Dein Finanztip-Team
Dein Finanztip-Team

Ihr habt uns über 500 E-Mails geschrieben zur Umstellung unserer Ansprache von „Sie“ auf „Du“. Vielen Dank für Euer Feedback! Positives wie negatives. Wir nehmen uns das zu Herzen. Unser Chefredakteur Hermann beantwortet zurzeit Eure Mails persönlich. Das kann allerdings etwas dauern.

„Ihre neue Anspracheform finde ich indiskutabel! Wozu soll das gut sein? Es wirkt anbiedernd. Haben Sie das als seriöse Redaktion nötig?“

„Eine so seriöse Einrichtung wie Finanztip hat doch eine solch anbiedernde, schleimige Diktion nicht nötig.“

Wir stehen als Redaktion für sorgfältige Recherchen und seriösen Journalismus. An unserer Arbeitsweise hat sich durch die neue Ansprache nichts geändert – und wird es auch nicht! Wir denken als Redakteure und Experten nun noch einen Augenblick länger nach, wie wir Euch die besten Lösungen so aufbereiten, dass Ihr sie sofort besser nutzen könnt.

„Für meinen Geschmack habt ihr mit dieser Ansprache genau den richtigen Ton getroffen. So kann ich auch viel besser euren exzellenten Newsletter meiner Tochter schmackhaft machen.“

„Das bisherige ‚Sie‘ hat sich für mich schon länger falsch und merkwürdig angefühlt. Daher gibt es von mir einen kräftigen Applaus für diese Umstellung. Besten Dank für viele wertvolle Ratschläge und auch für die Tonlage in euren Artikeln.“ 

Vielen Dank für das Lob! Genau das haben wir uns als Ziel gesetzt: Dass möglichst viele Menschen etwas von unserem Newsletter haben. Wir glauben, dass wir das Ziel mit dem „Du“ auf Dauer besser erreichen können.

Finanztip unterstützt Leser, Nutzer, Zuschauer und Hörer mittlerweile auf vielen Kanälen: hier im Newsletter, auf der Website, auf Youtube, in den Podcasts, auf Instagram und Facebook. In vielen dieser Kanäle gab es praktisch nie ein „Sie“. Ständig zwischen „Du“ und „Sie“ zu wechseln, das kam uns zuletzt immer seltsamer vor.

Falls wir Dich damit noch nicht überzeugen konnten: Gib uns die Chance, Dir zu beweisen, dass wir von Finanztip uns treu geblieben sind. Wir stehen auf Deiner Seite – auf der Seite der Verbraucher.

 „Der Newsletter ist *kein* Gespräch unter Freunden.“

„Zu einer seriösen Beratung brauche ich keinen Freund, sondern einen Fachmann.“

Wir glauben nicht, dass sich das ausschließt. Fachmänner und -frauen für Finanzen sind wir seit rund sieben Jahren für Euch. Freut sich nicht jeder über Fachleute im Freundeskreis? Aber wir wollen keinen Freund ersetzen. Wir wollen für Euch wie ein Freund sein, soweit es um Eure Fragen zu Geld-Themen geht – eben kompromisslos auf Eurer Seite stehen. Unser Anspruch ist: Ihr sollt Euch auf uns verlassen können.

„Es geht hier um Marketingzwecke, nichts anderes.“

„Diese Anbiederei wie in der Werbung mag ich nicht.“

Wir wollen Euch nichts andrehen. Finanztip ist nicht gewinnorientiert, sondern Teil einer Stiftung. Werden Überschüsse erwirtschaftet, gehen diese komplett in den Stiftungszweck – der Bildung über Finanzthemen. Wir wollen aber schon, dass Finanztip und unsere Stiftung für etwas stehen. Und zwar für seriösen und persönlichen Journalismus, der jeden ermutigt und in die Lage versetzt, seine Finanzen selbst zu regeln.

Finanztip-Redaktion
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Stand:

Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Expertinnen und Experten, die völlig unabhängig für Dich recherchieren, damit Du die besten Entscheidung treffen kannst. Mehr zu unserer Arbeitsweise kannst Du hier lesen.

56 Kommentare

  1. Unfassbar unnötig und aufgeblasene Diskussion.

    Entschuldigt vorab meinen Ton. Aber bei all dem Nonsens, den man hier z.T. lesen muss, beginnt einem ja das Blut in den Adern zu kochen 😀 Da kann ich meinen Schwachsinns-Beitrag nicht zurückhalten. 😛

    Wie kann man denn so verblendet und bescheuert sein und sich über die Anrede eines kostenlosen und inhaltlich fabulösen Newsletters aufregen? Auf welchen Rechenschiebern seid ihr bitte sitzen geblieben, dass euch das ein Kommentar wert ist bzw. ihr euch darüber echauffieren müsst?

    All ihr Dieter Frantzes (sorry, dich lese ich da oben gerade noch) – herzlich willkommen im Internet! Das ist ein beschissen anonymes Instrument, bei dem du nie weißt woran du bist. Und wenn ihr das Gefühl habt hier betrogen und unseriösen Blödsinn lesen zu müssen, dann geht einfach!

    Diese Entscheidung aber auf Grundlage der Anrede zu treffen ist einfach nur lächerlich und hirnverbrannt. Unglaublich.

    Und wer diese Diskussion aus Respekt-Gründen oder auf Basis „kultureller Errungenschaften“ führt, scheint auch nichts verstanden zu haben und ist in meinen Augen einfach nur ein aufgeblasenes Etwas, das deutlich zu viel von sich hält bzw. selbst keinerlei Respekt bei sich trägt. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass man eine solche Einrichtung derart angehen muss. Ja wir sind wohl deutlich schneller beim „Du Arschloch“. Spüre ich auch gerade. Fühlt sich aber auch gleich viel ehrlicher an.

