ETF-Kosten
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Finanztip empfiehlt börsengehandelte Aktien-Indexfonds (ETFs), weil Sie damit transparent und kostengünstig in einen großen Aktienkorb investieren können. Aus vielen Lesermails wissen wir aber, dass nicht immer klar ist, welche Kosten genau beim ETF anfallen und wo sich diese bemerkbar machen.

Am wichtigsten bei ETFs ist die Gesamtkostenquote, englisch Total Expense Ratio (TER). Sie umfasst die pauschalen Gebühren, die der ETF-Anbieter dafür bekommt, dass er Aktien verwahrt und verwaltet und Informationen für Anleger zusammenstellt. Dazu kommen die Mehrwertsteuer und andere kleinere Gebühren. Die TER finden Sie auf der Website des ETF-Anbieters oder im Wertpapierprospekt.

Je nachdem wie schwierig es ist, den Originalindex mit den enthaltenen Aktien oder anderen Wertpapieren nachzubilden, liegt die TER von ETFs zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr. ETF-Anbieter ziehen die TER monatlich oder vierteljährlich vom Fondsvermögen ab. Dazu kommen noch Transaktionskosten.

Bei der TER liefern sich ETF-Anbieter zunehmend einen Preiskampf. Denn viele Anleger versprechen sich eine höhere Rendite mit niedriger TER. Das muss aber nicht so sein: Finanztip-Berechnungen haben gezeigt, dass sich vergleichsweise teure ETFs zum Teil besser im Wert entwickelt haben als günstige.

Das hat mehrere Gründe: ETF-Anbieter haben neben den Kosten weitere Möglichkeiten, Renditepunkte gutzumachen, etwa über Steuererstattungen, über die Art der Nachbildung des Index oder durch den Verleih ihrer Aktien. Wie das funktioniert, beschreiben wir genauer im Ratgeber ETFs.

Zum Ratgeber

Sara Zinnecker
Autor

Stand:

Sara Zinnecker war bis Juni 2020 Finanztip-Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

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