Jana sucht auf der Website von Finanztip nach günstigeren Stromanbietern.
Jana sucht auf der Website von Finanztip nach günstigeren Stromanbietern. Bild: Piero Chiussi

Was bisher geschah: Jana, Lena, Sofie und Linus prüfen mit Finanztip ihre Verträge: Ihre Konten und Kreditkarten sind deutlich teurer als nötig. Auch Strom und Gas?

 

Linus hat ein neues Girokonto bei der DKB beantragt. Die Identifikation per Videochat hakelte ziemlich, weil die Anbietersoftware nicht mit Linus’ Macbook-Kamera klarkam. Mit dem Handy klappte es dann aber. Nun wartet er auf die Unterlagen seiner neuen Bank. Gleich nach dem letzten Treffen mit mir hat er sich dort angemeldet, um sein Konto bei der Bremer Sparkasse auflösen zu können. Das spart ihm 96 Euro im Jahr für die Kontoführung und 36 Euro für die Kreditkarte.

Das hat Sofie überzeugt. Sie hat inzwischen ebenfalls ein Konto bei der DKB beantragt. Sofie war auch schon in ihrer Bankfiliale, um die Visa Card Gold der Berliner Sparkasse zum Ende der aktuellen Jahreslaufzeit zu kündigen.

Wieder sitzt die WG zusammen.
Wieder sitzt die WG zusammen. Bild: Piero

„Das wurde direkt ein Verkaufsgespräch“, erzählt Sofie. „Erst wurde ich belehrt, wie gut die goldene Karte ist.“ Dann habe der Bankberater erklärt, Sofie schenke der Bank die zwei verbliebenen Monate Laufzeit, wenn sie jetzt schon kündige. Sie solle dann in acht Wochen noch mal wiederkommen. Sofie ist empört: „Der will, dass ich den Kündigungstermin verpasse.“

Bloß 2 Cent Zinsen aufs Sparbuch

Jana hat inzwischen ihr Postsparbuch über knapp 2.000 Euro aufgelöst. Dabei wurden ihre Zinsen der vergangenen Jahre eingetragen. „Das waren im vergangenen Jahr nur noch 2 Cent“, berichtet sie. „Wirklich erbärmlich.“ Ein Cent davon ging auch noch als Steuer ans Finanzamt. Zunächst hatte Jana die Idee, mit dem Geld Ihren Genossenschaftsanteil beim Beamten-Wohnungs-Verein (BWV) aufzustocken. Der verzinst ihre Einlage von 650 Euro mit 4 Prozent. Doch die BWV nimmt kein Geld mehr an. Also sucht sie nun doch nach einem Tagesgeldkonto.

1. Aufschlag: Wie viel kann eine WG sparen?
2. „Nur 7,99 Euro für einen Handytarif?“
3. „Was ist, wenn die Waschmaschine ausläuft?“
4. „Dürfen wir etwa nicht untervermieten?“
5. „Was bitte ist ein Freistellungsauftrag?“
6. Stromvertrag: „Unbedingt den Bonus retten“
7. „Meine Mutter hatte den Vertrag ganz vergessen“
8. Etwas mehr gejobbt – prompt sind Steuer und Abgaben fällig
9. Netflix stottert – wenn vom schnellen Internet nichts ankommt
10. „Wenn ich schon ‚Aktien‘ höre, ist bei mir Schicht im Schacht“
11. Kassensturz zum Monatsende: „Ich war überrascht“
12. Das Ergebnis: 981 Euro und „immer Spielraum für Verhandlungen“

 

Strom: Bonusvertrag im zweiten Jahr sehr teuer

Jana ist die Hauptmieterin. Die 4-Zimmer-Wohnung hat eine eigene Gasetagenheizung. Gleich zu Beginn hat Jana zusammen mit ihrem Vater günstigere Verträge für Strom und Gas abgeschlossen – über Check24. Wie sich aber rausstellt, waren die Tarife von Grünwelt Energie nur im ersten Jahr günstig, durch den Sofortbonus – und einen Neukundenbonus zum Ende des ersten Jahres. Im zweiten Jahr (ganz ohne Bonus) sind es dann plötzlich sehr teure Verträge: Der Stromvertrag zum Beispiel ist dann, wie sich nun zeigt, rund 280 Euro teurer als dauerhaft günstige Tarife.

Jana will das Thema unbedingt noch mal angehen: „Aber ich will nicht jedes Jahr wechseln, sondern diesmal einen Vertrag ohne Bonus machen.“ Dafür ist noch etwas Zeit, der Vertrag läuft noch bis Sommer, Kündigungsfrist sechs Wochen vor Ablauf. Und es ist wichtig, die Kündigung akkurat zu formulieren, damit der Anbieter die WG nicht ein paar Tage vor Ablauf des Jahres aus dem Vertrag entlassen kann – und den Abschlussbonus nicht mehr zahlen muss. „Ich will unbedingt den Bonus retten.“

Nächste Woche: Kommt Sofies neue Kreditkarte rechtzeitig an?

Protokoll: Matthias Urbach

Matthias Urbach
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Als stellvertretender Chefredakteur ist Matthias Urbach für den Newsletter, Kooperationen und die redaktionellen Sonderprojekte von Finanztip verantwortlich. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

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