    IHR seid auf Finanztip zugegangen und IHR seid ihnen freiwillig gefolgt. Und ich gehe ganz stark davon aus, dass das nicht aufgrund der Anrede auf der Website geschehen ist – „Oh, endlich mal wieder eine Seite die mich siezt – „Vertrauens-Bookmark“ ist gesetzt. Yeaha!“ Sondern womöglich, weil ihr euch gut informiert und aufgehoben gefühlt habt. Weil einfach das Ergebnis am Ende des Tages gepasst hat und nicht weil ihr dachtet „Ha! Diese kompetenten, respektvollen Menschen von Finanztip – Wahnsinn wie freundlich distanziert die heute wieder zu mir waren.“

    Wenn man das Ganze einfach etwas rationaler betrachten würde, gäbe es meiner Ansicht nach nicht einen Grund, hier irgendetwas Negatives zu zu verlieren. Aber gut – irgendwie typisch deutsch. Irgendetwas gibt es ja immer auszusetzen, sonst wären wir Deutschen auch nicht zufrieden.

    Im Grunde genommen müsste Finanztip all den Dietern und Rainern von sich aus das Abo kündigen und jeglichen Zugang zu ihren Inhalten zukünftig verwehren. Wer so kindisch und einfallslos daher kommt und dann noch von Respekt daher faselt, schreit ja förmlich nach „kindergärtlicher“ Gleichbehandlung. Wer den Wert dieser Arbeit nicht zu schätzen weiß, hat es nicht anders verdient. Leider wird das wohl nicht passieren.

    Finanztip – ihr habt uns gehört und jetzt ist gut! Beendet diese Farce und schließt diesen „Thread“.

    Und das ein Tenhagen sich hinsetzt und 500 Mails beantwortet (ob wahr oder nicht), scheint mir wenig sinnvoll bzw. verschenkte Zeit. Ich gehe davon aus, dass sich in dieser Zeit mindestens ein deutlich sinnvollerer Ratgeber oder Newsletter-Beitrag hätte schreiben lassen.
    Aber gut, das ist eure Entscheidung, wie ihr mit eurer Zeit umgeht.

    Ich ärgere mich gerade etwas über mich selbst, da ich nun auch 5 Minuten in diesen Blödsinn investiert habe und im Grunde genommen kein Deut besser bin, als die, die ich kritisiert habe. Aber naja – weg damit!

    Georg Eppinger fasst es übrigens deutlich cooler und sachlicher in obigem Kommentar zusammen. Danke dafür.

    Beste Grüße
    Kevin-Jeremy-Justin alias respektlose Generation Y/Z

  2. Sehr geehrte Damnen und Herren,

    Ich bin entsetzt, dass der in meinen Augen seriöse Finanztip meint, dem unsäglichen Trend des Duzens in Newsletters folgt. Die diskreditiert in meinen Augen den Newsletter, völlig unabhängig vom seinem Inhalt. Ich. dachte, der Finanztip hätte dies nicht nötig.

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Ich habe von meinen Eltern – beide promoviert bzw. habilitiert – gelernt, den Titel nicht zur Schau zu stellen, sondern eher auf fachliche und menschliche Anerkennung zu setzen.
      Das gleiche gilt für das Du, Respekt kommt nicht durch ein „Sie“ sondern durch Qualität und Wertschätzung!
      Das habt ihr liebes Team von Finanztip! Ich duze Euch gerne und freue mich auf den nächsten Newsletter!

  3. Das du ist für mich kein Problem, ich finde es in Ordnung, auch wenn man sich nicht persönlich kennt. Was ich aber doch etwas verstörend finde, ist die Tatsache, dass die Rechtschreibung total vernachlässigt wird, was die Großschreibung von Ihr (wird nur im Zusammenhang mit der Höflichkeitsform „Sie“ großgeschrieben, steht also im Widerspruch zum du) und Euch (wird nur im Zusammenhang mit Titeln, „Euer Hochwürden, Ihre Majestät, Ihre Exzellenz“ großgeschrieben) betrifft. Diese großgeschriebenen Formen benutzt man niemals für die Anrede im Plural beim Duzen. Das war schon vor der Rechtschreibreform falsch und ist auch heute noch falsche Rechtschreibung. Ich stolpere leider sehr häufig darüber und frage mich wirklich, ob sich Journalisten vielleicht nicht doch ein bisschen mehr um Recht-Schreibung statt um Falsch-Schreibung verdient machen sollten.
    Ahber fileicht isst Das ja ales nich soh wichdik, haubdsache Mann ferschteht EUHREN drozdehm guuten iNNhald. Als durch euch geadelt grüßt ein überzeugter „Titel-Verächter“ :-).

    1. Lieber Bernd Klötzer,

      wir legen viel Wert auf Rechtschreibung und beschäftigen auch Lektoren für den Newsletter, um das sicherzustellen.

      Es stimmt: Laut Duden werden „du“, „ihr“ und „euch“ in aller Regel kleingeschrieben. Nur im Fall der persönlichen Anrede im Brief kann diese großgeschrieben werden. Der Duden erlaubt das ausdrücklich.
      https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/Gro%C3%9F-%20und%20Kleinschreibung#D83

      Und ja, wir meinen unsere Leserinnen und Leser persönlich und verstehen den Newsletter als einen Brief. Deshalb haben wir uns für die Großschreibung entschieden.

      Mit besten Grüßen
      Matthias Urbach

  4. Liebe Finanztip Redaktion,

    ich möchte damit anfangen zu sagen, dass es Euer gutes Recht ist uns zu Dutzen. Es ist letztendlich Euer Newsletter und es sind Eure Inhalte die Ihr vermittelt.

    Des Weiteren verstehe ich jedoch die Motivation nicht. Was soll es uns, Euren Zuhörern bringen? Wenn es für Euch leichter ist somit die Beiträge zu schreiben, okay. Wenn Ihr eine junge Redaktion habt, die gerne modern und zeitgemäß agiert, dann auch gerne. Aber ich glaube nicht, dass Ihr das für uns macht.

