Online shoppen
Bild: Central IT Alliance / iStock.com

Künftig kann es sich lohnen, beim Online-Einkaufen auch nach den Preisen in den europäischen Filialen des heimischen Online-Händlers oder bei der EU-Konkurrenz nachzusehen. Die Preise in Frankreich, Polen oder anderswo können deutlich niedriger sein als im deutschen Onlineshop. Aspirin zum Beispiel kostet in Griechenland knapp ein Drittel. Anbieter dürfen Online-Einkäufe im EU-Ausland bald nicht mehr technisch verhindern.

Das sogenannte Geoblocking ist voraussichtlich ab Ende 2018 verboten. Das hat das EU-Parlament in dieser Woche beschlossen und der Ministerrat ist gefolgt. Haken an den neuen Regeln: Onlinehändler sind weiterhin nicht verpflichtet, in alle EU-Länder zu liefern. Besteht der Kunde auf den Kauf, kann es sein, dass er die Lieferung selbst organisieren oder die Ware abholen muss. Auch dürfen Händler in „begründeten Ausnahmefällen“ ausländischen Kunden einen Preisaufschlag berechnen. Wer sich diskriminiert fühlt, kann sich an eine Schlichtungsstelle wenden, die jedes EU-Land einrichten muss.

Die geplante Verordnung gilt übrigens nicht für digitale Medien wie Filme, Computerspiele und E-Books.

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