Die Aktienrente heißt jetzt Generationenkapital – und soll ab 2037 den Beitragssatz zur gesetzlichen Rente stabilisieren. Der Plan des Bundesfinanzministers: Der Fonds startet mit 10 Mrd. €, bis 2037 kommen jährlich weitere 10 Mrd. € dazu. Das Problem: Um den Beitragssatz um nur 1% zu korrigieren, sind laut Rentenversicherung aktuell 17 Mrd. € pro Jahr nötig. Außerdem soll der Fonds ab 2037 auch nicht wieder schrumpfen und man braucht einen Sicherheitspuffer. Orientiert man sich am KENFO, dem staatlichen Atomfonds, könnte man jährlich 3% entnehmen. Damit diese 3% die nötigen 17 Mrd. € ergeben, bräuchte das Generationenkapital bis 2037 ein Volumen von 568 Mrd. € und dafür eine durchschnittliche Rendite von 17% pro Jahr bis 2037. Zum Vergleich: Der weltweite Aktienindex MSCI World schaffte seit 1975 über einen Zeitraum von 15 Jahren im Schnitt immer „nur“ knapp 8% Rendite pro Jahr. Ob das Generationenkapital mit seinem geplanten Volumen wirklich etwas zur Stabilisierung beitragen kann, bleibt also erstmal abzuwarten.

Was Dir das Generationenkapital bringt und was es mit dem KENFO zu tun hat, erfährst Du in unserem Ratgeber.

Emil Nefzger
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