Haus verkaufen
Bild: Meinzahn, iStock.com

Denken Sie gerade darüber nach, Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu verkaufen? Ungewöhnlich wäre das nicht. Schließlich kennen die Immobilienpreise in Deutschland seit Jahren nur eine Richtung: nach oben.

Laut Bundebank haben sich die Preise für Wohnimmobilien in den Großstädten seit 2010 fast verdoppelt. Auf dem Land liegt der Anstieg immerhin bei fast 50 Prozent. Sprich: Ein freistehendes Einfamilienhaus, das vor knapp 10 Jahren noch für 200.000 Euro zu haben war, kostet jetzt 300.000 Euro. Diesen Gewinn machen Sie als Eigentümer natürlich erst, wenn Sie das Haus auch verkaufen.

In Wahrheit ist der Preis meist gar nicht der ausschlaggebende Grund für einen Verkauf. Es sind eher die Umstände: Die Singlebude reicht nicht mehr aus, weil Nachwuchs kommt. Manchmal ist es der neue Job, der einen Umzug nach sich zieht. Ehen zerbrechen. Wie das Leben so spielt. Irgendwann sind die Kinder aus dem Haus und die Wohnung zu groß. Oder nicht altersgerecht. Oder das Haus ist geerbt. Was also tun, wenn der Entschluss zum Verkauf gefallen ist?

Makler oder nicht?

Als Erstes sollten Sie entscheiden, ob Sie sich den Verkauf selbst zutrauen. Dann können Sie viel Geld sparen. Andererseits kann Ihnen ein Makler viel Arbeit abnehmen und vielleicht einen besseren Preis aushandeln.

Zu tun gibt es nämlich genug: Bevor Sie mit der Vermarktung starten, benötigen Sie Grundrisse, Grundbuchauszüge, einen Energieausweis und einiges mehr. Außerdem sollten Sie wissen, was die Immobilie wert ist und mit welchem Angebotspreis Sie an den Markt gehen. Sollen sich Interessenten direkt bei Ihnen melden? Und: Wer organisiert die Besichtigungen und verhandelt über den Preis?

Wenn Sie sich das alles vom Hals halten möchten oder weit entfernt von der Immobilie wohnen, werden Sie sich wahrscheinlich dafür entscheiden, einen Immobilienmakler einzuschalten.

Über die Maklercourtage verhandeln

Ob der Makler seine Provision wert ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Mit den Immobilienpreisen ist auch die Vergütung der Makler zuletzt immer weiter gestiegen. Denn deren Salär bemisst sich am Kaufpreis: bis zu 7,14 Prozent werden fällig! In vielen Bundesländern verlangt der Makler die Hälfte dieser Provision vom Verkäufer, in einigen wenigen (wie Berlin) muss der Käufer diese Kosten allein schultern.

Als Verkäufer haben Sie gute Karten, zumindest über Ihren Teil der Maklervergütung zu verhandeln. Gute Objekte sind vielerorts rar. Machen Sie Ihren Teil der Vergütung also zum Thema, bevor Sie einen Makler beauftragen. Einen hohen Preis wird der ohnehin erzielen wollen. Schließlich steigt mit dem Verkaufspreis seine Provision.

Aber auch ein Privatverkauf ist grundsätzlich kein Hexenwerk. Wenn Sie den Kauf ohne Makler stemmen, dann könnte am Ende ein etwas höherer Verkaufspreis drin sein.

Worauf es beim Hausverkauf noch ankommt, haben wir Schritt für Schritt in unserem Ratgeber zusammengefasst. Viel Erfolg dabei!

Dirk Eilinghoff
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Dirk Eilinghoff ist Stellv. Chefredakteur in der Finanztip-Redaktion und zusätzlich als Experte für die Themen Geldanlage und Baufinanzierung zuständig.

19 Kommentare

  1. Interessant, dass man in einem Ort wie Berlin die Kosten ganz alleine zu tragen hat. Mein altes Haus will ich am besten bis Ende des Jahres über einen Immobilienmakler verkaufen lassen. Ich hoffe, dass mir die Suche nach dem idealen Fachmann nicht allzu schwerfällt.

  2. Vielen Dank für den Artikel! Meine Eltern müssen sich so langsam mit dem Verkauf von ihren Immobilien auseinandersetzen. Aktuell sind sie sich nicht einmal sicher, ob sie einen Makler wollen, oder nicht. Daher ist es gut zu wissen, dass dieser ihnen so viel Arbeit abnehmen kann – in deren Alter wäre das sicherlich von Vorteil.