    Ich habe in meiner beruflichen Tätigkeit viel mit Beratern zu tun. Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass es zum Du übergegangen wird oftmals wenn es nicht um wichtige Sachverhalte geht. Oftmals wenn es nur um bla bla und heiße Luft geht. Sobald die Anwälte dazu kommen sind wir wieder beim Sie.
    Vielmehr entscheint mir das eine modische Erscheinung aus Amerika und dient hauptsächlich dem überwiegend Dienstleistungsorientierter Gesellschaft bessere Karten beim Auftraggeber oder Kunden zu haben. Der Kunde hat nichts davon, außer, dass die Hemmschwelle höher ist, mit den Leute die nicht gut arbeiten ein professionelles Gespräch zu führen. Es kann nämlich sehr schnell dazu führen, dass man selber in eine unbequeme Situation geraten kann, weil man selber auf einmal uncool ist.

    Ich finde, solange es läuft, ist das Du okay und angemessen. Aber es ist immer mit Vorsicht zu genießen. Grad die, die es zu liberal nutzen tendieren sehr schnell Grenzen zu überschreiten.

    Im Falle Ihrer Redaktion und des tollen Teams: das Du ist grundsätzlich okay, weil Ihr eine tolle Arbeit leistet. Werdet aber dabei nicht zu locker, versucht ein gutes Niveau und eine hohe Qualität der Beiträge beizubehalten. Ich kann Euch aus eigener Erfahrung sagen, es wird in der modernen Welt immer schwieriger das zu tun, weil die Verbindlichkeit und der Respekt fehlt. Deshalb werdet bitte keine Botschafter der Lässigkeit und der modernen Coolness, sondern macht das aus eigener Überzeugung und nicht, weil irgendwelche Berater Euch gesagt haben, dass wenn ihr das nicht macht, seit Ihr uncool und erreicht die jungen Leute nicht mehr. Das stimmt nicht, wer sich für die Themen interessiert wird Eure Inhalte schätzen, egal, ob diese mit Du oder Sie geschrieben sind.

    Ich danke Euch für die guten Beiträge. Macht weiter so, viel Erfolg!

  5. Ich finde auch dass das „Sie“ bleiben muss ! Schliesslich geht es um Anstand und Respekt. Und das sollte nie aus der Mode kommen ! Hat der FT es wirklich nötig sich auch noch auf ein solches Niveau runterzulassen. Was bezweckt ihr damit? Ausserdem kennen wir uns nicht persönlich. Es reicht wenn ich als 60jähriger von einer 20jährigen Person in Geschäften oder Telefon mit „du“ angesprochen werde. Unerträglich !

  6. Bin 63 Jahre alt und finde das du sehr gut. Seit 2 Jahren arbeite ich in einem anderen Unternehmen und dort wurde ich mit einem „du“ begrüsst. Alles ist sehr respektvoll und viel freundlicher wie früher das blöde SIE.
    Ich kann mit einem du sehr gut leben.

  7. Liebe Redaktion,
    finde all die negativen Kommentare über euch schrecklich und insgesamt die Diskussion etwas unnötig. Mir erscheint es eine starke Polarisierung entlang der Generationengrenze zu geben, Alte möchten gesiezt werden, Junge gerne gedutzt. Klassischer Generationenkonflikt auf den die Älteren klar kommen müssen. In 30 Jahren wird es auch etwas geben auf das ich dann klar kommen muss. Bin selber 29 und finde das „Du“ geht voll in Ordnung. Kenne euch über Saidi von Youtube, super Channel, und denke dass eure Inhalte vor allem junge Menschen ansprechen. Von daher, gerne weiter so!

    1. Ja, das ist wohl ein klassischer Generationenkonflikt. Ich bin Ü-60 und finde das „Du“ echt nicht voll in Ordnung, aber damit kann ich leben. Kritischer finde ich da schon, dass z.B. im neuen Newsletter von Deinem „Chef“ und dem „Bankberater“ geschrieben wird. Das finde ich unnötig, eine Anpassung an die heutige Zeit wäre hier angebrachter. Ich arbeite im Technischen Consulting, der „Sprecher“ der Geschäftsführung ist eine Frau, und in der hiesigen Bankfiliale sehe ich auch nur Beraterinnen.

      1. Es ist schwierig! Zum einen das „/ in“ beziehungsweise die Klammer „(in)“ ist auch diskriminierend! Und generell die weibliche Ansprache diskriminiert auch 50 % der Bevölkerung. Ich halte es in jedem Fall so, dass ich bei Berufen in denen hauptsächlich Frauen tätig sind (und auch wenn ich davon ausgehe, dass Assistentinnen, die eingehenden Mails lesen) die weibliche Ansprache verwende. Da ist es mir dann durchaus schon passiert, dass der Arzt (männlich) die E-Mails liest und mir antwortet. Der hatte aber kein Problem mit der weiblichen Ansprache. Zumindest hat er dies nicht mir gegenüber geäußert.

    2. Natürlich ist diese Diskussion im Grunde unnötig: sie ändert nichts an den guten Inhalten die geliefert werden.
      Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass für viele, die in meinem Alter (64 Jahre) beziehungsweise älter sind, das „Du“ eine Ansprache zwischen vertrauten beziehungsweise befreundeten Menschen war. Dass „Sie“ war ein Zeichen von Respekt und menschlicher Distanz ebenso wie die Großschreibung in Briefen und im Schriftverkehr. Das alles verschiebt sich nun beziehungsweise wird in der Ansprache nicht mehr ausgedrückt, sondern muss mit der Wortwahl bzw. der Satzstellung zum Ausdruck gebracht werden. Dies kam für uns mit dem „Sie“ ganz automatisch!
      Dass „du“ allein ist nicht anbiedernd beziehungsweise unhöflich. das kann nur der Inhalt beziehungsweise die Wortwahl insgesamt sein.
      Ich persönlich denke: mit einem „Sie“ macht man nichts falsch: zumindest in der heutigen Zeit nicht, denn es ist noch in unseren Köpfen als eine Ansprache unter fremden beziehungsweise mit höher gestellten Personen.
      Warum also der Wechsel zum „Du“?
      Zumal in etwas so anonymen wie einem Newsletter!
      Man macht sich damit keine zusätzlichen Freunde, aber man verletzt unter Umständen eine große Gruppe von treuen Lesern!

