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Das sind die besten Depots für Ihre ETFs

Bei den kostenlosen Wertpapierdepots hat sich einiges getan! In den vergangenen Wochen haben wir die Angebote für Sie genau analysiert. Zwei bekannte Depot-Anbieter empfehlen wir jetzt nicht mehr: Die Direktbank ING und den Broker Flatex. Dafür sind zwei Neulinge unter unseren Empfehlungen: Smartbroker und Trade Republic.

Falls Sie mit Wertpapieren noch nicht viel anfangen können, drei Sätze vorab, bevor wir in die Analyse einsteigen: Heutzutage spart man fürs Alter am besten mit Aktien in einfachen Fonds (ETFs). Aufbewahren müssen Sie Ihre ETFs in einem Wertpapierdepot; komplett digital, kein Papierkram, versteht sich. Solche Depots gibt es bei Banken und reinen Depot-Anbietern, sogenannten Brokern. Wir haben uns beides angeschaut.

Neue Gebühren: Flatex und ING schießen sich ins Aus

Kurz vor Weihnachten hatte der bislang günstige Broker Flatex angekündigt, ab März 2020 eine Depotgebühr von 0,1 Prozent aufs Angesparte einzuführen. Damit erfüllte er ein ganz zentrales Kriterium unseres Depot-Tests nicht mehr: keine laufenden Gebühren!

Auch die ING mussten wir aus der Empfehlungsliste streichen. Die Direktbank gab im Februar bekannt, ab Mai eine Gebühr fürs Girokonto zu erheben, wenn nicht mindestens 700 Euro pro Monat eingehen. Das betrifft längst nicht jeden. Aber Kombiangebote aus Depot, Girokonto und Kreditkarte gibt es bessere: bei der DKB*, Comdirect* oder Consorsbank* (jeweils ohne Grundgebühr).

Smartbroker ist die erste Adresse für bisherige Flatex-Kunden

Vor allem bei den Brokern – also den Spezialisten für den Wertpapierhandel – füllen neue Anbieter die Flatex-Lücke. Mit Smartbroker ist Ende 2019 einer angetreten, der bessere Konditionen bietet als einst Flatex. Von uns empfohlene ETFs kosten dort pauschal 4 Euro Kaufgebühr. Zahlreiche Sparpläne sind kostenlos. Andere Sparpläne kosten nur 80 Cent pro Ausführung (also meistens pro Monat), solange Sie unter 400 Euro monatlich anlegen.

Smartbroker* ist also eine gute Adresse für bisherige Flatex-Kunden, die ihr Depot zu einem neuen Broker übertragen wollen. Wer sein Geld lieber einem altgedienten Anbieter anvertraut, kann auch zur Onvista Bank* wechseln. Deren Depot kommt ebenfalls ohne Grundgebühr aus. ETFs kaufen Sie für 7 Euro, Sparpläne kosten 1 Euro je Ausführung.

Alles per App in der Trade Republic

Falls Sie sowieso alles mit dem Smartphone erledigen, bietet sich Trade Republic* an. Registrieren, kaufen, verkaufen – alles geht ausschließlich per App. Mit dem Computer oder Laptop können Sie das Depot nicht nutzen.

Kauf und Verkauf kosten pauschal 1 Euro, Sparpläne ab 25 Euro sind derzeit kostenlos. Damit ist Trade Republic mit Abstand das günstigste Depot!

Der Haken: Derzeit sind fast nur ETFs der Marke iShares (von Blackrock) zu haben und aufs Depot übertragbar. Andere ETFs können Sie also nicht mitnehmen und müssen sie vor dem Wechsel verkaufen, falls Sie Ihr altes Depot auflösen wollen.

Wie Sie den Wechsel von Ihrem alten Depot-Anbieter gut über die Bühne bringen, steht in unserem Ratgeber. Wenn Sie Erfahrungen austauschen wollen, können Sie gerne diesen Artikel kommentieren oder im Forum schreiben. Ist Youtube Ihre Welt, legen wir Ihnen das aktuelle Video von Saidi ans Herz.

