Frauen mit Fahrrad
Bild: LeoPatrizi / iStock.com

Immer mehr Firmen bieten ihren Angestellten ein Dienstfahrrad an, das sie auch privat nutzen können. Dabei darf es sich durchaus um ein E-Bike für einen vierstelligen Betrag handeln. Wenn der Chef in Spendierlaune ist und die kompletten Kosten übernimmt, müssen Angestellte seit Jahresanfang für den sogenannten geldwerten Vorteil weder Lohnsteuer noch Sozialversicherung bezahlen.

Doch der häufigste Fall ist, dass der Arbeitgeber Firmenräder für die geschäftliche und private Nutzung least und der Mitarbeiter sich an den Kosten beteiligt. Der Angestellte übernimmt einen Teil der monatlichen Leasingrate, indem etwas von seinem Gehalt umgewandelt wird – so spart er Lohnsteuern und Sozialabgaben. In Folge muss der Mitarbeiter bislang allerdings 1 Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat versteuern. Das kommt teuer.

Ein gleichlautender Erlass aller obersten Finanzbehörden von vergangener Woche sorgt nun für Besserung: Bekommen Sie von Ihrem Arbeitgeber ein Dienstrad erstmals in diesem Jahr oder bis Ende 2021, dann wird als geldwerter Vorteil nur der halbe Listenpreis angesetzt. Das reduziert Lohnsteuer und Sozialabgaben, wodurch das Firmenradmodell sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber attraktiver wird. Berechnungsbeispiele finden Sie im Ratgeber Dienstfahrrad.

Udo Reuß
Autor

Stand:

Steuerredakteur bei Finanztip Verbraucherinformation GmbH - ein Unternehmen der Finanztip Stiftung, Berlin. Zuvor hat der Diplom-Kaufmann mit Schwerpunkt Steuerrecht für verschiedene Wirtschafts- und Fachverlage wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media geschrieben – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht Udo die relevanten Urteile für Steuersparer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren unabhängig recherchierten Empfehlungen möglichst viele Menschen erreichen und ihnen mehr finanzielle Freiheit ermöglichen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Internet verfügbar. Unsere aufwendige redaktionelle Arbeit finanzieren wir so:

Unsere unabhängigen Experten untersuchen regelmäßig Produkte und Dienstleister. Nur wenn sie dann ein besonders verbraucherfreundliches Angebot empfehlen, kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Solche Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*). Geld erhalten wir, wenn Du zum Beispiel diesen Link klickst oder beim Anbieter dann einen Vertrag abschließt. Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.

Mehr zu unserer Arbeitsweise liest Du hier.