Straßenszene in Havanna
Havanna Bild: julianpetersphotography / iStock.com

Nicht nur auf Kuba macht es einen großen Unterschied, wie Sie Ihre Reise planen. Hier die ganz persönlichen Erfahrungen unseres Chefredakteurs Hermann-Josef Tenhagen auf seinem Kuba-Trip:

Der richtige Flughafen

Prüfen Sie, ob Sie nach Havanna oder zum Bade- und Partyparadies nach Varadero fliegen. Die richtige Entscheidung kann 200 Euro Flugkosten sparen. Der Weg vom einen zum anderen Flughafen (80 Kilometer) kostet mit dem Sammeltaxi 20 CUC, etwa 17 Euro.

Bargeld first

Wechseln Sie gleich an der offiziellen Wechselstelle am Flughafen Bargeld. Oder noch besser: Ziehen Sie es mit ihrer Kreditkarte von Visa oder Mastercard an den Automaten der Banken. Der Kurs der Landeswährung ist an allen Banken gleich: Ein CUC entspricht einem Dollar. Entscheidend für Ihre Kosten ist eine kostengünstige Kreditkarte. Haben Sie immer genug Bargeld in der Tasche, an vielen Orten kommen Sie ohne nicht weiter. Mit der Kreditkarte können Sie nur in den teuren internationalen Hotels zahlen.

Karte laden

Laden Sie in Deutschland eine Offline-Karte von Kuba auf Ihr Smartphone, sie hilft Ihnen bei der Orientierung und kostet nichts.

Privat übernachten

Übernachten Sie statt in teuren Hotels ruhig mal in Privatquartieren, Casa particulares genannt. Die Preise beginnen ab 20 CUC (17 Euro) pro Nacht fürs Doppelzimmer. Havanna und Varadero sind etwas teurer. Gute Adressen finden Sie in klassischen Reiseführern, aber auch bei Tripadvisor und Airbnb. Das Frühstück mit Obst und Säften, Kaffee, Brot, Eiern und Süßspeisen ist ausgesprochen reichhaltig und kostet meistens extra 5 CUC pro Person.

Busse nehmen – oder Taxen teilen

Nutzen Sie Busse und Busbahnhöfe der touristischen Busgesellschaften wie Viazul – oder noch besser, lassen Sie sich von ihren Gastgebern oder Hotels ein „Taxi collectivo“ organisieren. Sie fahren dann mit anderen Fahrgästen in alten Amischlitten, Russenschleudern oder Kleinbussen von der Unterkunft in der einen Stadt zur Unterkunft in der nächsten – für wenig Geld. Preis jeweils erfragen und verhandeln.

Unterkunft in Städten vor Ort buchen

Wenn Sie mehrere Tage in einer Stadt bleiben wollen, buchen Sie zunächst für eine Nacht. Das Angebot an Privatunterkünften (Casa particulares) ist reichlich, vielleicht finden Sie beim Streifen durch die Stadt am ersten Abend eine noch viel schönere Bleibe.

Internet ist W-Lan

Internet in Kuba bedeutet W-Lan auf öffentlichen Plätzen mit einer kleinen Karte und Code. Fragen Sie ihren Vermieter und achten Sie auf Menschenansammlungen mit dem Smartphone in der Hand. Vor manchem Lokal wird nicht mit der Qualität des Koteletts geworben, sondern mit der des Internets. Eine Stunde Surfberechtigung kostet 2 CUC, 1,70 Euro. Nach Hause telefonieren, SMS verschicken oder mobile Datenraten fürs Handy buchen, ist dagegen sündhaft teuer.

Mojito statt Bier

Kubaner bevorzugen Fleisch. Mit Hühnchen- und Schweinegerichten gehen Sie im Lokal auf Nummer sicher. Fisch nur an Küstenorten, am besten fangfrisch. Rum gibt es natürlich überall, ein Mojito ist das eigentliche Feierabendbier des Touristen. Aber auch eine Büchse Bier (national billiger als international) wird immer angeboten. Das heimische Bier kostet kaum weniger als der Mojito: 2,50 CUC.

Netter mit Reiseleiter

Sie können für einen ganzen Tag einen Fahrer als Reiseleiter mit Auto mieten, je nach Region für 50 bis 100 CUC. Sprechen Sie mit ihrem Vermieter über Reservierung und Preis. Falls Sie kein Spanisch sprechen, findet sich meist auch ein Fahrer mit guten Englischkenntnissen.

Musik frei Haus

Gute Livemusik gibt es nach meiner Erfahrung in Havanna, Vinales, Varadero, Trinidad oder Santa Clara ganz selbstverständlich kostenlos im Lokal. Die Musiker werden mit dem Hut kommen – und möglicherweise auch für 10 CUC eine CD verkaufen wollen.

Hermann-Josef Tenhagen
Autor

Stand:

Als Chefredakteur verantwortet Hermann-Josef Tenhagen alle Inhalte und die grundsätzliche Ausrichtung von Finanztip. Er war 15 Jahre Chefredakteur bei der Zeitschrift Finanztest (Stiftung Warentest). Davor war er unter anderem Nachrichtenchef der Badischen Zeitung und stellvertretender Chefredakteur bei der taz. Er studierte Politik, Volkswirtschaft, Pädagogik und Literaturwissenschaften.

1 Kommentar

  1. Toller Bericht! Wir möchten nächstes Jahr nach Kuba reisen. Vor allem möchten wir den berüchtigten Rum probieren und gute Zigarren finden. Danke für die hilfreichen Tipps… 😉

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