Autokostenrechner

Autokostencheck: So viel kostet Dich Dein Auto wirklich

Henriette Neubert 19. November 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Auto kostet mehr als nur den Kaufpreis. Vor allem laufende Kosten solltest Du im Blick behalten.
  • Gewusst wie, kannst Du einen Teil Deiner Ausgaben senken.
So gehst Du vor
  • Egal ob Du kaufen willst oder bereits ein Auto hast: Mach den Autokostencheck. Nur wer seine Kosten kennt, kann richtig sparen.
  • Unser Rechner hilft Dir, die Kosten Deines Autos umfassend zu erkennen.
  • Vergleiche verschiedene Modelle, bevor Du einen Wagen kaufst.
  • Prüfe bei Deinem derzeitigen Auto, wie Du sparen kannst.

Ein Check der jährlichen Kosten Deines Autos zeigt Dir, wo und wie Du am einfachsten sparen kannst. Auch wenn Du gerade verschiedene Angebote für ein neues Auto vorliegen hast, kann Dir unser Autokostenrechner bei der Kaufentscheidung helfen. Finde heraus, wo Du sparen kannst.

Berechne die jährlichen Kosten für Dein Auto

Was beeinflusst die Kosten für ein Auto?

Eine ganze Reihe von Faktoren beeinflussen die Kosten, die Dein Auto verursacht. Es ist sinnvoll, sie zu kennen, denn nur so kannst Du sie effektiv senken. Auch wenn Du Dir ein neues Auto zulegen möchtest, hilft Dir der Finanztip-Autokostenrechner bei der Entscheidung.

Diese Angaben musst Du machen

Die Anschaffungskosten sind nicht identisch mit dem Preis, den Du für den Wagen bezahlt hast. Dazu gehören auch Nebenkosten, wie beispielsweise für die Anmeldung. Den Gesamtbetrag kannst Du senken, indem Du ein günstiges Auto kaufst, zum Beispiel einen Gebrauchtwagen. Dabei musst Du aber bedenken, dass Gebrauchte oft einen höheren Spritverbrauch und höhere Wartungskosten haben. Dadurch können die laufenden Kosten des Autos höher sein. Welche Modelle gute Gebrauchte sind, kannst Du in den aktuellen Gebrauchtwagenreports von Tüv, Dekra oder GTÜ nachlesen.

Um mit dem Autokostenrechner die Gesamtkosten zu berechnen, musst Du einige Daten eingeben. Dazu zählt Deine jährliche Fahrleistung, also wie viele Kilometer Du in einem Jahr fährst. Berechnest Du die Kosten für die Zukunft, musst Du diesen Wert schätzen. Die Fahrleistung wirkt sich nicht nur auf die Spritkosten aus, sondern auch auf den Wiederverkaufswert. Kurz gesagt: Je mehr Du mit Deinem Auto fährst, desto teurer kommt es für Dich.

Auch die Nutzungsdauer kannst Du wahrscheinlich nur schätzen: Wie lange möchtest Du dieses Auto fahren? Dieser Wert schlägt sich ebenfalls auf den Wiederverkaufswert nieder. Ein viel gefahrenes Auto hat einen geringeren Wiederverkaufswert als dasselbe Modell, das weniger gefahren wurde.

Spritverbrauch und Spritpreis ergeben gemeinsam mit der Fahrleistung die Spritkosten. Wenn Du viel fährst, musst Du mehr zahlen, wenn Dein Auto viel verbraucht, natürlich auch. Ältere Autos verbrauchen zudem mehr als Autos neueren Baujahrs. Außerdem kostet Benzin mehr als Diesel, weshalb Du mit einem Dieselfahrzeug geringere Spritkosten pro Kilometer hast, was vor allem für Vielfahrer einen deutlichen Unterschied macht.

Weitere wichtige Kostenfaktoren eines Autos sind Steuern und Versicherung. Die Kfz-Steuern sind vom Fahrzeug abhängig. Für einen Diesel bezahlst Du höhere Steuern als für einen vergleichbaren Benziner. Elektroautos sind sogar zehn Jahre lang steuerbefreit, wenn die Erstzulassung nach dem 17. Mai 2011 war. Danach ist der Steuerbetrag um 50 Prozent gesenkt.

