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Deutschlands Sparer schwören immer noch auf Lebensversicherungen und Sparbücher, auch wenn diese praktisch keine Zinsen mehr bringen. Dabei hätte eine Anlage in Wertpapieren in den vergangenen Jahrzehnten überragende Renditen gebracht. Rund 7 Prozent pro Jahr waren zwischen 1970 und 2016 im Schnitt über 15 Jahre drin. Bringen auch Sie Ihre Finanzen auf Vordermann mit unseren sechs Schritten zur soliden Geldanlage:

1. Schulden zurückzahlen

Die beste „Geldanlage“ ist: Holen Sie Ihr Girokonto aus dem Dispo und tilgen Sie Kredite so schnell wie möglich. Das spart Ihnen teure Zinskosten und der Weg ist frei dafür, dass sich Ihr Geld vermehrt.

2. Notgroschen aufs Tagesgeld-Konto legen

Legen Sie für den Notfall etwa drei Monatsnettogehälter auf ein gut verzinstes Tagesgeld-Konto – aber nicht mehr. Mit Hilfe unseres Tagesgeld-Rechners finden Sie immer die besten Konditionen. Dauerhaft gute Angebote haben die PSD Bank Niederbayern-Oberpfalz, Moneyou* und die Leaseplan Bank. Die Zinsen sind zwar selbst bei den besten Tagesgeld-Anbietern zurzeit niedrig, aber immer noch besser, als wenn Ihr Geld auf einem Sparbuch oder unter dem Kopfkissen liegen würden.

3. Langfristig denken

In den seltensten Fällen brauchen Sie gleich morgen einen größeren Geldbetrag. Und für 1.000- oder 3.000-Euro-Anschaffungen zum Beispiel ist ja Ihr Notgroschen auf dem Tagesgeld-Konto da. Wenn Sie eine größere Summe in ein oder zwei Jahren erst benötigen, parken Sie sie auf einem Festgeld-Konto. Was Sie länger entbehren können, legen Sie am besten langfristig an – mindestens 10 Jahre, besser 15 oder 20.

4. Breit streuen

Keine gute Idee ist es, Aktien einzelner Unternehmen zu kaufen. Das ist wie Pferdewetten oder Rubbellose – es kann zwar Spaß machen, alles auf eine Karte zu setzen, das ist aber sehr riskant. Besser stecken Sie Ihr Geld in einen „langweiligen“ börsengehandelten Indexfonds (Abkürzung ETF, für den englischen Fachbegriff „exchange-traded fund“) auf einen breit streuenden Aktienindex wie den MSCI World. Schon mit 50 Euro sind Sie dann an 1.500 Firmen gleichzeitig beteiligt. Kaufen Sie solche ETFs über ein günstiges Online-Depot. Wir empfehlen Flatex* und Onvista Bank*. Sie können auch einen Sparplan einrichten, durch den automatisch ein Betrag ab 50 Euro im Monat in einen Indexfonds fließt. Einsteigen können Sie jederzeit, den besten Zeitpunkt für einen ETF-Einstieg kennt ohnehin niemand.

5. Füße stillhalten

Und wenn Sie Ihr Geld dann als ETF angelegt oder einen Sparplan eingerichtet haben? Bleiben Sie langweilig und tun Sie – nichts. Kurse fallen und steigen, das ist normal.

6. „Schlipsträgern“ ruhig mal misstrauen

Ihre Hausbank wird Ihnen statt eines ETF wahrscheinlich einen aktiv gemanagten Fonds empfehlen. Lassen Sie’s! Manager, die sich „aktiv“ um Wertpapierfonds kümmern, verdienen meist ein Heidengeld. Trotzdem „managen“ sie selten besser als der Markt. Zahlen Sie als Anleger daher nicht für die Gehälter der Fondsmanager, sondern investieren Sie in einen günstigen ETF, der nur einem vorgegebenen Aktienindex folgt.

Weder Fondsmanager, noch Banker oder Börsenexperten können in die Glaskugel schauen. Wenn sie es könnten, würden sie es wohl nicht verraten, sondern heimlich, still und leise selbst damit Millionäre werden. Denken Sie daran, wenn der nette Bankberater Sie zu einem Gespräch einlädt.

Finanztip-Redaktion
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1 Kommentar

  1. Toller Artikel, der sämtliche Bereiche richtig nennt. Wenn diese Bereiche noch aktiv in einen Plan gegossen werden, der aktiv vom Sparer/Anlger/Trader ausgeführt wird, ist es tatsächlich realistisch solide finanzielle Fortschritte zu erreichen.
    Es ist beinahe zwingend notwendig sich wie sein eigenes Geschäft zu betrachten, welches über die Zeit größere Einnahmen als Ausgaben hat.
    Wir verwenden hierzu einen iterativen Ansatz, der immer wieder analysiert und weiterentwickelt wird.

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