  3. Mein Onkel ist derzeit auf der Suche nach einem Hausverkauf. Dabei ist es gut zu wissen was man beachten muss, wenn man ein altes Haus verkauft. Ich hoffe, dass er einen passenden Anbieter finden wird.

  4. Wir möchten unser Haus verkaufen. Ich bin wirklich überrascht, dass die Preise um 50% gestiegen sind. Dies ist eine Spanne, die ich nicht vermietet habe.

  5. Ich finde es sehr gut, dass die Immobilienpreise stetig nach oben gehen. Denn ich möchte gerne mein Haus im Umkreis verkaufen lassen. Hoffentlich finde ich einen guten Makler, der mich dabei beraten kann.

  6. Wir möchten unser Haus verkaufen. Durch den Beitrag bin ich darauf aufmerksam geworden, dass man vor dem Verkauf darüber im Klaren sein sollte, was die Immobilie wert ist. Ich werde schauen, ob ich das Haus mit anderen Verkaufshäusern vergleichen kann.

  7. Aus meiner Erfahrung war der Versuch eines Privatverkaufs in der Vergangenheit eher schwer. Ich werde demnächst den Hauspreis meines Hauses bewerten lassen. Hoffentlich erhöht dies meine Chancen.

  8. Gut zu wissen, dass man bereits vor der Vermarktung Dinge wie Grundrisse, Grundbuchauszüge und einen Energieausweis benötigt. Ich habe vor, mein altes Grundstück nach langer Überlegung zu verkaufen. Am besten richte ich mich dafür direkt an einen erfahrenen Makler.

  9. Gut zu wissen, dass es auch Bundesländer gibt, wo der Käufer diese Kosten allein schultern muss. Ich möchte dieses Jahr mein Haus verkauft bekommen. Hoffentlich finde ich dafür demnächst einen guten Immobilienmakler.

  10. Ich möchte mein altes Elternhaus verkaufen und befasse mich gerade mit der Immobilienbewertung. Mir war gar nicht bewusst, dass der Immobilienmarkt sich so sehr gewandelt hat und die Preise um knapp 50 Prozent angestiegen sind. Ich werde wohl mal die Preise in der Region vergleichen um einen besseren Eindruck zu haben.

  11. Meine Eltern wollen ihr Haus verkaufen und ich recherchiere aktuell, wie wir die Immobilienbewertung angehen können. Es ist sehr interessant, dass die Preise für Immobilien so sehr gestiegen sind und auf dem Land in den letzten zehn Jahren ein Anstieg um 50 Prozent stattgefunden hat. Ich werde das mit meinen Eltern mal noch genauer besprechen und wir werden und bestimmt professionelle Hilfe suchen.

  12. Wir wollen das Haus meiner Eltern verkaufen, weil sie schon seit Langem mit uns zusammen wohnen. Gut zu wissen, dass ich als Verkäufer die Maklerprovision beeinflussen kann. Wenn ich alles richtig mache, werde ich dieses Haus sogar mit Gewinn verkaufen.

  13. Hmm, es stimmt schon, dass ein Makler einen besseren Preis aushandeln kann. Das ist mir wichtig, weil ich habe zwei Schätzungen für mein Haus: €623.000 und €687.000. Der Unterschied ist schon groß.

  14. Danke für diesen Beitrag über den Verkauf eines Hauses. Gut zu wissen, dass man bevor der Verkauf beginnen kann Grundrisse, Grundbuchauszüge, Energieausweis und noch mehr benötigt. Bevor ich mein Haus verkaufen kann, muss ich nun also erstmal den Energieausweis erneuern.

  15. Vielen Dank für den Beitrag über den Verkauf alter Häuser. Ein Freund von mir hat ein Haus geerbt und möchte dieses nun verkaufen. Interessant, dass sich laut Bundebank die Preise für Wohnimmobilien in den Großstädten seit 2010 fast verdoppelt haben.

  16. Meine Mutter zieht in eine kleine Wohnung und möchte nun Ihr aus verkaufen. Da wir uns überhaupt nicht mit dem Immobilienverkauf auskennen, haben wir über einen Makler nachgedacht. Da viele Punkte beim Verkauf beachtet werden müssen, ist das vermutlich auch eine vernünftige Entscheidung. Lediglich über die Maklerprovision müssen wir uns in unserer Region noch erkundigen.

  17. Gut zu wissen, dass in Wahrheit der Preis meist gar nicht der ausschlaggebende Grund für einen Verkauf ist. Ich habe mir einen Makler für unseren Hausverkauf gesucht, da ich mich gar nicht mit dem Immobilienmarkt auskenne. In unserem Fall ist der Grund für den Verkauf, dass unsere Kinder ausgezogen sind und das Haus jetzt zu groß ist.

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