Bei der KFZ-Versicherung hängen die Beiträge ebenfalls vom Fahrzeugtyp ab. Aber auch Versicherungsumfang, Fahrleistung und Dein Wohnort sind relevant. Zudem hast Du die Wahl zwischen einer Vielzahl von Anbietern, die sich – bei ähnlichem Leistungsumfang – erheblich in ihren Kosten unterscheiden. Hier lohnt sich ein Versicherungsvergleich, um einen günstigen Anbieter zu finden. Wenn Du sparen möchtest, schau also auch, wieviel Steuern und Versicherungsbeiträge Du zahlen musst, bevor Du kaufst.

Ein Auto muss regelmäßig gewartet werden, benötigt die Hauptuntersuchung (umgangssprachlich Tüv) inklusive der Abgasuntersuchung, regelmäßige Reifenwechsel und geht auch mal kaputt. All das verursacht Kosten, auch wenn Du nie einen Unfall hast. Diese Wartungskosten kannst Du im Vorfeld natürlich auch nur schätzen. Je älter ein Auto ist, desto wahrscheinlicher, dass regelmäßig Reparaturen anfallen. Mit Deinem Fahrstil kannst Du diese Kosten ebenfalls beeinflussen, zum Beispiel die Abnutzung der Reifen. Steht Dein Auto meist in einer Garage, ist die Gefahr einer Beschädigung durch einen Unfall, Marderbiss oder Hagel geringer. Auch Ersatzteile kosten nicht bei jedem Auto dasselbe und beeinflussen die Gesamtkosten.

Der Wiederverkaufswert ist vom Alter und Zustand Deines Autos abhängig. Je geringer der Abstand dieses Wertes vom Anschaffungswert ist, desto besser für Dich, denn das bedeutet einen geringeren Wertverlust.

Der Wertverlust wird bei den Kosten für ein Auto oft vernachlässigt, dabei kann er sehr hoch sein. Wie hoch genau, hängt vom Fahrzeugtyp ab, wie viele Kilometer Du fährst und wie gut Du den Wagen pflegst. Aber vor allem ist der Wertverlust vom Alter des Fahrzeugs abhängig. Ein Neuwagen verliert im Durchschnitt im ersten Jahr 25 Prozent seines Wertes. Je älter das Fahrzeug, desto geringer der jährliche Wertverlust, bis er sich bei etwa 5 Prozent pro Jahr einstellt. Ein Gebrauchter kostet also weniger und verliert weniger an Wert.

Den Wiederverkaufswert Deines Autos kannst Du ungefähr abschätzen, indem Du Werttabellen nutzt, zum Beispiel die vom ADAC. Der ADAC listet die Preise für Gebrauchtwagen jedes Jahr auf. Diese standardisierten Preise kannst Du dann mithilfe der sogenannten Korrekturtabelle, die Du ebenfalls in der Liste findest, für Dich individuell um die gefahrenen Kilometer anpassen.

Resultate des Autokostenrechners

Die Gesamtkosten pro Jahr ergeben sich aus verschiedenen Teilergebnissen, die als Resultat Deiner Berechnung einzeln aufgelistet werden. Anschaffungskosten und Wiederverkaufswert hast Du bereits selbst angegeben. Die Anschaffungskosten werden für das Endergebnis um den Wiederverkaufswert reduziert und auf die Jahre der Nutzung verteilt.

Außerdem gehören die Spritkosten und die Unterhaltskosten zum Teilergebnis. Die Spritkosten errechnen sich aus der jährlichen Fahrleistung, dem Spritverbrauch und dem Spritpreis. Die Unterhaltskosten errechnen sich aus Versicherung, Steuern sowie Wartungskosten.

Welche weiteren Finanztip-Rechner können Dir helfen?

Erkenne Kostentreiber und Sparpotenzial: Damit Du im Alltag Geld sparen kannst, nutzte auch unsere weiteren Rechner. Mit unserem Haushaltskostenrechner kannst Du Deine sämtlichen Einnahmen und Ausgaben auflisten und bekommst einen schnellen Überblick, was Du Dir leisten kannst – und was besser nicht. Unser Rabattrechner hilft Dir, schnell verschiedene Angebote zu berechnen, um zu sehen, was echte Rabatte sind.

Autor
Henriette Neubert

19. November 2020


* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.