Bahnhof
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Bahnfahren ist viel einfacher mit der Bahn-App „DB Navigator“. Im Prinzip. Doch es gibt auch Haken: Sie können keine DB-Tickets für andere buchen (wir berichteten) und es ist sehr kompliziert, nach Verspätungen eine Entschädigung zu erhalten. Denn während Sie bei einem Papierticket die Verspätung einfach vom Schaffner oder am Bahnhof eintragen lassen können, geht das mit dem Handyticket nicht.

Das musste auch Finanztip-Leser Konstantin erleben, den das sehr ärgerte. „Ich musste nach Hause gehen, das Ticket ausdrucken und erneut zum Bahnhof gehen“, erzählt Konstantin. Dort wurde die Verspätung eingetragen. Damit nicht genug: Das Ticket musste er noch einschicken. Genauso beschreibt die Bahn das Verfahren auf ihrer Website.

Das muss doch einfacher gehen, dachten wir und hakten bei der Bahn nach. Und tatsächlich lässt sich das Verfahren abkürzen. Zwar müssen Sie das Handyticket am PC ausdrucken (öffnen Sie dazu die Buchungsbestätigung oder loggen Sie sich auf bahn.de ein). Den Gang zum Bahnhof können Sie sich aber sparen, erklärte uns ein Bahn-Sprecher: „Das Servicecenter Fahrgastrechte kann nachvollziehen, ob das Ticket entwertet wurde und ob der benutzte Zug verspätet war.“ Schicken Sie also den Ausdruck einfach mit dem Fahrgastrechte-Formular ans Servicecenter Fahrgastrechte, 60647 Frankfurt am Main.

Es ist seltsam, dass die Bahn diese Möglichkeit nicht auf ihrer Website beschreibt. So oder so: In Zeiten der Digitalisierung ist es absurd, dass man ein Onlineticket ausdrucken und per Post verschicken muss. Bitte nachbessern, liebe Bahn!

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Daniel Pöhler
Autor

Stand:

Daniel Pöhler war bis Ende 2020 Co-Pilot im Newsletter-Team und gelegentlich als Mobilitäts-Experte von Finanztip unterwegs. Daniel hat Betriebswirtschaft studiert und bei einem Fachmagazin für Telekommunikation volontiert. Seine ausgeprägte Leidenschaft für gute Sprache hatte ihm einen weiteren Job bei Finanztip eingebracht: den des stellvertretenden Textchefs.

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