Schon wieder wer am Spiegel hängengeblieben.
Schon wieder wer am Spiegel hängengeblieben. Bild: David_Sch / iStock.com

In der Theorie ist es ganz klar: Nach einem Verkehrsunfall sind die Beteiligten verpflichtet, vor Ort zu bleiben, bis alles gemeldet wurde. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Fast 31.000 Verkehrsteilnehmer wurden 2018 wegen „unerlaubtem Entfernen vom Unfallort“ verurteilt.

Die Zahl der Fälle von Fahrerflucht nimmt nach einem leichten Rückgang wieder zu. Sehr oft geht es um abgefahrene Rückspiegel, Beulen oder andere Schäden am Auto. Viele Opfer bleiben auf den Kosten sitzen: Die eigene Kfz-Versicherung springt nur ein, sofern eine Vollkasko abgeschlossen wurde.

Doch selbst dann kann es günstiger sein, den Schaden selbst zu regulieren. Bis zur Grenze der Selbstbeteiligung müssen Sie als Versicherter ohnehin aus eigener Tasche aufkommen (wir empfehlen in der Vollkasko eine Selbstbeteiligung von 300 Euro). Gravierender aber ist, dass Sie hochgestuft werden, wenn Sie auf die Versicherung zurückgreifen. Ja, richtig gehört – obwohl der andere abgehauen ist, wird Ihre Versicherung teurer!

Rechnen Sie daher immer nach: Wie hoch die Rückstufung ausfällt (wie viele schadenfreie Jahre Sie also verlieren), steht in Ihren Versicherungsbedingungen. Einmal selbst Geld in die Hand nehmen kann günstiger sein, als jahrelang höhere Prämien zu zahlen.

Viel schlimmer ist es, wenn Sie verletzt werden. Mit Schmerzensgeld oder Erstattung von Verdienstausfall können Sie dann nicht rechnen. Nur in ganz schweren Fällen springt die Verkehrsopferhilfe ein.

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