Zum Ratgeber

Sara Zinnecker
Autor

Stand:

Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

46 Kommentare

  1. Vorsicht vor versteckten Kosten bei Trade Republic, durch höhere „Spreads“ im außerbörslichen Handel!!

    Trade Republic hat zwar sehr geringe Gebühren (lediglich 1€ pro Trade). allerdings verstecken sich erhebliche Kosten in den von Trade Republic angebotenen höheren Kaufpreisen oder niedrigeren Verkaufspreisen für ein Wertpapier (die sogenannten „Spreads“). Auf dieses Thema wird meines Erachtens in der Berichterstattung noch zu wenig hingewiesen.

    Dies hat damit zu tun, dass über Trade Republic ausschließlich die Preise der Lang & Schwarz Börse abrufbar sind. Diese Preise orientieren sich zwischen 9.00 Uhr und 17.30 Uhr zwar an den Preisen bei der Leitbörse Xetra und es gibt nur geringere Abweichungen. Außerhalb dieser Zeiten entstehen bei Trade Republic allerdings wesentlich nachteiligere Preisangebote. Gerade bei höheren Kaufvolumen (350 Aktien) können hier aus eigener Erfahrung zusätzliche versteckte „Kosten“ von bis zu 500 Euro entstehen.

    Zudem lohnt es sich aus diesem Grund nicht, kleinere Kursschwankungen zu „traden“, wozu gerade die langgezogene Darstellung des Charts in der App einlädt (diese lässt die täglichen Kursschwankungen größer erscheinen), da wegen der höheren Kaufpreise und der niedrigeren Verkaufspreisen für eine Aktie wesentlich höhere Kursschwankungen erforderlich sind, um höheren Ankaufs- und niedrigeren Verkaufspreise auszugleichen.

    Bei anderen Brokern kann bei jedem Trade der Börsenplatz ausgewählt werden oder ist sogar ein Direkthandel mit dem Emittenten eines Wertpapiers zu wesentlich geringeren Spreads möglich.

  2. Negativpunkt Trade Republic: Schließt mal euer Depot und versucht es später wiederzueröffnen. Absolut keine Chance. Support sagt „geht nicht“. Wo bitte gibts denn sowas? Neues Depot geht auch nicht zu eröffnen. Handynummer und Daten sind ja mit dem alten Konto verknüpft…

  3. Na bei Smartbroker und ich finde es ist eine Schande, dass so etwas im Test von Finanztipp keine Berücksichtigung findet

    „Sicherung von Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften
    Ist die Bank pflichtwidrig außer Stande, Wertpapiere des Kunden zurückzugeben, so besteht neben der Haftung der Bank im Entschädigungsfall ein Entschädigungsanspruch gegen den Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution“
    (Stand: 01/2020)

    1. Welche Verschwörungsmythen werden denn verbreitet? Können Sie eine Quelle oder einen Textauszug dazu liefern?
      Im Gegensatz zu Ihrer Behauptung, konnte ich auf der Website von Wall Street online eine Warnung vor einer Zunahme von Verschwörungstheorien in der Corona Krise finden. Bzw. in dem Artikel steht geschrieben, dass mehrere Innenpolitiker davor warnen: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12505479-pandemie-innenpolitiker-fuerchten-zunahme-corona-verschwoerungstheorien

  4. Ich benötige bei der ING überhaupt kein Girokonto, um ein Direkt-Depot zu eröffnen.
    Ich bekomme ein Extrakonto als Verrechnungskonto, über welches meine Käufe abgewickelt werden. Warum die neuen „Gebühren“ ab einem Geldeingang von unter 700 € nachteilig sein sollen, erschließt sich mir nicht.

      1. Sollte man mMn trotzdem mit in den Vergleich nehmen, da es auch ein reines Depot sein kann, welches komplett kostenlos ist. Das gleiche gilt für das Depot der Consorsbank und der DKB.
        Warum diese Anbieter, nur weil die MÖGLICHKEIT eines Gesamtpakets besteht, direkt fallen gelassen werden, verstehe ich nicht.

  5. Ich bin schon vor längerer Zeit aus einem anderen Grund von Flatex weggegangen: Flatex hat bei mir für jede Dividendengutschrift 5 Euro Gebühr verlangt. Das waren bei amerikanischen Werten schonmal 20 Euro im Jahr, demgegenüber verblaßte die günstige Handelsgebühr von 7 Euro.

