Deutsche Bank fliegt aus dem EuroStoxx 50
Bild: Andreas Arnold / dpa

Seit Mitte der Woche ist klar: Die Deutsche Bank fliegt am 24. September aus dem bei Anlegern beliebten Aktienindex Eurostoxx 50 heraus – nach 20 Jahren. Denn die Aktie büßte allein seit Jahresbeginn 40 Prozent ein. Noch schlimmer trifft es die Commerzbank: Sie wird am Ende des Monats nicht mehr im deutschen Leitindex Dax gelistet sein – erstmals seit 30 Jahren. Wenn aus dem Index fliegt, ist für viele Anleger nicht mehr so reizvoll. Das kann den Kurs weiter drücken.

Als ETF-Anleger können Sie aber entspannt bleiben – anders als hätten Sie einzelne Aktien der beiden Großbanken gekauft. Die Index-Anbieter verkaufen jetzt die Aktien der schwächelnden Unternehmen und ersetzen sie durch stärkere Kandidaten. So sind stets die wertvollsten Unternehmen Deutschlands (Dax) beziehungsweise der Eurozone (Eurostoxx 50) enthalten. Als ETF-Anteilseigner sind Sie immer genau an diesen Aktien beteiligt.

Noch besser geht es Ihnen, wenn Sie unseren Empfehlungen folgen und nur breit aufgestellte ETFs kaufen. Denn der Austausch einzelner Aktien beeinflussen den Indexwert nur minimal. So werden zwar sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank im Weltaktienindex des Anbieters MSCI verbleiben – jedoch mit einem Gewicht von nur 0,02 und 0,01 Prozent. Im Stoxx Europe 600 beträgt das Gewicht der Deutschen Bank 0,23 Prozent, das der Commerzbank 0,1 Prozent.

 

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Sara Zinnecker
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Sara Zinnecker war bis Juni 2020 Finanztip-Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

4 Kommentare

    1. Hallo Herr Bendig,
      ein ETF bildet einen bestehenden Aktienindex nach. Ein Index, das sind immer mehrere Aktien, bestenfalls sogar mehrere Hundert. Das ist ja genau der Trick von ETFs, sie müssen die Aktien nicht einzeln kaufen, sondern können mit kleinem Einsatz Anteile an vielen Unternehmen gleichzeitig haben. So verteilen Sie Verlustrisiken auf viele Schultern.
      Es gibt dann verschiedene Anbieter von ETFs, unter anderem Xtrackers, die Marke der DWS (Deutsche Bank). Sie können also zum Beispiel Anteile an einem ETF der Marke Xtrackers kaufen, der den Weltaktienindex MSCI World nachbildet, zum Beispiel den mit der Kennnummer (ISIN) LU0274208692. Dieser ist Finanztip-Empfehlung. Mehr dazu hier: https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/msci-world-etf-vergleich/#c33730. Grundlegende Infos zur Funktionsweise von ETFs finden Sie im Ratgeber: https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/
      Beste Grüße,
      S. Zinnecker

  1. Hallo Frau Zinnecker,

    habe ich eigentlich ein Problem wenn der Emittent des ETFs in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät bzw. Konkurs anmeldet!?

    Um beim Beispiel zu bleiben – ich besitze ETFs von Xtrackers, die ja von der Deutschen Bank aufgelegt werden. Wenn diese nun im Worst Case Konkurs anmeldet – was geschieht dann mit deren ETFs?

    Viele Grüße, Michael

    1. Hallo Michael,

      besten Dank für Ihre Mail und Verzeihung für die späte Antwort. Wenn der ETF-Anbieter Konkurs anmeldet, sind Ihre ETF-Anteile sicher. Sie liegen bei einer unabhängigen Depotbank, die die Anteile weiter verwaltet. Das Gesetz spricht von sog. Sondervermögen. Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Ratgeber ETFs: https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/, im Abschnitt „Wie sicher sind ETFs?“

      Beste Grüße,
      Sara Zinnecker

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