen

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer ein Haus baut, sollte den Rohbau gegen Feuer und Blitzschlag versichern.
  • Eine Feuerrohbauversicherung schützt den Bauherrn vor einem finanziellen Desaster, falls das Gebäude abbrennt.
  • Versichert sind neben dem Rohbau selbst auch die Baustoffe sowie Schäden durch Rauch und Löscharbeiten.
  • Die Police ergänzt die unverzichtbare Bauherrenhaftpflicht und die sinnvolle Bauleistungsversicherung.
  • Häufig ist die Feuerrohbauversicherung eine Zeit lang beitragsfrei, wenn Sie im Anschluss beim selben Anbieter eine Wohngebäudeversicherung abschließen.

So gehen Sie vor

  • Damit das Gebäude während der ganzen Bauzeit geschützt ist, sollten Sie die Police noch vor Beginn des Baus abschließen.
  • Vergleichen Sie die Angebote mehrerer Versicherer. Diese unterscheiden sich im Preis und in der Leistung zum Teil erheblich.
  • Prüfen Sie, ob Sie die Feuerrohbauversicherung als Teil einer Paketlösung günstiger bekommen – etwa als beitragsfreier Zusatz zu einer Wohngebäudeversicherung im Anschluss oder gegen Aufpreis zu einer Bauleistungsversicherung.
  • Melden Sie dem Versicherer, wenn das Bauprojekt länger dauert oder teurer wird als gedacht, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Eine defekte Gasleitung, ein Kurzschluss oder Brandstiftung – egal was die Ursache ist: Wenn es auf der Baustelle brennt, verursacht das Feuer oft großen Schaden. Die Bauzeit verlängert sich dadurch erheblich und die Kosten steigen immens. Damit Sie als Bauherr in so einem Fall wenigstens finanziell entschädigt werden, ist eine Feuerrohbauversicherung unverzichtbar.

Jederzeit versichert

Die Feuerrohbau- und die Bauleistungsversicherung decken Schäden während der Bauphase ab, eine Wohngebäudeversicherung in der Zeit danach.

Bei einem Brand ist es unerheblich, ob der Rohbau ganz oder teilweise abbrennt: In beiden Fällen zahlt die Versicherung. Auch gegen Schäden durch Blitzschlag und Explosion ist der Bau dann versichert.  

Damit das Gebäude während der gesamten Bauzeit geschützt ist, sollten Sie die Feuerrohbauversicherung noch vor dem ersten Spatenstich abschließen. Das ist nicht nur sinnvoll, um das Bauprojekt gegen unnötige Risiken abzusichern. Viele Banken vergeben ohne eine solche Police auch gar keinen Baukredit.  

Gleichzeitig sollten Sie auch eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen, um sich gegen Personen- und Sachschäden auf der Baustelle abzusichern. Ebenfalls sinnvoll ist der Abschluss einer Bauleistungsversicherung, die Schutz vor finanziellen Schäden durch Unwetter, Vandalismus oder Materialfehler bietet.

Auch Folgeschäden sind versichert

Die Feuerrohbauversicherung deckt nicht nur Schäden ab, die unmittelbar das Feuer verursacht hat, sondern auch Folgeschäden durch Rauchentwicklung oder durch das Löschwasser der Feuerwehr. Neben dem Rohbau selbst sind auch Baustoffe versichert, die auf dem Gelände lagern und durch das Feuer Schaden genommen haben. Müssen nach dem Brand Wände eingerissen werden, bezahlt das ebenfalls die Versicherung. Die Höhe der Deckungssumme richtet sich dabei nach den Kosten, die entstehen, wenn Sie im schlimmsten Fall das abgebrannte Gebäude komplett neu bauen müssen.  

Entsprechend kalkuliert der Versicherer auch die einmalige Prämie für den Feuerschutz. Kostet das gesamte Bauprojekt beispielsweise 150.000 Euro, müssen Sie mit einem Versicherungsbeitrag von 100 Euro und mehr rechnen. Auch die Laufzeit der Police spielt eine Rolle: Je nachdem wie lange das Bauprojekt dauert, können Sie den Rohbau für 6, 12 oder 24 Monate versichern. Melden Sie dem Versicherer rechtzeitig, wenn der Bau länger dauert als geplant oder teurer wird, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Außerdem sollten Sie die Angebote mehrerer Versicherer vergleichen, denn diese unterscheiden sich im Preis zum Teil erheblich.

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Versicherung im Paket abschließen

Bevor Sie den Vertrag unterschreiben, sollten Sie außerdem prüfen, ob es den Versicherungsschutz nicht möglicherweise günstiger im Paket mit anderen Policen gibt. So lässt sich die Feuerrohbauversicherung oft auch gegen Aufpreis in die Bauleistungsversicherung integrieren, die Sie ebenfalls abschließen sollten. Der zusätzliche Feuerschutz kostet je nach Anbieter zwischen 20 und 70 Euro bei einer Bausumme von 150.000 Euro.  

Bei den meisten Anbietern ist die Feuerrohbauversicherung ganz umsonst, wenn der Häuslebauer gleichzeitig eine Wohngebäudeversicherung für die Zeit danach abschließt. In der Bauphase entstehen ihm so keine Kosten, allerdings ist er nach Bau-Ende für einen vereinbarten Zeitraum an die Versicherung gebunden. Da Hausbesitzer ihr neues Eigenheim ohnehin versichern müssen, sollten sie solche Kombi-Angebote nutzen. Allerdings kostet die Suche nach einer guten Wohngebäude-Police auch Zeit. Und um den Rohbau für zwölf Monate gratis zu versichern, müssen Sie sich oft bis zu fünf Jahre an einen Anbieter binden.  

Wie Sie eine günstige Versicherung für die eigenen vier Wände finden, erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Wohngebäudeversicherung.  

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Peter Neitzsch

freier Finanztip-Mitarbeiter

Als freier Autor arbeitet Peter Neitzsch im Versicherungsressort von Finanztip. Der freiberufliche Journalist schreibt vorwiegend über Wirtschafts- und Verbraucherthemen. Vor der Selbstständigkeit leitete er das Wirtschaftsressort von stern.de. In Dresden und Paris studierte Peter Neitzsch Sozialwissenschaften und absolvierte danach die Berliner Journalisten-Schule. Im Anschluss arbeitete er unter anderem am Newsdesk der Frankfurter Rundschau und von tagesschau.de.

Eric Brandmayer

Redakteur bei Finanztip (bis Januar 2017)

Eric Brandmayer hat bei Finanztip volontiert. Er kümmerte sich als Redakteur im Versicherungsteam vor allem um die Themen Hausrat und Haftpflicht. Während seines Bachelors in Journalismus und Public Relations arbeitete er als Werksstudent beim Deutschen Olympischen Sportbund in der Pressestelle. Praktische Erfahrungen sammelte er zuvor in verschiedenen Redaktionen, in der Versicherungsbranche sowie als Autor.