Rente im Ausland
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Viele Menschen träumen davon, den wohlverdienten Ruhestand im Ausland zu verbringen. Neben mehr Sonnenstunden locken oft auch günstigere Lebenshaltungskosten. Spielen auch Sie mit dem Gedanken, Ihren Lebensabend in der Ferne zu genießen? Finanztip verrät Ihnen in drei Punkten, wie Sie dabei Ärger mit dem Finanzamt umschiffen.

1. Stellen Sie den richtigen Antrag

Wenn Sie länger als sechs Monate im Jahr im Ausland leben, gelten Sie in Deutschland als beschränkt steuerpflichtig. Das heißt leider, dass Ihr steuerpflichtiges Einkommen ab dem ersten Euro besteuert wird. Zahlreiche Vergünstigungen wie der Grundfreibetrag fallen weg.

Die gute Nachricht: Wenn Sie mindestens 90 Prozent Ihres Gesamteinkommens aus Deutschland beziehen, können Sie beim Finanzamt einen Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht stellen. Wird dieser Antrag bewilligt, profitieren Sie weiterhin von Steuervorteilen wie dem Ehegattensplitting.

Ob die Rente in Deutschland oder in der neuen Heimat besteuert wird, legt oftmals ein Doppelbesteuerungsabkommen fest. Eine solche Vereinbarung hat Deutschland zum Beispiel mit Österreich, Spanien und Polen getroffen. In allen drei Fällen wird die gesetzliche Rente grundsätzlich in Deutschland versteuert. Wollen Sie in eins dieser Länder ziehen, lohnt sich in der Regel der Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht.

Legen Sie Ihrem Antrag einen Nachweis Ihrer ausländischen Einkünfte bei. Den bekommen Sie vom ausländischen Finanzamt.

2. Lassen Sie sich vor der Abreise beraten

Ansprechpartner für alle Rentenempfänger im Ausland ist das Finanzamt Neubrandenburg. Auf dessen Website finden Sie alle wichtigen Formulare und zahlreiche Informationen zum Thema Altersrente. Setzen Sie auch mit der Deutschen Rentenversicherung oder Ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung und besprechen Sie Ihre individuellen Pläne.

3. Informieren Sie rechtzeitig die Rentenversicherung

Sobald der Umzug ins Ausland beschlossene Sache ist, teilen Sie der gesetzlichen Rentenversicherung Ihre neue Adresse, Kontaktdaten und Bankverbindung mit. Das müssen Sie mindestens drei Monate im Voraus tun. In manchen Ländern verlangt die Rentenversicherung regelmäßig eine sogenannte Lebensbescheinigung. Falls Ihnen ein solches Dokument zugeschickt wird, senden Sie es möglichst schnell ausgefüllt zurück. So vermeiden Sie, dass es bei der Auszahlung Ihrer Rente zu Unterbrechungen kommt.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen und finanziell entspannten Ruhestand auf Mallorca, in den USA oder wo immer es Sie hin verschlägt.

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Finanztip-Redaktion
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