  6. Die Überweisung soll vom Broker ohne Angabe meines Namens erfolgt sein sagt T R. Deswegen nicht zuzuordnen und gesetzeswidrig laut T R. Mein Broker sagt, dass Überweisungen immer mit Kontoinhaber versehen werden. Die spielen sich den Ball zu und ich stehe in der Mitte als dummer Junge. Ich glaube meinem Broker, weil er sich sowas nicht leisten kann und wird. Den Broker gibt es seit 1974.

  7. Trade Republik: Durch billig kannst du dein Geld verlieren wie ich 1000 €. Habe das Geld von einem namenhaften Broker ùberwiesen und T R hat mir illegale Überweisung vorgeworfen. Das Geld wurde angeblich zurück überwiesen, kam aber beim Broker bis heute nicht an. Habe eine Frist gesetzt die jetzt schon verstrichen ist. Jetzt bleibt mir nur noch eine Anzeige bei der Bankenaufsichtsbehörde. Leute spart Euch den Stress.

  8. Stellt sich die Frage, was „Rückgabe eines Wertpapiers“ bedeuten soll. Wenn damit Verkauf gemeint ist, könnte man ja auch das Depot zu jemanden anderen in so einem Fall übertragen.
    Die Wertpapiere sind in der Regel Sondervermögen und nicht im Besitz des Brokers, sondern liegen woanders.

    Im Grunde erinnert die Frage, was denn passiert, wenn pflichtwidrig(!) etwas nicht getan wird, immer nur daran, dass Gesetze keine Naturgesetze sind und somit auf jedes geschriebene Wort von Gesetzbüchern und Verträgen keine absolute Garantie möglich ist.

    Wenn es wirklich hart auf hart kommt in dieser Welt, dann haben weder Geldscheine noch Kaufnachweise für Wertpapiere irgendeinen Wert.

    1. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Broker/Depotverwaltende Banken mit den Aktien ihrer Kunden handeln, zum Beispiel diese verkaufen, um Sie dann günstiger wieder einzukaufen und zurückzugeben, quasi als Zubrot.
      So wie frühr bei Überweisungen, wo es länger als nötig dauerte bis zur Gutschrift, damit die Banken noch etwas Zinsen kassieren konnte.
      Der Kunde bekommt davon ja nichts mit, da er seine Aktien im Depot ja sehen kann.

      Pflichtwidrig könnte also bedeuten:, hat sich die Bank verzockt und geht pleite könnten auch so manche Aktien der Kunden verloren sein, die nicht mehr vorhanden sind.

      Ich fand den Punkt nur erschreckend, da ich ich ihn in dieser Form noch nirgendwo anders so gelesen habe.

      1. Manche Broker verleihen die Aktien (z.B. an Leerverkäufer) und verdienen mit den Leihgebühren. Sie zu eigenen Spekulationszwecken nutzen, wird meines Wissens nicht gemacht. Die leihende Partei muss für die Leihe eine Sicherheit hinterlegen. Was das bewirken kann, sieht man bei Tesla. Werden die Aktien zu teuer, müssen manche Leerverkäufer glattstellen, um die Rückgabe der Aktien gewährleisten zu können.
        Die meisten Wertpapiere werden von Fonds verliehen, nicht unbedingt Brokern. Aber manche Broker leben eben auch davon, um günstige Gebühren möglich zu machen.

        1. Dennoch besorgniserregend, wenn man bedenkt alle gehn davon aus Aktien in Depots sind sicher, da Sondervermögen.

          und dann liest man:

          „Ist die Bank pflichtwidrig außer Stande, Wertpapiere des Kunden zurückzugeben…“

  9. Ich muss auch leider sagen, Smartbroker springt zwar in die Bresche, aber im Gegensatz zu Trade Republic fehlt es hier tatsächlich zumindest etwas an Erfahrung am Anbieter um das so uneingeschränkt zu empfehlen. Aber gut, selbst wenn sie die Preise nach einem halben Jahr erhöhen kann man ja wechseln.
    Zu Trade Republic kann ich nur meine eigenen Erfahrungen zugeben das der Spread mir gefühlt auch etwas zu hoch ist, aber bei den Kosten kann ich darüber hinwegsehen.
    Hinzu kommt tatsächlich das die Leute da seit dem Bekanntwerden der Flatex Gebühr heillos überfordert sind durch die vielen neuen Kunden. Das fängt bei mehreren Pannen bei der Depoteröffnung und der damit verbundenen langen Verzögerung an und ist beim überlasteten Kundensupport am deutlichsten sichtbar. Ich hoffe und erwarte allerdings das sich dies über die nächsten Monate wieder deutlich bessert.

