Bild: thamerpic / iStock.com

Am Donnerstag hat die digitale Währung Bitcoin an einzelnen US-Handelsplätzen den Kaufpreis von 20.000 Dollar durchbrochen. Zwanzig Mal so hoch wie zu Jahresbeginn. Welch ein Irrsinn! Das Wichtigste für Sie trotz all des Hypes: Bitcoins sind keine Geldanlage.

Das hat drei Gründe: Erstens steht hinter der Kryptowährung keine Zentralbank oder jemand anderes, der im Krisenfall für den Wert geradesteht. Zweitens eignen sich Bitcoins nicht als Währung im Alltag. Auch wenn Sie gelegentlich in hippen Szeneläden Schilder sehen, die die Akzeptanz der Digitalwährung versprechen – Sie können mit Bitcoins aktuell fast nirgendwo einkaufen. Und drittens haben Bitcoins anders als Gold keinen materiellen Wert. Obwohl beim elektronischen Schürfen der Bitcoins unheimlich viel Strom verbraucht wird.

Der kometenhafte Aufstieg der Digitalwährung hat eine Menge mit Spekulation zu tun, viel mit Faszination für eine neue Technik namens Blockchain, aber auch mit deren technischen Grenzen. Mehr als fünf Transaktionen pro Sekunde lässt das Bitcoin-System nicht zu. Sobald alle gleichzeitig kaufen (oder verkaufen) wollen, versagt das System bei der Preisbildung. Den Letzten beißen die Hunde. In der wöchentlichen Kolumne unseres Chefredakteurs Hermann-Josef Tenhagen auf Spiegel-Online können Sie mehr dazu lesen.

Wenn Sie Lotto lieben, dann können Sie auch ein paar Euro in den Bitcoin stecken. Den Rest legen Sie lieber solide an.

 

Zum Ratgeber

Hermann-Josef Tenhagen
Autor

Stand:

Als Chefredakteur verantwortet Hermann-Josef Tenhagen alle Inhalte und die grundsätzliche Ausrichtung von Finanztip. Er war 15 Jahre Chefredakteur bei der Zeitschrift Finanztest (Stiftung Warentest). Davor war er unter anderem Nachrichtenchef der Badischen Zeitung und stellvertretender Chefredakteur bei der taz. Er studierte Politik, Volkswirtschaft, Pädagogik und Literaturwissenschaften.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate-Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate-Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.