Kanzlerkandidaten
Bild: IMAGO / Future Image

Unser Aufruf: Geh zur Wahl!

Vor dieser Bundestagswahl sind viele noch unentschlossen. Das liegt auch daran, dass dieses Mal keine Kanzleramtsinhaberin antritt. Die Pläne der Parteien spielen eine größere Rolle als sonst. Verbraucherthemen waren selten so wichtig wie jetzt: Sei es die Frage, ob Steuern für manche erhöht werden, wie sich die Altersvorsorge entwickelt oder was wir künftig für eine Mietwohnung zahlen müssen. Und dann wäre da noch der Klimaschutz und die Frage, was das kostet. In vier Sondernewslettern haben wir für Dich untersucht, was die Parteien bei Wohnen, Rente und Steuern vorhaben – und wie Du mit Klimaschutz sogar Geld sparen kannst. Auch unsere Podcasts zur Wahl helfen bei der Entscheidung. Viel Erfolg dabei!

Festgeldzins: Mal wieder über 1 Prozent

Es geht nicht immer nur bergab mit den Zinsen: Der schwedische Bezahldienstleister Klarna* bietet auf neue Festgeldkonten derzeit 1,04 Prozent pro Jahr, wenn Du das Geld zwei Jahre dort anlegst. Allerdings sind mindestens 5.000 Euro erforderlich. Alle Zinssätze und Laufzeiten findest Du in unseren Tabellen am Ende des Newsletters.

Bund fördert Corona-Auszeit für bedürftige Familien

Familien mit kleinem Einkommen oder einem Angehörigen mit Behinderung können ab Oktober mit einem dicken staatlichen Zuschuss ein paar Tage Urlaub machen. Sie brauchen für bis zu sieben Übernachtungen mit Verpflegung in einer gemeinnützigen Familienferienstätte nur rund 10 Prozent der Kosten selbst zu tragen. Den Rest übernimmt der Bund im Rahmen der „Corona-Auszeit für Familien“. Die Aufenthalte sind ab sofort und pro berechtigter Familie buchbar – je einmal für dieses Jahr und das kommende Jahr. Schnell sein lohnt sich, die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Voraussetzung ist unter anderem, dass für den Nachwuchs Anspruch auf Kindergeld besteht. Die Einzelheiten beschreibt das Familienministerium.

Steuerzinsen: Finanzämter setzen Zinsen vorerst auf 0

Die Finanzverwaltung hat entschieden, wie sie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Steuerzins umsetzt: Die Richter hatten den Zinssatz von 6 Prozent pro Jahr als zu hoch bewertet. Wenn Du eine Steuererstattung erwartest, musst Du nichts tun. Die Finanzämter setzen in neuen Bescheiden vorerst Erstattungs- und Nachzahlungszinsen aus. Erst wenn der Bundestag einen neuen Zinssatz festgelegt hat – das muss er spätestens Mitte kommenden Jahres –, will das Finanzamt die Bescheide rückwirkend ändern. Genauso geht es vor, wenn Du Steuern nachzahlen musst. Mehr dazu im Ratgeber.

Steuervorteile für Corona-Helfer

Freiwillige Helfer in Impfzentren können für ihre nebenberufliche Tätigkeit entweder die Übungsleiter- oder die Ehrenamtspauschale geltend machen. Die steuer- und sozialversicherungsfreie Übungsleiterpauschale bis zu 3.000 Euro im Jahr 2021 kommt für Helfer infrage, die unmittelbar an der Impfung beteiligt waren – in Aufklärungsgesprächen oder beim Impfen selbst.

Die Ehrenamtspauschale bis zu 840 Euro steht Dir hingegen zu, wenn Du während der Pandemie in der Verwaltung oder in einer Organisation geholfen hast. Die Regelung gilt auch schon für 2020, wobei damals die Höchstbeträge niedriger waren (2.400/720 Euro). Die Pauschalen machst Du geltend in Deiner Steuererklärung.

Finanztip-Redaktion
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