E-Scooter auf der Straße
Bild: Christoph Soeder / dpa

In einigen Wochen werden die ersten kleinen Elektro-Tretroller legal im Straßenverkehr unterwegs sein. Solche Roller eignen sich beispielsweise für den Weg zur Haltestelle. In Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln bieten E-Scooter also eine neue, preiswerte Alternative zum Auto.

Doch wer jetzt sofort einen E-Tretroller anschaffen will, den müssen wir leider etwas bremsen: Von den aktuell verkauften Modellen entspricht fast keines den Zulassungsregeln. Warten Sie daher unbedingt, bis es Modelle mit gültiger ABE (allgemeiner Betriebserlaubnis) gibt. Erst ab Ende Juni werden vermutlich regelkonforme E-Scooter in größerer Zahl erhältlich sein.

Und auf diese Regeln haben sich nun Bund und Länger geeinigt: Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein; Führerschein und Helm sind nicht vorgeschrieben. Elektro-Tretroller dürfen maximal 20 km/h schaffen und müssen auf dem Radweg fahren – wo es keinen gibt, auf der Straße.

Im Gegensatz zum E-Bike fahren E-Roller ganz ohne Muskelkraft, nachdem der Fahrer sein Gefährt einmal angetreten hat. Deshalb gelten E-Tretroller als Kraftfahrzeuge, für die eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben ist.

Ähnlich wie beim Moped müssen Sie jährlich die Versicherung erneuern. Die Preise werden um die 40 bis 80 Euro liegen. In eine bestehende Kfz-Versicherung lässt sich der Roller nicht integrieren.

Sobald genügend Tarife auf dem Markt sind, werden wir klären, wo Sie sich günstig versichern können.

Daniel Pöhler
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Stand:

Daniel Pöhler war bis Ende 2020 Co-Pilot im Newsletter-Team und gelegentlich als Mobilitäts-Experte von Finanztip unterwegs. Daniel hat Betriebswirtschaft studiert und bei einem Fachmagazin für Telekommunikation volontiert. Seine ausgeprägte Leidenschaft für gute Sprache hatte ihm einen weiteren Job bei Finanztip eingebracht: den des stellvertretenden Textchefs.

2 Kommentare

  1. Werte Redaktion, wenn ich mich so umsehe, werden die eRoller der Verleiher in Berlin von einer großen Anzahl von Jugendlichen unter 18 genutzt. Auch.von meinem 16 Jährigen Sohn. Das ist ja von der StVO.wohl kein Problem. die AGB der Verleiher fordern ein Mindestalter.von 18 Jahren. Wer haftet hier bei einem Unfall von einem Minderjährigen? Im Zweifelsfall fordert die Versicherung wegen Verstoß gegen die AGB Regress. Haftet der 16 Jährige? oder ich als Eltern.? ggf Private Haftpflicht?
    Danke für Aufklärung. Die Schäden können ja nicht unerheblich sein.

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