  8. Diese Diskussion erscheint mir aufgeblasen und künstlich. Ob „Du“ oder „Sie“, für mich ist es eher eine Formalie. Entscheidend ist doch, dass beide Verwendungsformen mit Respekt gesagt oder geschrieben wird. Und diesen Respekt und die Achtung sehe ich im Finanztip gegeben.

  9. Offen gesagt: Ich finde diesen krankhaften Trend zur Gleichmacherei z. K…..! Abgesehen davon, daß nicht alle Menschen gleich, aber à priori zunächst einmal gleichwertig sind, bedeutet dieses anbiedernde „DU“ auch eine „persönliche Mißachtung“! Das „SIE“ ist das Merkmal eines respektvollen Umgangs miteinander, ICH bestehe darauf, mir von „dem anderen“ zunächst prüfend ein eigenes Urteil über dessen grundlegende Persönlichkeits-struktur bilden zu dürfen! Wenn dieses Urteil positiv ausfällt und ich einen gesellschaftslichen oder privaten Kontakt wünsche, dann biete ich ihm das „persönliche Du“ an! Er kann dieses Angebot ablehnen oder annehmen. Lehnt er es ab, habe ich keinerlei Problem damit, dies zu akzeptieren, der bestehende Kontakt wird dadurch nicht belastet. Nimmt er das Angebot an, bietet dies eine gesunde Basis, auf der sich eine verbesserte Kollegialität, eine gute Bekanntschaft, u. U. eine lebenslange Freundschaft entwickeln kann.
    Das gleiche Procedere gilt natürlich auch umgekehrt. ich habe einmal eine Situation mitbe-kommen, in ein junger Student auf einen älteren Betriebsleiter mit ausgewiesen positiver Lebensleistung zuging und sich in etwa mit den Worten „vorstellte“: Hi, ich bin xy, ich bin für die nächsten Wochen Deinem Ausbildungsteam zugeordnet, wir werden uns wohl verstehen“? Der Ausbildungsleiter musterte den jungen Mann in seinem „modischen Outfit“ und fragte ihn nach kurzem Schweigen: „Kennen wir uns?“ Antwort: „Nicht das ich wüßte, warum fragst Du?“ Antwort des Ältern: „Ich kann mich nicht daran erinnern, daß wir jemals zusammein in der Scheiße gelegen haben! Also Sie in den Windeln und ich mit meinen Kameraden in der Verfügungsbereitschaft nach der Besetzung der CSSR durch Truppen des Warschauer Pakts!“ Mehr war auch nicht zu sagen, den jungen Mann habe ich nie mehr gesehten, er hat die Ausbildung wohl an anderer Stelle oder gar nicht gemacht.
    Heute ist wohl in Vergessenheit geraten, daß die ausgewiesene Lebensleistung älterer Menschen sich auch weiterhin in einem höflichen und respektvollen Verhalten junger Menschen „den Alten“ gegenüber als Anerkennung derer Kompetenz und Erfahrung, d. h. der erworbenen Lebensweisheit älterer Menschen zeigen sollte; ihre eigene Lebensleistung müssen die jungen Menschen zunächst einmal erst noch erbringen, bevor sie später einen kritischen Vergleich und eine Bewertung zwischen den beiden Generationen ziehen können!
    Fazit: Es ist sinnvoll, bestimmte NORMEN des mitmenschlichen Verhaltens kompromißlos zu akzeptieren und zu verteidigen, gesellschaftliche Konventionen entwickeln sich in allen Gesell-schaften unterschiedlich weiter, dies aber leider noch langen nicht immer in eine gewünschte qualtitative Richtung!
    Ernst J. Marliany

    1. Sehr antiquiert und überheblich!
      Gehöre auch zur älteren Generation, aber scheine da doch deutlich moderner und zeitgemäßer zu denken …

      1. Na ja antiquiert?!
        Die gesamte heutige Zeit ist modern – wie jede Zeit. Wie man aber schon vor langer Zeit feststellte, schwappt alles aus Amerika kommende nach ca. 10 Jahren auf die alte Welt über. Wir können jetzt schon sehen, was da auf uns zukommt. Das „Du“ gehörte mit dazu und klang eben modern wie später „Kick-off“ oder heute „Jour fixe“. Ist etwas besser geworden? Nööh! Änderung zum Selbstzweck oder welchem Zweck?
        Die frühere Unterscheidung hatte damals ihren Sinn und Zweck. Ich bemängele, dass man Dinge abschafft, ehe gute und bessere Ablösungen da sind. Nur ein bißchen neue Farbe bringt es nicht, unter der Farbe muss es Verbesserungen geben. Bei einem „Du“ fällt mir auch gleich die lockere Sprache wie „eh Alter“ ein. Was bezweckt man mit dem „Du“ (und dem meist damit einhergehenden anderen Vokablen der Lockerheit), wird die Leistung besser? Nööh! Sind wir ethischer oder moralischer? Nöööh! Es fällt einem nur schwerer eine Kritik anzubringen oder zu ertragen. Offiziell möchte ich gerne zu Unbekannten eine Distanz haben und nicht direkt von jedem direkt als „Freund“ angesprochen werden. Ist man zu faul, um zu differenzieren oder um sich Mühe zu geben? Vielleicht sollten wir auch „Herr“ und „Frau“ oder „*“ einsparen und nur wie die Schweden „Hey Schmitz oder Hey Müller“ oder was auch immer sagen. Dort wird nämlich alles und jeder geduzt, wer den Hörer abnimmt, meldet sich mit dem Vornamen. Insofern brauchen wir auch keinen Nachnamen mehr, bleiben wir beim Vornamen und der Zusatz wird dann eine Nummer.
        Trotzdem, am Ende des Tages wird man auch mit einem „Du“ auf der Arbeit oder beim sonstigen Umgang NICHTS verbessern, wenn wir nicht mit Respekt miteinander umgehen. In Firmen wird weitergemoppt, privat wird man immer öfter und häufiger überrascht von Unhöflichkeit und Rücksichtslosigkeit, weil man es häufig als absichtiches Gleichmachen negativ verwendet. Ein „Du“ ist meiner Meinung nicht der Grund dafür – aber zumindest förderlicher beim Abbau von Distanz – man ist schneller beim „Du Arschloch“ – sagte man früher.
        Wichtige Themen wie Ethik und Moral bekommen durch ein allseitiges „Du“ keinen Drall in die richtige Richtung. „Du“ ist eine unwichtigere oder zumindest übertriebene Diskussion, mehr nicht.

