Foto von einem Air Berlin Flugzeug
Bild: iStock-Rathke /iStock.com

Haben Sie einen Flug direkt bei einer Airline mit Kreditkarte bezahlt und das Unternehmen geht pleite, können Sie sich das Geld zurückholen – mit dem sogenannten Chargeback-Verfahren. So lauten die Regeln der Kreditkartenfirmen. Doch einige Leser haben uns berichtet, dass sie Mahnungen von Air Berlin erhielten, nachdem sie erfolgreich die Zahlung reklamiert hatten. In dem Schreiben werden die Kunden aufgefordert, das Geld für einen Flug zu überweisen – der aber nie stattgefunden hat.

Wir haben den Insolvenzverwalter von Air Berlin gefragt, wie das sein kann – und können Entwarnung geben: Die Mahnungen seien beispielsweise für Kunden gedacht, die ihre Flüge noch wahrnehmen konnten und das Chargeback-Verfahren missbräuchlich genutzt hätten. Dabei seien „vereinzelt Kunden versehentlich angemahnt worden“. Diese Mahnungen seien gegenstandslos.

Nach den Regeln von Visa und Mastercard trägt der Kunde, der mit Karte zahlt, nicht das Risiko für eine Insolvenz. Es ist die Bank der Fluglinie, die sich auf das Insolvenz-Risiko vorbereiten muss. Das machen die Banken zum Beispiel, indem sie Gebühren verlangen, Versicherungen abschließen oder gar über Finanzinstrumente, die auf die Insolvenz ihres Kunden wetten. Fluggesellschaften haben diesem Konzept vertraglich zugestimmt, indem sie Kreditkartenzahlungen akzeptierten.

Falls auch Sie nach erfolgreichem Chargeback eine Zahlungsaufforderung von Air Berlin erhalten haben, warten Sie ein paar Tage ab; wahrscheinlich kommt ein Korrektur-Schreiben. Falls nicht, weisen Sie Air Berlin auf den Fehler hin. Und schreiben Sie uns gerne, wie das bei Ihnen ablief.

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Josefine Lietzau
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Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.

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