Was bisher geschah: Als Studierende müssen Jana, Lena, Sofie und Linus mit wenig Geld zurechtkommen. Sparen – etwa beim Handy – ist gut, aber ein paar Versicherungen müssen schon sein.

Wir sind wieder in der WG verabredet. Die vier wollen mit mir über Versicherungen reden. Doch zunächst sprechen wir über die bisherigen Fortschritte. Linus strahlt, als er von seinem neuen Handyvertrag erzählt. Er ist jetzt doch beim alten Anbieter geblieben.

Und das kam so: Kurz nach der Kündigung bekam er mehrere Anrufe von O2 und auch SMS geschickt. „Erst haben sie mir 14,99 Euro angeboten, dann 11,99.“ Linus machte ein Gegenangebot: Er würde seinen Vertrag verlängern, falls O2 auch die anderen Verträge seiner Familie verbessert – denn die hat weitere vier Verträge mit dem Anbieter.

Feilschen lohnt sich

„Zunächst boten sie an, zwei umzustellen, zwei nicht“, erzählt Linus. Er blieb hart. Schließlich wurden alle Verträge auf günstigere Konditionen umgestellt. Sein Feilschen hat sich ausgezahlt: „Insgesamt spart meine Familie rund 70 Euro im Monat.“ Bei Linus selbst sind es 10 Euro.

Linus feilscht am Telefon mit O2
Ein bisschen Feilschen kann nicht schaden. Bild: Piero Chiussi

„Schon Brände erlebt“

Wir kommen zum Thema des Abends: Lena würde gerne eine Hausratversicherung abschließen. „Ich habe in meinem Bekanntenkreis schon Brände erlebt“, erzählt sie. „Da möchte ich nicht ohne alles dastehen.“ Jana treibt eher die Frage um, was ihr als Hauptmieterin passiert, wenn die Waschmaschine ausläuft oder eine vergessene Kerze einen Brand auslöst. Das allerdings sind keine Themen für die Hausrat, sondern für die Haftpflicht.

Die Haftpflicht ist ohnehin die wichtigste Versicherung, denn die verhindert, dass man mehr verliert, als man hat. Weil sie immer dann einspringt, wenn man unabsichtlich bei Dritten einen großen Schaden anrichtet. Wer noch in der ersten Ausbildung steckt und zuvor nicht regulär gearbeitet hat, ist automatisch über eine Familienversicherung der Eltern mitversichert. Wie sich rausstellt, wissen nur zwei der vier ganz sicher, dass ihre Eltern haftpflichtversichert sind. Die anderen beiden wollen das noch mal nachfragen.

1. Aufschlag: Wie viel kann eine WG sparen?
2. „Nur 7,99 Euro für einen Handytarif?“
3. „Was ist, wenn die Waschmaschine ausläuft?“
4. „Dürfen wir etwa nicht untervermieten?“
5. „Was bitte ist ein Freistellungsauftrag?“
6. Stromvertrag: „Unbedingt den Bonus retten“
7. „Meine Mutter hatte den Vertrag ganz vergessen“
8. Etwas mehr gejobbt – prompt sind Steuer und Abgaben fällig
9. Netflix stottert – wenn vom schnellen Internet nichts ankommt
10. „Wenn ich schon ‚Aktien‘ höre, ist bei mir Schicht im Schacht“
11. Kassensturz zum Monatsende: „Ich war überrascht“
12. Das Ergebnis: 981 Euro und „immer Spielraum für Verhandlungen“

 

Beim Thema Hausratversicherung ist die WG gespalten: Lena und Sofie würden gerne eine haben, Linus und Jana wollen sie eher nicht. Schließlich haben sie als Studierende noch keine großen Sachwerte in ihrer Wohnung. Zum Glück muss sich nicht zwingend die gesamte WG versichern, das kann auch jeder einzeln. Lena will sich mal nach einer Hausratversicherung umsehen.

Nächste Woche: Dürfen wir untervermieten?

Protokoll: Matthias Urbach

Sparzähler 120 Euro

Matthias Urbach
Autor

Stand:

Als stellvertretender Chefredakteur ist Matthias Urbach für den Newsletter, Kooperationen und die redaktionellen Sonderprojekte von Finanztip verantwortlich. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

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