    2. Ich finde es nicht richtig, eine Lebensleistung am Alter fest zu machen.
      als Beispiel: Ein junger Mensch der für seine allein erziehende und alkoholabhängige Mutter gesorgt hat als er selbst noch ein Kind war, hat eine enorme Lebensleistung erbracht, die weitaus größer ist als die eines Vorgesetzten in der heutige Zeit. Denn diese haben zumeist keinen Krieg erlebt.
      Und Krieg allein ist keine Leistung: es ist ein Schicksal.
      Es gibt extrem verwöhnte aber auch sehr selbstständige junge Menschen in dieser Zeit wie in anderen Generationen auch!
      Ob ein Krieg einen Menschen positiv verändert, wage ich zu bezweifeln. Oft werden die Traumata des Krieges nicht verarbeitet! Dann entsteht Überheblichkeit oder Selbstmitleid…..

  10. Guten Tag,
    Ich schätze den Inhalt Ihres Newsletters, möchte von Ihnen aber nicht geduzt werden; wir stehen in keinem persönlichen Verhältnis zueinander. Bitte ändern Sie die Anrede in Ihrem Newsletter auf das feine „Sie“.
    Viele Grüße

  11. Ein „Du“ ist die Ansprache wie am einem Stammtisch oder in einfachen blabla-„Social Media Kreisen“. Wenn es um Professionalität geht, dann wünsche ich mir ein „Sie“.
    Zu Noz kann ich auf den Newsletter verzichten, obwohl er sehr gut ist.

  12. Sehr geehrte Finanztip-Redaktion,

    ich finde das DU in einem seriösen Newsletter nicht angebracht. Damit begeben Sie sich auf das Nivau der (a-)sozialen Medien, wie Facebook, Twitter, Instagram und co., deren Geschwätz ich nicht konsumiere.

    Freundliche Grüße
    Günter Kamuff

  13. Sehr geehrte finanztip-Redaktion,
    es würde zwar schon alles erwähnt, aber da Sie an Leserfeedbacks interessiert sind:
    In Deutschland gilt generell noch immer ein „Sie“ als Anrede wenn man sich nicht kennt bzw. im offiziellen oder geschäflichen Umgang und ein „Du“ ggfs. nach persönlichen Kontakt im Freundschafts- bzw. Bekanntenkreis.
    Daher bevorzuge ich das „Sie“ als Anrede.
    Ein aufgedrängtes Du ist für mich unangemessen und unglaubwürdig, da es für mich nur eine Illusion eines Gemeinschaftsgefühls erzeugt.

  14. Ich bin 66 und bin sehr erstaunt, worüber man sich aufregen kann. Die Zeiten ändern sich und es geht allgemein lockerer zu, was auch gut ist. Außerdem ändert sich an den guten Tipps nichts. Vielen Dank an Finanztip für die gute Arbeit!!

  15. Guten Morgen in die Runde,

    ich gehöre zu Denen, die sich auch gegen das Duzen ausgesprochen haben.
    Es würde mich sehr interessieren, ob es eine Mehrheit für Pro oder Kontra gibt.

  16. Ich bin total platt und erschreckt über die vielen negativen Kommentare.
    Ich finde es traurig wie teils aggressiv Finanztip angegangen wird.
    Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Finanztipmitarbeiter, fühle mich unabhängig beraten und wenn ich jemanden schätze, dann fällt mir das Duzen auch sehr leicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kompetenz, Fairness und Offenheit die Faktoren sind, die ein Zusammenarbeiten ermöglichen und vereinfachen.
    Es hat nichts mit duzen oder siezen zu tun.
    Bei mir ist es so, dass ich mich mit den Mitarbeitern gerne duze, die ich fachlich und menschlich schätze. Also fand die Entscheidung von Finanztip sofort meine völlige Unterstützung!
    Es ändert sich doch immer was, es gab Zeiten, da hat man die Eltern gesiezt!

      1. Liebe Frau Jacobi und liebes Finanztip-Team,
        dies entspricht nicht nur meinem Alter (65), sondern auch voll und ganz meiner Meinung. In anderen Ländern ist es völlig normal, sich zu duzen (z.B. in den Niederlanden, im anglistischen Sprachraum geht es nicht anders). Mir ist hierbei noch keine negative Übergrifflichkeit aufgefallen. Im Gegenteil, ich fühle mich an vielen Orten dadurch willkommener.
        Herzliche Grüße,

  17. Melde mich nochmal zu Wort: Wäre dem Finanztip-„Du“ eine Befragung der Nutzer VORAUSgegangen, wäre ich über das vorliegende Ergebnis zwar überhaupt nicht glücklich, könnte es aber viel besser akzeptieren als die die jetzige Situation: Die Redaktion hat sich bereits auf das Du festgelegt, im Nachhinein darf der mit dem Du zwangsbeglückte Nutzer noch „diskutieren – ändert aber nix. Das macht mich ärgerlich und trübt das vorher und sonst so postive Bild des Finanztips.

