Bei der Computerauswahl
Bild: 97 / GettyImages

Firmen und Arbeitnehmer dürfen künftig ihre Ausgaben rund um den beruflich genutzten Computer unbegrenzt und auf einen Schlag steuerlich absetzen. Das Bundesfinanzministerium hat die Abschreibungsregeln rückwirkend geändert. Schon für dieses Jahr gilt, dass die Abschreibungsdauer von Computern und Zubehör wie Drucker, Monitor oder Software einheitlich nur noch ein Jahr beträgt. Bislang konntest Du einen Computer nur dann sofort abschreiben, wenn er weniger als 800 Euro (plus Mehrwertsteuer) kostete.

Wenn Du also kommendes Jahr Deine Steuererklärung machst, kannst Du als Arbeitnehmer davon profitieren. Ein Beispiel: Du arbeitest im Homeoffice und kaufst dieses Jahr einen Laptop für 1.200 Euro. Dann kannst Du den gesamten Betrag als Werbungskosten in Deiner Steuererklärung 2021 ansetzen.

Bislang mussten die Kosten auf drei Jahre verteilt werden. Im Anschaffungsjahr musste sogar monatsgenau abgeschrieben werden. Nehmen wir an, Du hast Deinen Laptop schon im Juli 2020 gekauft. Dann kannst Du für die Steuer 2020 nach der alten Regel nur 200 Euro anteilig ansetzen. Die Rechnung geht so: Pro Jahr beträgt die Abschreibung 400 Euro (1.200 Euro geteilt durch 3 Jahre). Für ein halbes Jahr also 200 Euro.

Besonders praktisch: Die neue Abschreibungsregel gilt auch für Geräte, die Du schon vor 2021 gekauft hast. Bleiben wir beim Beispiel: Vom 2020 gekauften Laptop sind nur 200 Euro abgeschrieben, dann kannst Du die restlichen 1.000 Euro komplett bereits 2021 abschreiben. (Und nicht bloß 400 Euro.)

Beachte aber: Falls Du die Geräte auch privat nutzt, darfst Du in der Regel nur die Hälfte absetzen.

 

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Udo Reuß
Autor

Stand:

Steuerredakteur bei Finanztip Verbraucherinformation GmbH - ein Unternehmen der Finanztip Stiftung, Berlin. Zuvor hat der Diplom-Kaufmann mit Schwerpunkt Steuerrecht für verschiedene Wirtschafts- und Fachverlage wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media geschrieben – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht Udo die relevanten Urteile für Steuersparer.

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