Banking-App der DKB
Foto: Rüdiger Wölk / Imago

Die DKB ändert die Karten und Gebühren zu ihrem Girokonto. Ab dem 10. November erhalten Neukunden nicht mehr automatisch eine Girocard (früher: EC-Karte) zum Konto. Wer eine Girocard benötigt, kann sie zwar immer noch bestellen, muss aber knapp 1 Euro im Monat dafür zahlen.

Hauptkarte zum Konto ist ab November eine kostenlose Visa-Debitkarte. Der Unterschied zur bisherigen Visa-Karte mit „credit“-Aufdruck: Das Geld wird – wie bei der Girocard – zeitnah abgebucht statt gesammelt einmal im Monat wie bisher. Das bringt Dir zwar mehr Kontrolle über Deine Finanzen, kann aber Ärger beim Mietwagenverleih machen, da die Karte beim Abholen des Autos nicht immer und überall akzeptiert wird – hier eine Liste dazu.

Möchtest Du weiterhin eine Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung haben, weil Du viel unterwegs bist, musst Du sie für rund 2,50 Euro monatlich hinzubuchen. Für Kunden, die für Hotel- und Mietwagenbuchungen eine echte Kreditkarte benötigen, wird es mit den neuen Konditionen also teurer. Besser ist es dann, sich zum Konto eine kostenlose Kreditkarte eines anderen Anbieters zu holen, etwa die Genialcard* der Hanseatic Bank oder die Barclays Visa*. Bei diesen solltest Du aber die Teilzahlungsfunktion abschalten.

Girocard für Bestandskunden weiter kostenlos

Bestandskunden informiert die DKB seit diesem Montag über die Änderungen: Von den Gebühren für die Girocard sind sie nicht betroffen. Ihre Karte wird auch weiterhin kostenlos verlängert, wenn sie abläuft.

Die neue Kreditkartenregel gilt aber auch für alte Kunden: Im Januar und Februar erhalten sie voraussichtlich die neuen Visa-Debitkarten; wer die neue Kreditkarte im Briefkasten hat, kann noch eine Weile die alte nutzen. Nach zehn Wochen deaktiviert die DKB dann die alte Kreditkarte, sofern Du sie nicht im Online-Banking kostenpflichtig verlängert hast.

Übrigens: Wer vor dem 10. November neu zur DKB* kommt, gilt noch als Bestandskunde.

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Josefine Lietzau
Autor

Stand:

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.

18 Kommentare

  1. Die DKB schein doch DV-technisch eine „BastelBank“ zu sein.
    Für ein zweites Konto haben die mir zwar diese sogenannte DEBIT-Karte -da muss ein NichtBankmensch erst mal den Brockhaus bemühen was ein Debitor ist- zugeschickt, aber keinerlei Hinweise auch nicht im onlineServicemenü, wie man eine zu diesem Kono passende Girokarte erhalten / beantragen kann.
    Den Mobilfunkwahnsinn machen wir in unserer Familie nicht mit und es zeugt auch von einer unglaublichen Überheblichkeit dieser NeubankDVyuppies, dass diese meinen, jeder muss diesen (überwiegenden) Schwachsinn mitmachen. Und wenn ich dann in den Anschreiben auch noch geduzt werde bekomme ich einen dicken Hals – ich habe mit keinen von diesen Superbankmenschen geschussert!

  2. Hallo zusammen, heute haben wir von der DKB erfahren, dass die Girocard nicht automatisch verlängert wird, wenn sie selten zum Einsatz kommt, und mit 10€ zu Buche schlägt, will man das chipTAN Verfahren weiter nutzen. Alternativ bieten sich die mittlerweile 3 DKB Apps an, von denen leider zwei nicht richtig auf dem Handy meiner Frau laufen. Heißt: Aktuell kann sie keine Überweisungen vom DKB Girokonto tätigen. Das ist alles in allem nicht sehr zufriedenstellend

    1. Seufz. Ging mir genauso, ich bin immer noch ausgesperrt, allerdingt scheint nicht die Nutzungshäufigkeit, sondern das Ablaufdatum der Girocard entscheidend, ob evtl. doch KEINE neue Girocard automatisch an Altkunden verschickt wird.

