Modifizierte Zugewinngemeinschaft statt Gütertrennung

Unser Tipp: Bleiben Sie zu wichtigen Steuerfragen immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Wer in der Ehe "auf Nummer Sicher" gehen will, entscheidet sich für Gütertrennung.Die Gütertrennung hat jedoch einen schweren steuerlichen Nachteil. Eine Gütertrennung kostet mehr Erbschaftsteuer als die Zugewinngemeinschaft, weil für den überlebenden Ehegatten der steuerfreie Zugewinn entfällt. Beim Güterstand der Zugewinngemeinschaft bleibt nach § 5 Abs. 1 ErbStG im Erbfall die Hälfte des vom anderen Ehegatten während der Ehe geschaffenen Vermögens (Zugewinn) steuerfrei. Dies gilt aber nicht bei vereinbarter Gütertrennung. Der Artikel Steuervorteile bei Zugewinnausgleich beschreibt die Voraussetzungen und das Verfahren für die Erbschaftsteuer.

Im notariellen Ehevertrag ist bei der modifizierten Zugewinngemeinschaft festzulegen, dass bei einer Scheidung kein Zugewinn verlangt werden darf. So bleibt für den überlebenden Ehegatten im Fall des Todes der Anspruch auf den steuerfreien Zugewinn erhalten. Es gilt also möglichst die Vorteile der Zugewinngemeinschaft mit den Zielen der Gütertrennung zu kombinieren. Bitte beachten Sie, dass eine Gütertrennung steuerlich nicht mehr rückwirkend geändert werden kann. Die Aufhebung kann nur mit Wirkung für die Zukunft erfolgen.

Aus rein erbschaftsteuerlicher Sicht ist die Zugewinngemeinschaft damit der steuerlich günstigere Güterstand. In diesen Fällen ist für die Absicherung sowohl für den Erbfall als auch für den Scheidungsfall eine Kombination der Güterstände der Zugewinngemeinschaft und der Gütertrennung sinnvoll. Die Vereinbarung der so genannten modifizierten Zugewinngemeinschaft erlaubt den Zugewinnausgleich für den Scheidungsfall auszuschließen oder in anderer Weise zu modifizieren. Die Vereinbarung der modifizierten Zugewinngemeinschaft bedarf der notariellen Beurkundung.

Es ist aber auch zu berücksichtigen, dass durch die Vereinbarung des Güterstands der modifizierten Zugewinngemeinschaft die Pflichtteilsansprüche der übrigen Erben (außer dem Ehegatten) reduziert werden. Bei der Zugewinngemeinschaft erhöht sich die Erbquote des überlebenden Ehegatten pauschal um 1/4. Die Erbquote der übrigen Erben verringert sich daher entsprechend. Da der Pflichtteil die Hälfte der gesetzlichen Erbquote beträgt, verringert man durch die Vereinbarung der modifizierten Zugewinngemeinschaft die Pflichtteilsansprüche von Kindern oder anderen Verwandten.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website der Kanzlei SZA Schilling, Zutt & Anschütz Rechtsanwalts AG. In einer umfangreichen Mandanteninformation wird zum "Ehevertrag und modifizierte Zugewinngemeinschaft" informiert.

Sollen wir Sie
zu wichtigen Steuerfragen
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Finanztip-Redaktion

Die Experten für Verbraucherfinanzen

Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.