Bei der Computerauswahl
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Firmen und Arbeitnehmer dürfen künftig ihre Ausgaben rund um den beruflich genutzten Computer unbegrenzt und auf einen Schlag steuerlich absetzen. Das Bundesfinanzministerium hat die Abschreibungsregeln rückwirkend geändert. Schon für dieses Jahr gilt, dass die Abschreibungsdauer von Computern und Zubehör wie Drucker, Monitor oder Software einheitlich nur noch ein Jahr beträgt. Bislang konntest Du einen Computer nur dann sofort abschreiben, wenn er weniger als 800 Euro (plus Mehrwertsteuer) kostete.

Wenn Du also kommendes Jahr Deine Steuererklärung machst, kannst Du als Arbeitnehmer davon profitieren. Ein Beispiel: Du arbeitest im Homeoffice und kaufst dieses Jahr einen Laptop für 1.200 Euro. Dann kannst Du den gesamten Betrag als Werbungskosten in Deiner Steuererklärung 2021 ansetzen.

Bislang mussten die Kosten auf drei Jahre verteilt werden. Im Anschaffungsjahr musste sogar monatsgenau abgeschrieben werden. Nehmen wir an, Du hast Deinen Laptop schon im Juli 2020 gekauft. Dann kannst Du für die Steuer 2020 nach der alten Regel nur 200 Euro anteilig ansetzen. Die Rechnung geht so: Pro Jahr beträgt die Abschreibung 400 Euro (1.200 Euro geteilt durch 3 Jahre). Für ein halbes Jahr also 200 Euro.

Besonders praktisch: Die neue Abschreibungsregel gilt auch für Geräte, die Du schon vor 2021 gekauft hast. Bleiben wir beim Beispiel: Vom 2020 gekauften Laptop sind nur 200 Euro abgeschrieben, dann kannst Du die restlichen 1.000 Euro komplett bereits 2021 abschreiben. (Und nicht bloß 400 Euro.)

Beachte aber: Falls Du die Geräte auch privat nutzt, darfst Du in der Regel nur die Hälfte absetzen.

 

Zum Ratgeber:

Udo Reuß
Autor

Stand:

Steuerredakteur bei Finanztip Verbraucherinformation GmbH - ein Unternehmen der Finanztip Stiftung, Berlin. Zuvor hat der Diplom-Kaufmann mit Schwerpunkt Steuerrecht für verschiedene Wirtschafts- und Fachverlage wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media geschrieben – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht Udo die relevanten Urteile für Steuersparer.

3 Kommentare

  1. Hallo,
    wie verhält es sich bei Aufrüstung eines vorhandenen PCs?
    Kann ich einzelne Hardware, welche ich austausche bzw. ggf. austauschen würde (Mainboard, Prozessor, Ram) auch komplett ansetzen? Das Schreiben des BMF liest sich leider so, dass es nur für komplette Rechner, Laptops etc. gilt.
    Allerdings würde ich, sofern ich unter den pauschalen Werbungskosten von 1000€ bleibe, vermutlich „nichts merken“, da ich die genannten 1000€ ohnehin bekomme?

  2. Lieber Herr Reuss, vielen Dank fuer Ihren Beitrag! Koennen Sie vielleicht auch klaeren, wie es sich bei PCs ueber Abonnement verhaelt? Ich moechte mir einen iMac zulegen, der fuer 36 Monate quasi geleast werden kann. Kann man die Zahlungseinheiten (mtl. etwa 50 Euro) ebenso in die Steuererklaerung einbringen? Ich kann den Rechner nach Ablauf der Vertragslaufszeit entweder ausloesen und damit zu meinem Eigentum machen oder ein neues Geraet weiterleasen.

    1. Eine Sofortabschreibung des Kaufpreises ist bei einem Kauf möglich. Leasing ist ja praktisch Miete und der Kaufpreis wird eben nicht gezahlt. Generell gilt in der Steuererklärung das Ab- und Zuflussprinzip im Jahr. Ich kann im Jahr 2021 nur das absetzen, was ich bis Ende 2021 ausgegeben habe. Leasinggebühren im Jahr 2022 könnten evtl. in 2022 absetzbar sein.

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