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Bild: STPP / Imago

Weniger Rente trotz gleicher Beitragszahlung – für viele Kunden der Allianz kann das bald Realität sein. Ende Januar informierte der Versicherer rund 750.000 Kunden seiner Rentenversicherung darüber, dass ihre Rente vermutlich geringer ausfallen wird als bislang prognostiziert. Der Unterschied kann bei mehreren Tausend Euro liegen.

Nicht nur private Verträge, auch Betriebsrenten sind betroffen, unter anderem das Versorgungswerk der Presse und das der IG Metall. Über letztere sind auch Beschäftigte aus den Branchen IT, Holz, Textil, Bekleidung und Kunststoff abgesichert.

Nach der neuen Hochrechnung mit dem nun geänderten Rentenfaktor sinken die betroffenen Renten um 9 Prozent. Grundsätzlich nicht betroffen sind Verträge, die bis Juni 2001 abgeschlossen wurden – oder seit Juli 2013. Bekommst Du bereits Rente von der Allianz, ändert sich ebenfalls nichts für Dich.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Versicherer kürzt. Die Allianz selbst hatte erst 2017 die Prognose für viele Verträge gesenkt. Hintergrund sind Niedrigzinsphase und steigende Lebenserwartung.

Die Versicherer berufen sich entweder auf spezielle Klauseln in ihren AGB oder im Versicherungsvertragsgesetz. Dagegen vorgehen kannst Du erst einmal nicht, schließlich handelt es sich um den Rentenfaktor für die Hochrechnungen. Allerdings können die Versicherer mit diesen Klauseln auch die garantierte Rente selbst senken. Warum das so ist und inwieweit Du betroffen bist, erfährst Du im Ratgeber.

Matthias Urbach
Autor

Stand:

Matthias Urbach war von 2014 bis 2022 stellvertretender Chefredakteur von Finanztip. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

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