Volksbank
Bild: IMAGO / Michael Gstettenbauer

Ein großes Dankeschön an alle Leser, die uns schreiben, wie ihre Bank das BGH-Urteil zu den unzulässigen Gebühren beim Girokonto umsetzt. Jede E-Mail findet Eingang in unser Banken-Tool, mit dem Du sehen kannst, wie 340 Banken auf Erstattungsforderungen reagieren, darunter vielleicht auch Deine. Zwei Zuschriften aus der vergangenen Woche fanden wir besonders interessant:

Eine Kundin der Berliner Sparkasse freute sich über eine Gutschrift von 287 Euro. Nach unserem Kenntnisstand weigerte sich diese Sparkasse bisher. Eine Trendwende ist das noch nicht, denn die Leserin musste erst einen Anwalt beauftragen. Ihre Erfahrung zeigt aber, dass Du hartnäckig bleiben solltest – die Sparkasse zahlte auch die Anwaltskosten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) plant bereits eine Musterklage gegen die Berliner Sparkasse – sowie gegen die Sparkasse Köln-Bonn.

Eine positive Nachricht gibt es auch für alle Volksbank-Kunden. Diejenigen, die sich bisher bei der Schlichtungsstelle beschwert hatten, wurden oft enttäuscht. Der Ombudsmann entschied zwar zugunsten der Verbraucher. Viele Volksbanken nahmen die für sie teuren Schlichtersprüche aber nicht an. Damit war also nichts gewonnen.

Die VR-Bank Ostalb hingegen akzeptierte die Schlichtung und erstattete dem Kunden 227 Euro. Der Ombudsmann lehnte die sogenannten Drei-Jahres-Lösung ab, und die Bank gab nach. Mit dieser Lösung rechnen Banken die Erstattung klein, indem sie Preiserhöhungen erst ab 2018 berücksichtigen. Warum das nicht okay ist, erklären wir im Ratgeber (in Frage 4).

Es lohnt sich also doch, den Ombudsmann anzurufen. Und Du hemmst damit auch noch die Verjährung.

Zum Ratgeber

Britta Beate Schön
Autor

Stand:

Britta Beate Schön ist bei Finanztip für sämtliche Rechtsthemen zuständig. Die promovierte Juristin und Rechtsanwältin war als Leiterin der Rechtsabteilung bei Finanzdienstleistern wie der Telis Finanz AG und der Interhyp tätig. Vorher lehrte und forschte sie in Japan als DAAD-Junior-Professorin für deutsches und Europarecht. Ihr Studium absolvierte sie in Münster, Genf, Regensburg und Leipzig.

1 Kommentar

  1. Hallo Frau Schön. Hier eine Info zum erstattungsantrag der bankgebühren gegen die spk PaderbornDetmold. Ich hatte die Schlichtungsstelle eingeschaltet und habe nun den schlichterspruch erhalten: meine Forderung wurde abgelehnt mit Hinweis auf die 3 Jahresregelung bei den Gasversorgern. Aber jetzt kommt der Knaller: die spk hat die Gebühren am 01.07.18 erhöht. Meine Forderung ist vom 21.12.21. Der Erstattungsanpruch wurde abgelehnt, da mein Schreiben außerhalb der 3 Jahresfrist liegt. Obwohl m.e. Erst zum Ende des Jahres hier 31.12.18 die 3 Jahresfrist anfängt zu laufen. Ich habe meine Konten zum 31.03.22 alle gekündigt. Klage außerdem gegen die spk bezüglich der Zinsanpassungsklausel bei prämiensparverträgen. Es bleibt spannend. Den Schlichterspruch habe ich natürlich nicht angenommen.

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