BMW i3
Bild: Tramino / GettyImages

Wenn Du ohnehin ein neues Auto kaufen oder leasen willst, ist jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt. Neue Prämien für Autos mit Verbrennungsmotor wird es zwar erstmal nicht geben. Das ist ein Ergebnis des „Autogipfels“ vom Dienstag. Einen Kaufbonus kannst Du dennoch mitnehmen: Wenn Du dich für ein Elektro- oder Hybridfahrzeug entscheidest. Bis zu 9.000 Euro Förderung gibt es für reine E-Autos, höchstens 6.750 Euro für Plug-in-Hybride. Nachdem die Bundesregierung den Zuschuss im Sommer bis Ende 2021 erhöht hat, wurden im August fast 23.000 Förderanträge gestellt – ein neuer Rekord. Wenn das so weitergeht, reicht der Fördertopf voraussichtlich noch etwa zwei Jahre.

Der Kauf eines E-Autos lohnt sich vor allem, wenn Du das Auto zu Hause laden kannst. Außerdem bist Du als E-Autobesitzer zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Nachdem das Auto auf Dich zugelassen wurde, kannst Du die Kaufprämie beantragen. Das machst Du online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Das Amt prüft die Unterlagen und überweist Dir dann die Prämie.

Beim Bafa findest Du auch eine Liste der förderfähigen Automodelle. Das Geld gibt es übrigens auch für junge Gebrauchte. Voraussetzung: Das Auto wurde nach dem 4. November 2019 für maximal zwölf Monate erstzugelassen und hat höchstens 15.000 Kilometer auf dem Tacho.

Um neben der Kaufprämie auch von der gesenkten Mehrwertsteuer bis Jahresende zu profitieren, solltest Du Dich beeilen. Insbesondere bei einigen günstigen Modellen gibt es derzeit lange Lieferzeiten. Schau Dich also auch nach Fahrzeugen um, die schon in einem Autohaus parat stehen.

Mehr dazu in unserem Ratgeber.

Julia Rieder
Autor

Stand:

Julia Rieder kümmert sich als Redakteurin um Versicherungsthemen. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

3 Kommentare

  1. Hallo, ihr schreibt: „Wenn das so weitergeht, reicht der Fördertopf voraussichtlich noch etwa zwei Jahre.“ Wie kommt ihr darauf? Ich habe Rechnungen von anderen gesehen (Robin-tv, Nextmove und andere), die prognostizieren, dass der Fördertopf schon nächsten Sommer leer sein wird. Es wird zwar vermutet oder gehofft, dass aufgestockt wird, doch genau das ist explizit (noch) nicht vorgesehen.

    Gruß, Hans

    1. Lieber Hans,
      das Bundesfinanzministerium hat 2020 für den Umweltbonus und die Innovationsprämie 790 Millionen Euro bereitgestellt. 2021 stehen 1,6 Milliarden Euro bereit. Hinzu kommt jeweils der Herstelleranteil, der aktuell ein Drittel zur Prämie beiträgt. Im Juli und August 2020 wurden zusammen rund 42.000 Anträge gestellt. Bislang wurde die Prämie zu 63% für ein Elektroauto beantragt, zu 37 Prozent für ein Hybrid-Auto. Als durchschnittliche Prämie haben wir mit 8.000 Euro gerechnet. Damit sollten die Fördermittel für die letzten vier Monate 2020 reichen und auch für das Gesamtjahr 2021 (bei durchschnittlich 8.000 Euro und 23.000 bewilligten Anträgen pro Monat reicht es 13 Monate).
      Die Innovationsprämie ist befristet bis 31. Dezember 2021. Danach gelten wieder die Fördersätze bis maximal 6.000 Euro. Für den Umweltbonus wurden insgesamt 2 Milliarden Euro versprochen. Das Geld muss für 2022 im Haushalt noch ausgewiesen werden. Das sollte aber nur eine Formalie sein.
      Viele Grüße
      Ines von Finanztip

  2. Ich finde den Finanztip ausserordentlich sehr gut doch es müßten noch mehr Themen
    sich darin befinden – Autoversicherungen ,Rechtschutz versicherungen ect.
    Natürlich versuche ich neue Interessenten für den Finanztip zu gewinnen da ich selbst
    von ihm überzeugt bin und ihn auch jahrzenhntelang abbonnierte hatte bis ich umgezogen
    bin und derzeit sehr oft auch im Ausland lebe .

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