  18. Was soll das? Warum müssen Sie sich mit „Du“ anbiedern? Sie sind nicht besser, weil Sie jedem Trend hinterher laufen, sondern weil ihre Inhalte interessant sind! Der nächste Wahnsinn wäre das Gerder * innen 😉

  19. Ich bin ehrlich gesagt schockiert über das, was man hier in den Kommentaren so liest.
    Das Sie als kulturelle Errungenschaft? Vergleiche mit IKEA und Dutzen bedeutet man hat keinen Respekt oder wird ihn zwangsläufig verlieren? Und zu guter letzt: Man kann nur mit Sie seriös sein?

    Lächerlich! Einen Zusammenhang zwischen dem Worten du/Sie und irgendwelchen Werten herzustellen ist eine rein künstliche Aufbauschung. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich hoffe die Leute, die nur ihre guten Freunde dutzen, haben eben denjenigen trotzdem Respekt?! Das sind wirklich Meinungen von Leuten, die der Welt gegenüber nicht offen sind. Man kann auch respektvoll und seriös mit anderen Menschen (ob Freund, Bekannter, Kunde, Vorgesetzter oder Mitarbeiter) umgehen wenn man sie Dutzt. Ich habe das Glück, bisher nur in Firmen und mit Kunden gearbeitet zu haben, die alle genau so getickt haben. Ob „urdeutsches“ Unternehmen oder Internationale Firma. Alle sehr erfolgreich und mit hoher Mitarbeiter Zufriedenheit.
    Das Dutzen wird nur in den Ohren der Empfänger respektlos weil sie es so wollen.
    Dass die Autoren von Finaztipp Klarstellungen wie „wir wollen euch nichts andrehen“ schreiben müssen, ist definitiv betrüblich – Allerdings nur weil manche Menschen so viele komische Sachen aus der Anrede herausinterpretieren – nicht weil es wirklich so ist…
    Und zu gutzer Letzt: Ich glaube die ganze Menschheit würde davon profitieren, wenn man offener und freundlich wäre. Wenn das Dutzen dabei hilft, dann umso besser!

  20. Hallo,
    es war zu erwarten, dass das eine große Diskussion lostritt 🙂
    Gibt es eigentlich eine zahlenmäßige Abstimmung?

    Mal ehrlich, es kommt doch auf die Inhalte an, die Finanztip bietet.
    Das Angebot ist freiwillig und kostenlos. Unabhängig von der Art der „Anrede“.

    @Finanztip,
    Da ihr ja die Leser allgemein ansprecht, wäre vermutlich das „ihr“ (d.h. „Plural-Du“) ein guter Kompromiss, oder?
    So wie es auch Saidi auf Youtube macht. Und in euren Podcasts ist es auch so, iirc.
    Das finde ich eigentlich am besten.

  21. da es (kaum zu glauben) tatsächlich negative Kommentare gegeben hat, hier mein positiver: ich finde es super. fühle mich persönlicher angesprochen. so fühle ich mich sicherer beraten, da ein Gemeinschaftsgefühl entsteht. Dies schreibe ich, obwohl ich nun schon zu den Senioren gehöre (mit 65, aber voll berufstätig)

  22. Sehr geehrte Redaktion,

    ich finde es furchtbar, nun auch hier geduzt zu werden. Ich bin 55 Jahre alt, hätte es mit 25 aber ebenso deplaziert gefunden. Ich bin doch nicht bei IKEA! Bitte kehren Sie zum seriösen „Sie“ zurück, das uns Deutschen als kulturelle Errungenschaft lieb und teuer sein sollte.

    Mit freundlichen Grüßen

    1. … dann bist Du anscheinend schon alt geboren worden !!!

      Ich bin mehr als 15 Jahre älter als Du – wo bleibt hier der Respekt der älteren Generation gegenüber ??? Auch eine ‚kulturelle Errungenschaft‘ der Deutschen… – oder ???

      Entschuldige Reinhard, dass meine Antwort gerade Dich trifft – aber ich kann hier nicht jedem Zweiten eine Antwort unter seinem Kommentar schreiben – ich bin kein Troll, ich habe Besseres zu tun – es gibt auch ein Leben außerhalb des Internets !!!

      Zur Sache:
      Ein Newsletter ist kein persönlicher Brief – daher ist es doch völlig wurscht, ob da ein „Du“ oder ein „Sie“ steht – die Information von Finanztipp ist wichtig.

      Und diese Informationsarbeit macht die Redaktion für uns – und sie macht es super –> vielen Dank dafür !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      Ich halte es mit Dominik, der sagt, „Ich bin ehrlich gesagt schockiert über das, was man hier in den Kommentaren so liest. Das Sie als kulturelle Errungenschaft?…Lächerlich…“.
      Als ob es sonst keine Probleme in Deutschland, auf der Erde und in der Welt gäbe… .
      Aber das ist halt der Nachteil der digitalen Möglichkeiten, wie in den asozialen Medien, so auch hier:
      Es kann jeder spontan „seinen Senf dazugeben“, seinen „Sermon herunterbeten“… und wenn es der größte Schwachsinn ist.

      Wenn ein Newsletter an eine Zielgruppe geht, kann man halt nicht differenzieren – Punkt.
      Wozu das diskutieren?

