Elektroauto
Bild: SimonSkafar / GettyImages

Denkst Du darüber nach, ein E-Auto oder E-Roller zu kaufen? Oder fährst Du schon elektrisch? Dann kannst Du Deinen Etat um bis zu 400 Euro im Jahr erhöhen. So viel zahlen die Mineralölkonzerne, um ihr umweltschädliches Geschäft mit sogenannten THG-Zertifikaten zu kompensieren. THG steht für Treibhausgas.

Hintergrund: Die Ölkonzerne haben von der EU eine Minderungsquote auferlegt bekommen. Jedes Jahr dürfen Sie etwas weniger Treibhausgase produzieren. Allerdings ist das bei den Ölkonzernen ja direkt mit ihrem Geschäft verbunden: Dem Verkauf von Rohöl, das verbrannt wird, wobei CO2 entsteht, ein Treibhausgas eben.

Sie können den produzierten Kraftstoffen zum Beispiel Biosprit beimischen, umweltfreundlich Wasserstoff produzieren – oder Zertifikate kaufen. Mit Letzterem kompensieren sie ihren Ausstoß anderswo, vor allem, indem sie den Umstieg auf E-Autos fördern.

Die EU behandelt jedes E-Auto gleich: Es bekommt eine feste THG-Quote, egal wie viel es gefahren wird. Der Marktwert der Quote hängt davon ab, wie viel die Ölkonzerne auf diese Zertifikate bieten: Aktuell sind es nach unseren Berechnungen etwa 400 bis 450 Euro.

Allerdings kaufen die Konzerne nicht von Privatleuten, deshalb musst Du Dich bei Händlern anmelden. Darunter sind Startups wie »Elektrovorteil« oder »Zusammenstromen«. Aber auch altbekannte Anbieter wie Lichtblick, EnBW, Huk oder Allianz. Auch der ADAC mischt mit. Das Angebot variiert zwischen 250 und 400 Euro – hier ein Überblick.

Der Ablauf ist überall gleich: Der Vermittler registriert Dich mit Deinem Fahrzeugschein beim Umweltbundesamt, verkauft dann an die Shell, BP und Co. – und zahlt Dich aus. Übrigens: Für private E-Mobile ist der Erlös steuerfrei.

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Matthias Urbach
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Als stellvertretender Chefredakteur ist Matthias Urbach für den Newsletter, Kooperationen und die redaktionellen Sonderprojekte von Finanztip verantwortlich. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

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