  10. Habe auch bei Flatex gekündigt und bin zu smartbroker gegangen. Dort hieß es, dass man sich für die Steilvorlage von Flatex bedanke. Trotzdem: Ein so pauschaler „Vergleichstest“ sollte mit Vorsicht betrachtet werden, ob Flatex gut oder schlecht ist, hängt I. W. von der Höhe des Cash- und Depotbestandes ab. Habe auch schon einen Test von Wallstreet online gelesen und oh Wunder: smartbroker hat am besten abgeschnitten.

  11. Tipp an bisherige Flatex Kunden: nachdem ich mich beim Support beschwert hatte, warum man in einem wettbewerbintensiven Markt seine Kunden zu anderen Brokern „schickt“, wurde ich zum VIP Club eingeladen, ergo keine Depotgebühren (+ andere benefits).
    Bevor man also wechselt, einfach mal prüfen.

    Comdirect nutze ich noch für meinen ETFs, für Trading aber definitiv nicht zu empfehlen. Sehr teuer, uneinsichtiger/arroganter Support und deren Outage am 9.10. hat mich 400€ gekostet – absolut inakzeptabel.

    1. Die Konditionen für den VIP Club bei Flatex sind für den Normalanleger wohl schwer zu erreichen: 500 trades in den letzten 12 Monaten und Eur 75000 Wertpapierkredit in Anspruch genommen haben.

  12. leider fehlt hier eine ganz wichtige Alternative: Gratisbroker
    Zwar erfolgt der Handel hier nur über die Börse gettex, dafür kostet der Kauf und Verkauf auch wirklich nichts. Und das Depot wird bei einer großen Bank mit viel Erfahrung geführt: der Baader Bank.
    Der Support mit Ticketing-System ist spitze. Von bisher 10 Anfragen (meist nur banale Sachen, weil ich bestimmte Produkte gesucht habe) wurden mir alle innerhalb von 24h beantwortet.
    Vielleicht nehmt ihr das mal in einen eurer nächsten Broker-Test mit auf!

  13. Ich halte es für abwegig, wegen der außerordentlich geringen 0,1 % Depotgebühr nunmehr kategorisch einen Wechsel zu einer Billigbank zu empfehlen. Zum einen hat die Flatex einen sehr guten Service, ist telefonisch sehr gut zu erreichen und bietet dabei sofortige Hilfe an (zB bei Sperrung des Kontos wegen falscher PIN Eingabe, oder bei Fachfragen u.s.w.). Zum anderen sind diese Billigbanken neu auf dem Markt, und wie lange die sich halten (und zu welchen Konditionen), ist völlig unsicher.
    Ich erinnere mich, wie vor Jahren die Bank Systracom der große Preisbrecher war, und dann plötzlich den Betrieb einstellte. Den Stress muss ich nicht mehr haben !

    1. Außerordentlich geringe 0,1% Gebühr, macht bei einer vorrangwachrittenen Altersversorge in ETFs einen enormen Anteil aus.

      Wenn das Depot einen Gesamtwert von z.B. 300.000€ aufweist, bedeutet dies 300€ Depotgebühr im Jahr. Dabei bleibt es jedoch nicht weil der Cashbestand weiterhin mit – 0,5% verzinst wird und das schon ab dem 1. Euro!

      Wenn Sie eine Order über 10.000 € durchführen wird das Guthaben, welches 1 bis 3 Tage auf dem Konto verbleibt, kostet die Verwahrung alleine 0,14€ – 0,41€. Klar sind das geringe Mengen aber im Gesamtpaket ein Depotwechsel mehr als Wert.

      Flatex hat mMn den deutschen Markt für Privatanleger aufgegeben.