      Leider hatte ich nicht bemerkt, dass meine Girocard zum 31.12.2021 ablief und komm als Resultant nun keine Transaktionen mehr ausführen. Zum Zahlen hab ich die Girocard tatsächlich nie genutzt, wohl aber permanent für chiptan zum Onlinebanking.
      Bei einem Familienmitglied lief die (ebenso ungenutzte) Girocard im November ab, da wurde aber noch kommentarlos automatisch eine neue verschickt.

      Das mit den 3 Apps ist krank. Die neueste Bankingapp kann weiterhin nicht alles, die ältere Bankingapp wird auch als zweiter Faktor für den Login per PC genutzt, aber leider nicht für Transaktionen am PC, dazu ist wiederrum die dritte App da.
      Wer denkt sich so einen Blödsinn aus?

      Leider muss man für die dritte App als ein Altkunde, dem chiptan durch diese planlose Umstell-Aktion kommentarlos abgeklemmt wurde, aber erstmal proaktiv einen neuen Onlinevertrag auf Papier ausfüllen, damit man einen Aktivierungsbrief dafür bekommt. Wäre ja auch zu viel verlangt, wenn die bei 8 Mio Kunden vorab erst kurz prüfen, wer nur chiptan als zweiten Faktor aktiv hatte, bevor die alte Girocard abgeklemmt wird. Da hätte man dem Alt-Kunden ja mal per mail informieren können, dass er selber aktiv werden muss.

      Deswegen ganz besonders aufpassen als Altkunde in diesem Umstellungschaos, wann genau die Girocard abläuft! Weil da kommt unter Umständen nicht automatisch eine neue an Altkunden.

      Für Altkunden mit viel Barvermögen könnte es kostenseitig auch Sinn machen, die nun kostenpflichtige Charge-Kreditkarte zu behalten, weil da ja ein zweites Konto dranhängt, für dass wohl erneut der Freibetrag für die Verwahrzinsen gilt. Die neuere kostenfreie Debitkarte hat hingegen kein Extrasparkonto mehr dranhängen. Wer nicht aufpasst, verliert bei Kündigung der alten Kreditkarte auch 100k, 50k oder 25k Verwahrzins-Freibetrag, je nachdem welchen Freibetrag man laut Vertrag bisher pro Konto hat.

      Ich glaub, dass die da 10€ nicht wegen chiptan verlangen, sondern weil die auf diese Altkunden-Konstellation bisher vom Prozess nicht vorbereitet sind und das als Kartenverlust abwickeln. Weil 10€ zahlt man auch bei Kartenverlust, meine ich.

      Alles in allem das erste Mal überhaupt, dass mich eine Bank proaktiv ausm Konto ausgesperrt hat (und mein Konto wird abgesehen von der Girocard reichlich genutzt).

  3. Hallo Frau Lietzau,
    danke für den Artikel!
    Man wird nun beim Einloggen ins Online-Banking aufgefordert den neuen Bedingungen zuzustimmen.
    Sollte man dies tun? Bzw. was wird passieren, wenn man es nicht wie gefordert bis zum Jahresende tut?
    Danke für eure Empfehlung und Einschätzung
    Patrick

  4. Gilt der Freibetrag von 50 K dann als Gesamtvermögen, oder kann ich jeweils 50 K auf dem Girokonto und auf der Kreditkarte lagern, ohne Strafzinsen zu bezahlen?

  5. Vielen Dank Frau Lietzau für den Beitrag! Ich habe noch eine Frage zur kostenlosen Verlängerung der Girocard, nachdem sie abgelaufen ist.

    ´´Bestandskunden informiert die DKB seit diesem Montag über die Änderungen: Von den Gebühren für die Girocard sind sie nicht betroffen. Ihre Karte wird auch weiterhin kostenlos verlängert, wenn sie abläuft.´´

    Können Sie mir bitte die Quelle nennen? Finde diese Information nirgendwo.