      Aber für alle, die mit dem „Du“ ein Problem haben, habe ich noch einen kleinen Tipp:
      – Den Newsletter ausdrucken – aber komplett !!
      – Stift und Lineal nehmen
      – mit den oben genannten Utensilien überall das „Du“ ordentlich durchstreichen
      – mit den oben genannten Utensilien überall über das durchgestrichene „Du“ ordentlich in Schönschrift „Sie“ hinschreiben
      – fertig

      Mit freundlichen Grüßen an die Redaktion:
      macht weiter so [inhaltlich], lässt Euch nicht irritieren, falls hier nur noch Schwachmaten und Trolle ihren Senf bzw. Sermon dazugeben.
      Notfalls die Kommentarfunktion abschalten, dann kann jeder in seinem kleinen Kämmerchen es mit sich selbst ausmachen, ob er oder sie dieses oder jenes gut oder schlecht findet. Ein kostenloser Info-Newsletter braucht keine Kommentarfunktion – jeder/jede kann selbst entscheiden, ob er/sie die Informationen erhalten will oder nicht – ist ja kein Zwang… 🙂 … !!!

  23. Obwohl ich vom Land komme, wo das Du an der Tagesordnung ist, so irritierend ist es für mich in der Leseform. Im direkten physischen Kontakt ist das Du sicher kein Problem, aber für die Leseform wünsche ich mir das „Sie“ zurück.

  24. Ich bin mein Leben lang kein Freund dieser plumpen Duzerei gewesen und bin damit gut gefahren. Das „Du“ bewahre ich mir für gute Freunde auf. Sie sind für mich ein guter Fachmann in finanziellen Dingen aber kein „Freund“ , wie ich es verstehe. Bleiben Sie bei Ihrer bisherigen Anrede. Bin übrigens auch älteres Semester.

  25. Ich empfinde es als oberflächlich, respektlos und anbiedernd, gegen meinen Willen geduzt zu werden. Das Du suggeriert eine persönliche (!) Beziehung, die hier nicht gegeben ist und durch einen Newsletter wohl kaum entstehen wird. Zudem gebietet der Respekt vor einem anderen Menschen dessen Einverständnis mit dem Du. Im Zweifel ist es höflicher, beim Sie zu bleiben. Den Verweis auf andere Gepflogenheiten in kulturell anders geprägten Ländern finde ich irrelevant, menschelnde Pseudo-Emotionalität („für Euch wie ein Freund sein“) befremdlich bis unseriös. Und nein, akzeptieren „muss“ ich gar nichts. Ich muss es noch nicht einmal tolerieren, sondern bin dann ganz einfach weg.

    1. Sehr geehrter Herr Schulze,
      wir haben das „Du“ im Newsletter gewählt, weil wir mit einer noch direkteren Ansprache unsere Leserinnen und Leser ermutigen wollen, Ihre Finanzdinge selbst in die Hand zu nehmen. Das ist schließlich der Sinn und Zweck von Finanztip, den Leserinnen und Lesern Impulse und Handwerkszeug zu geben, ihre Finanzfragen selbst zu lösen.

      Ich habe geschrieben, wir wollen wie ein Freund sein. Unser Expertenstatus ist die Grundlage, die notwendige Voraussetzung für die richtigen Tipps. Aber allein Experte zu sein reicht nicht. Die Haltung wie ein Freund ist erforderlich, damit die Tipps auch wirklich in Ihrem besten Sinne erfolgen.
      Und deshalb bitten ich um Ihr Verständnis für unser „Du“.

  26. Sehr geschätztes FINANZTIP – Team,
    sorry – aber das haben Sie doch nicht nötig – jetzt hat Sie die digitale Welt der sozialen Medien mit den billigen Maschen der Werbeindustrie auch überrollt. Wird eine gut recherchierte Empfehlung besser, wenn ich Sie mit dem „Du – mein Freund“ garniere ?
    Ich bin stolz darauf, gute Freundschaften zu pflegen – aber der letzte Hauch von höflicher Distanz schafft mehr Vertrauen als ein fast kumpelhaftes Du. Da beneiden uns die Mitmenschen, die eben nur ein YOU kennen und den feinen Unterschied vermissen.
    Es ist mir immer noch eine besondere Ehre, wenn mir jemand das DU anbietet und eine Wertschätzung, wenn ich dies einem Partner anbiete und wir dann per DU sind. Die Grenze von Respekt wird doch sicher überschritten, wenn ich z.B. einen Amtsträger wie den Herrn Bundespräsident mit „Lieber Frank-Walter“ anspreche – nur weil ich ihm einen ganz vertraulichen Tip geben möchte – oder ?
    Künstlich geschaffene Vertrautheit verirrt sich sehr schnell im Gegenteil.
    Wenn Sie dieses Kunstgebilde wieder abgeschafft haben, dürfen Sie mich wieder zu Ihren kritischen Lesern zählen. Bis dahin verzichte ich auf Ihren Newsletter – schweren Herzens – ich werde Sie bis dahin sehr vermissen.
    Bei aller Wertschätzung
    Ihr Peter Höppner

  27. Moin aus der deutsch-dänischen Grenzregion!
    Wir kennen das hier oben nicht anders als Du – unsere dänischen Nachbarn ’siezen‘ nur ihre Königin und das geht auch für mich (trotz meines Alters 😉 vollkommen in Ordnung! Das ist auch in Norwegen und Schweden nicht anders. ‚Du‘ sagt man zu jemandem, dem man Vertrauen schenkt. Finanztip will mir nichts verkaufen und daher kann ich euch auch vertrauen. In der Vergangenheit habe ich echt gute Tips von euch bekommen, ich bedaure, dass es euch nicht schon 20 Jahre früher gegeben hat. Warum also nicht ‚Du‘?

  28. Ich bleib beim „Sie“. Das finde ich vertrauter als ein „Du“ bei Menschen, die ich nicht kenne, mit denen ich noch nie gesprochen habe.
    Hat was Penetrantes, und das mag ich nicht zwangsweise ignorieren müssen.