      Zu guter letzt:
      Was haben Sie gegen „Billigbanken“? Flatex ist bis vor kurzen der günstigste Broker gewesen, man könnte Ihn auch glatt „Billigbroker“ bezeichnen, wo Sie anscheinend Kunde sind und bleiben….

      Zu den „Billigbanken“ zähle ich auch die ING (trotz der neuen Gebühren für das Girokonto). Hier kosten die Gebühren für Order mit kleine Beträge bis 750€ weniger als bei flatex.

      1. Na ja, 300.000 EUR haben wohl die wenigsten Finanztest-Leser angelegt … Und selbst dann, was sind 300 € Gebühr jährlich bei solch einem Depotbestand. Ein „Kleinanleger“ mit z.B. 30.000 EUR Bestand zahlt ja nur 30 EUR im Jahr.

        Da heißt es schon, das Gesamtpaket der Angebote im einzelnen zu untersuchen; was bekomme ich für mein Geld? Gerade bei großen Depotbeständen spielt z.B. Service und Erreichbarkeit (zumindest für Privatanleger) eine erhebliche Rolle. Von vielen Details ganz zu schweigen- z.B. was kosten monatliche Sparpläne, wie hoch können die Sparraten monatlich sein und wie viele Sparpläne werden überhaupt angeboten.

        Insofern habe ich überhaupt nichts gegen „Billigbanken“. Ich warte nur ab, ob sich derartige, neue Banken auch auf dem Markt halten können und wie lange sie ihre Konditionen halten. Und natürlich beurteile ich auch, welchen Service und sonstige Konditionen sie bieten (siehe oben)..
        (In der Tat hätte ich besser „Billigbroker“ geschrieben, aber die gesamte Diskussion geht ja hier über Depots und Wertpapierkäufe.)

        Zum „Verwahren“ des Gelds: Wer lässt schon sein Geld auf dem Cash Konto, wenn er dafür Strafzins bezahlen muss ? Flatex bietet ausdrücklich die Möglichkeit, bei Aktienkauf u.s.w. den fälligen Betrag von einem Girokonto einer beliebigen Bank abbuchen zu lassen! Das muss man also nicht vorher auf das Flatex Cashkonto überweisen und bezahlt daher auch keinen Strafzins.

        Der Vergleich Flatex mit ING halte ich für unzutreffend. Bei ING kostet die Grundgebühr pro Order 4,90 EUR und zusätzlich 0,25 % vom Grundwert. Bei Flatex gibt es nur eine Flat Fee von 5 EUR pro Tag.

  14. Bei der Comdirect ist laut Ihren Website der Depot 3 Jahre kostenlos, die Orderkosten nur 12 Monate günstig. Das wird in der Vergleich von Finanztip nicht klar dargestellt.

  15. Wieso empfehlen Sie eine depotführende Steele wie TradeRepublic, wenn dort ausschließlich Produkte eines Anbieters verwahrt werden. Das macht keinen Sinn! Da helfen auch günstige Konditionen nichts. Damit tut sich Finanztip keinen Gefallen. Billig ist eben längst nicht immer gut!

  16. Sie empfehlen statt der ING-Diba jetzt die comdirect. Diese ist aber bei den Transaktionskosten deutlich teurer. Wenn ich für eine typische Kleinanlagerorder von 1200€ Kauf an der Börse bei der ING ca. 7-8 Euro zahle, sind es bei der comdirect schon mal locker 15,40€, was durch diverse Zusatzpositionen (Börsenplatzentgelt, Clearstreamgebühr, usw.) auf der Abrechnung zustandekommt. Dann lieber die transparente ING.

  17. Bin schon länger bei der Trade Republic und ja, die Kosten sind mit 1 EUR pro Trade sehr günstig. Ich meine jedoch festgestellt zu haben, dass der Spread zeitweise sehr hoch ist. Ansonsten bin ich zufrieden.

  18. Kann man den Flatexgebühren zum 1. März widersprechen?
    Ich bin eh schon jetzt zu Smartbroker gewechselt, aber der Übertrag kann noch 2-3 Wochen dauern.

