Wartende Bahnreisende
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Bei der Bahn läuft’s gerade nicht rund. Mit dem Fahrplanwechsel am vergangenen Wochenende kamen etliche Züge aus dem Takt. Unter anderem auf der neuen Schnellstrecke zwischen Berlin und München (planmäßig unter 4 Stunden) gab es zahlreiche Pannen. Besonders peinlich: Die Jungfernfahrt mit der Kanzlerin hatte zwei Stunden Verspätung.

Die Bahn entschuldigte sich dafür auf besondere Art: Sollte es bis Jahresende auf der Strecke Berlin–München zu Verspätungen von mehr als einer Stunde kommen, erhalten die Fahrgäste den kompletten Fahrpreis erstattet – und zusätzlich einen Bahngutschein in Höhe von 50 Euro. Fahrgäste können hierzu die kostenlose Rufnummer 0800 0 60 70 60 anrufen oder eine E-Mail an kundendialog-nbs@dbdialog.de senden.

Das geht deutlich über die gesetzliche Regelung hinaus. Allerdings will die EU-Kommission die Regeln lockern: Fällt ein Zug aus oder kommt zu spät, weil es etwa stürmt oder schneit (höhere Gewalt), dann sollen Fahrgäste nichts mehr vom Fahrpreis erstattet bekommen. Das Gleiche gilt für Streiks.

Eine klare Schwächung Ihrer Rechte als Verbraucher! Noch hat sich die Bundesregierung nicht festgelegt, ob sie die Reform unterstützt. Sie können Ihrem Wahlkreis-Abgeordneten schreiben, was Sie von den Plänen halten.

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Daniel Pöhler
Autor

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Daniel Pöhler war bis Ende 2020 Co-Pilot im Newsletter-Team und gelegentlich als Mobilitäts-Experte von Finanztip unterwegs. Daniel hat Betriebswirtschaft studiert und bei einem Fachmagazin für Telekommunikation volontiert. Seine ausgeprägte Leidenschaft für gute Sprache hatte ihm einen weiteren Job bei Finanztip eingebracht: den des stellvertretenden Textchefs.

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