    Vielen Dank.

      1. Moin zusammen,
        dazu hatte ich auf Anfrage bei der DKB per Mail vor wenigen Tagen eine andere Antwort erhalten. Mir konnte nicht mitgeteilt werden, wie es nach Ablauf der Girocard damit weitergeht. Allerdings war bei mir der Kontext Girokarte und Login/Tangerät. Vielleicht hat jemand dazu mehr Infos, wie ein Einloggen bei der Bank ohne Handy nach Abschaffung des chipTan Verfahrens funktionieren soll, falls man die neue „GiroDebit-Kreditkarte aktiviert“.

        1. Hallo zusammen,
          gestern habe ich die Auskunft (per Telefon) erhalten, dass meine im Dezember auslaufende Girokarte nicht automatisch verlängert würde (obwohl ich Aktivkunde bin), da ich sie nicht (oft genug) genutzt hätte… Wie/ob ich dann ab Januar noch ChipTAN nutzen kann, konnte mir aber nicht gesagt werden.
          Eine schriftliche Anfrage läuft jetzt.

  6. Ich bin seit 10 Jahren Kunde Ihrer Bank. Fallen ab 1.10.2021 Gebühren an, wenn monatliche Beträge unter 700 € eingezahlt werden?
    Und ab welchem Betrag zahle ich Negativzinsen?
    Viele Grüße
    Karin Schleicher

  7. Liebes Team, danke für den informativen Artikel. Leider wird für mich (als Bestandskunde der DKB) noch nicht klar, was genau passiert (sollte ich nichts tun).

    Ich habe weiterhin die Giro-Card und zahle auch nichts dafür?
    Dafür verliere ich meine Visa-Kreditkarte, welche durch die Debit-Karte ersetzt wird? – Und ab wann gilt das genau? (ab 01.11.?)

    Wäre klasse wenn ihr nochmal eine Zusammenfassung ergänzt und was für Bestandskunden zu tun ist (oder auch nicht).

    1. @Peter: Leider ist noch vieles unklar aber man wird jetzt bereits unmittelbar nach dem Einloggen von der DKB aufgefordert die neuen Bedingungen zu akzeptieren (noch bevor man sie im Postfach lesen kann).
      Es scheint so zu sein dass die neuen Karten zwischen Jan-Mai 2022 ausgegeben werden. Als Bestandskunde kann man (zumindest vorläufig) seine Giro Card behalten (mit der neuen Debit-Karte scheint das Chiptan-Verfahren nicht mehr unterstützt zu werden!). Die Debit-Karte wird erst nach Aktivierung (wie??) aktiv was auch bedeutet, dass man den Vertrag annimmt. ca. 10 Wochen nach Erhalt der Debit-Karte muss man sich auch entscheiden ob man die VISA-Kreditkarte weiterhin (kostenpflichtig!) nutzen will. Das gilt auch als Bestandkunde. Will man das nicht, wird anscheinend das evtl. vorhandene Guthaben auf das Girokonto übertragen.
      Was mit VISA-Tagesgeld passiert ist mir noch unklar und wird bisher nicht kommuniziert. Überhaupt ist die Aufklärung/Transparenz schwach. Man hätte zuvor einen umfassenden FAQ-Bereich zu diesem Thema schalten müssen anstatt 36 Seiten PDF ins Postfach zu knallen.

  8. Aus 3,8%-Zeiten habe ich die Gewohnheit, auf der Kreditkarte Geld liegen zu haben. Ändert sich da etwas, wenn ich nun eine Debit-Karte bekomme? Aufgrund der aktuellen Zinsfreiheit macht es für mich nämlich keinen Unterschied, ob das Geld auf dem Girokonto oder der Kreditkarte liegt…

    1. Hallo Jan,

      die Debitkarte greift auf das Geld auf dem Girokonto zu. An sich kannst Du da Geld liegen lassen, denk aber in solchen Fällen daran, dass bei höheren Summen womöglich Negativzinsen anfallen.

      Viele Grüße,
      Josefine Lietzau

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