Kinderbetreuung
Bild: yacobchuk / Getty Images

Die Schulen und Kitas sind seit drei Wochen geschlossen und bleiben es noch mindestens zwei weitere. Für Eltern, die besonders hart davon betroffen sind, gibt es seit Montag eine neue Regelung: Sie können sich für bis zu sechs Wochen aus dem Job zurückziehen, um ihre Kinder zu betreuen und bekommen weiter Geld. In dieser Zeit gibt es 67 Prozent des Netto-Verdienstes (höchstens aber 2.016 Euro pro Monat). Die Leistung können sowohl Angestellte als auch Selbstständige bekommen – aber nicht in Ferienzeiten, in denen Schule oder Kita ohnehin schließen.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

1. Sie haben mindestens ein Kind unter 12 Jahren oder ein älteres Kind mit Behinderung, das zu Hause Hilfe braucht.

2. Sie haben keinen Anspruch auf Notbetreuung, und kein Familienmitglied kann sich um das Kind kümmern. Das trifft vor allem auf Alleinerziehende zu, aber auch auf Paare, bei denen beide nicht von zu Hause arbeiten können.

3. Sie haben Ihre Überstunden abgebaut und hätten einen Verdienstausfall, weil Sie Ihr Kind betreuen müssen.

4. Sie erhalten kein Kurzarbeitergeld.

Falls Ihre Firma Homeoffice ermöglicht, gibt es in aller Regel keinen Lohn-Ersatz. Eine denkbare Ausnahme wäre etwa eine Alleinerziehende mit drei Kleinkindern. Die Hürden sind aber hoch, haben wir im Gespräch mit Behörden erfahren. Wer bereits im Homeoffice mit Kindern gearbeitet hat, kann seinen Anspruch nur schwer begründen.

Reden Sie mit Ihrem Arbeitgeber. Er stellt den Antrag bei der zuständigen Landesbehörde und zahlt den Lohn-Ersatz an Sie aus. Ihr Arbeitgeber bekommt das Geld vom Staat zurück.

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