    Danke

  19. Trade Republic ist derzeit leider nur eingeschränkt empfehlenswert. Grund ist der unzureichende Kundensupport. Man hat zuerst den Chat Support und mittlerweile wohl auch den Telefonsupport eingestellt. Per Email warte ich seit nun drei Wochen auf eine Aussage, wo drei Positionen sind, welche bei meinem alten Depot ausgebucht wurden und bei Trade Republic noch immer nicht auftauchen. Offensichtlich ist man dort überfordert.

  20. Ich finde es nicht sinnvoll, ständig immer nur die Preise zu vergleichen. Wegen 10 Euro Ersparnis im Jahr das Depit wechseln ist mir persönlich viel zu aufwendig. Zumal dann in einem Jahr es wieder heißen kann, jetzt wechseln weil Gebührenerhöhung.

  21. Für einen Tax-Voucher (Rückerstattung Quellensteuer Schweiz) verlangt die onvista-Bank 20 EUR. Dies sollte man beim Vergleich auch berücksichtigen.

  22. Mir ist folgender Punkt im Einlegerinformationsblatt der DAP BNP Paribas negativ aufgefallen.
    Wurde mir nach der Eröffnung eines Smartbroker Kontos zugeschickt.

    „Sicherung von Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften
    Ist die Bank pflichtwidrig außer Stande, Wertpapiere des Kunden zurückzugeben, so besteht neben der Haftung der Bank im Entschädigungsfall ein Entschädigungsanspruch gegen den Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution“
    (Stand: 01/2020)

    Das klingt wenig vertrauenswürdig.

    Selbst wenn es bei einem Deutschen Broker genauso ist, wäre man wenigstens noch im eigenen Land, um eventuelle Ansprüche durchzusetzen.

    1. Der Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution ist die französische Einlagensicherung, die haben sogar eine deutschsprachige Website: https://www.garantiedesdepots.fr/de

      Die Einlagensicherung springt ein, wenn die Bank pleite ist und dann pflichtwidrig (d.h. entgegen ihrer gesetzlichen bzw. vertraglichen Verpflichtung gegenüber den Bankkunden) außer Stande ist, Wertpapiere des Kunden zurückzugeben. Banken gehen halt mal pleite, wie jedes andere Unternehmen auch. Warum es „wenig vertrauenswürdig“ sein soll, wenn die Bank über die Einlagensicherung informiert (wozu sie übrigens nach geltenden Vorschriften verpflichtet ist), ist mir schleierhaft.

      Übrigens ist die Einlagensicherung mittlerweile durch Europarecht, genauer gesagt durch die Richtlinie 2014/49/EU EU-weit vereinheitlicht, die Deckungssumme beträgt überall mindestens 100.000,– € pro Kunde.

      1. Da haben Sie meinen Kommentar falsch verstanden.

        Mich störte, dass eine depotverwaltende Bank darüber aufklärt, dass es möglich wäre die eingelegten Wertpapiere nicht mehr zu bekommen:
        „Ist die Bank pflichtwidrig außer Stande, Wertpapiere des Kunden zurückzugebe…“
        Das war mir neu, zumal man ja davon ausgeht Wertpapiere seine Sondervermögen und somit sicher, wenn eine Bank untergeht.

        Da nützt es mir auch nichts, wenn ich meine Ansprüche in Frankreich geltend machen kann. Deutsche Webseite hin oder her. Das wird im Falle der Fälle nervenaufreibend.
        Haben Sie schon mal versucht an ein frazöschers Konto ranzukommen im Erbfall.

        Das ist eine Menge Ärger und kostet eine Menge Geld und Zeit.
        EU hin oder her.

      2. Übrigens greift die Einlagesicherung nur bei Bareinlagen sowie bei Wertpapiertransaktionen wie Dividenden etc. die auf dem Verrechnungskonto liegen oder noch fällig sind (Valuta).

        Soweit ich weiss, ist die Einalagesicherung nicht für Wertpaiere vorgesehen, da diese ja Sondervermögen sind.

  23. Die Wechselzeit von flatex u einem anderen Broker beträgt ur Zeit ca. 6 Wochen, eine lange Zeit. Grund ist wohl ein starker Andrang Wechselwilliger noch vor dem März. Ab diesem Monat bucht flatex Depotgebühren ab!

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