  29. Ich mag es überhaupt nicht, dass sich Finanztip hier an eine Mode anhängt. Das penetrante Duzen breitet sich von Ikea längst metastasenartig aus. Penny z.B. duzt uns inzwischen auch, klar, schließlich ist er unser „persönlicher Lebensmitteldiscounter“. Hach, in der Welt der Werbung und im Marketing wird es immer kuschelig-persönlicher, leider im schroffen Gegensatz zur Wirklichkeit…

    Sachliche Gründe dafür, dass Finanztip seine Nutzer jetzt plötzlich duzt, sehe ich nicht. Die Redaktion möchte mir WIE ein Freund sein – okay, dann Siezen Sie mich freundlicherweise. Ich habe übrigens persönlich sehr negative Erfahrungen gemacht mit Experten, die im Gewand von Freunden daherkamen (und umgekehrt). Hat mich viel Geld gekostet. Dem Rat eines „Freundes“ tritt man eben nicht mehr so kritisch gegenüber, wie es manchmal ratsam wäre.

    „Gib uns die Chance“ „Wir stehen auf Deiner Seite“ „Wir wollen Euch nichts andrehen.“ Sorry, klingt in meinen Ohren wie Penny. Allein die Tatsache, dass Finanztip jetzt solche Aussagen nötig hat, finde ich betrüblich.

  30. Ich bin da hin und her gerissen: Einerseits bevorzuge ich wo immer es geht das zwanglose „Du“. Andererseits muss ich gestehen, dass auch ich das Gefühl habe, dadurch beim Thema Finanzen an Seriösität zu verlieren. Oder ganz einfach: Ein Herr Tenhagen ist in den Medien eine Referenz, beim Herrmann bin ich mir da nicht so sicher… Natürlich handelt es sich um ein und dieselbe Person und die Kompetenz und Unabhängigkeit ist immer die gleiche. Da spielt sich offenbar einiges auf der Gefühlsebene ab. Wenn ich wählen könnte: Bleibt besser beim „Sie“, es hilft Euch und Eurem Anspruch, neutral zu beraten. An das „Du“ werde ich mich über die Zeit sicherlich gewöhnen. Das klappt beim schwedischen Möbelhaus ja auch.
    Schöne Grüße,
    Andreas

    1. > Ein Herr Tenhagen ist in den Medien eine Referenz, beim Herrmann bin ich mir da nicht so sicher…

      Hermann-Josef Tenhagen ist ein ganz bodenständiger Typ, der beisst nicht und ist (trotz seiner Medienpräsenz) kein bisschen abgehoben. Ich habe ihn ein paarmal in Berlin auf einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung getroffen und ’n büschen geschnackt. Locker flockig 😉 , passt schon…

  31. Nein, ich finde es gar nicht gut. Ich war 19 Jahre Abteilungsleiter mit 20 Mitarbeitern, habe vom ersten bis zum letzten Tag ein respektvolles Sie-Verhältnis gepflegt und dafür Achtung, Respekt und ein kreatives Arbeiten bekommen und erreicht.
    Die schrittweise Entwicklung in Richtung Oberflächlichkeit geht weiter voran …

    1. Lieber Gerhard Tobisch, Sie sind beruflich mit dem „Sie“ gut gefahren. Gut so! Bestimmt kennen aber auch Sie Situationen, in denen Sie Menschen siezen und doch keinen Respekt vor ihnen haben. Umgekehrt wird ein „Du“, vermutlich Duzen Sie sich im Freundeskreis, nicht assoziiert sein mit fehlendem Respekt. Ob ich jemanden respektiere oder nicht, mache ich nicht an der Anrede fest. Das wäre für mich oberflächlich.
      Finanztip wird durch die geänderte Anrede nicht schlechter oder oberflächlicher. Das „Du“ mag dem Zeitgeist entsprechen. Was ist schlecht daran? Wenn ich junge Leute in den 20er damit eher erreiche, ist das doch positiv. Ich bin übrigens auch schon im sechsten Lebensjahrzehnt und gehöre damit zu der „best ager“ Gruppe 😉

  32. Die allgemein um sich greifende Duzerei hängt mir zum Halse heraus. Jetzt auch noch bei Ihnen. Ich duze Sie ja auch nicht so en passant. Bis ich mein Einverständnis singnalisiert habe, möchte ich mit „Sie“ angesprochen werden. Ich will zunächst Distanz zwischen mir und anderen Menschen; die meisten sind mir sowieso völlig egal und haben es auch nicht anders verdient.

  33. Das ist eine Folge schlechten Englischunterrichts, denn das „you“ ist für deutsche Deppen ein kuschliges „du“. Wer wie ich angelsächsische Vorgesetzte hatte, würde das schnell gelernt haben. Da im deutschen damit aber die Distanz und damit der nötige Respekt schwindet, st das einfach nur erbärmlich! Und soviel ich weiß im persönlichen Umgang zum Glück weiter strafbar.

  34. Wenn auch in den überwiegenden „social Media“-Kanälen – dank des Englischen – das duzen Schule macht, so sollte ein Finanzinformationsmedium doch besser, nicht zuletzt aus seriösen Gründen, beim Sie bleiben. Ich möchte ja in meiner Bank auch nicht mit Du begrüßt werden!

  35. Total daneben!
    Der nächste Schritt ist dann die Kleinschreibung: du, dein, euch, …
    Respektlos!
    Immer mehr Werte gehen verloren; das ist die Schattenseite des Internets.

    1. Lieber Herr Hartmann,

      das finden wir sehr schade. Bitte verstehen Sie, dass wir sowohl Leser und Leserinnen haben, die lieber geduzt werden, als auch solche wie Sie, die das nicht so gern haben. Wir wollen niemanden vergraulen, müssen uns aber leider für eine Variante entscheiden.

      Mit besten Grüßen

  36. Ich bin älteres Semester. Wie man es macht findet man ein Haar in der Suppe. Man muss es akzeptieren und dann ist es auch gut so. Diese Diskussion führt zu nichts.

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