Überschwemmung der Straße
Land unter. Bild: Philipp Weitzel / dpa

Sind Sie gegen Unwetter versichert? Das ist gar keine so einfache Frage. Denn es hängt sehr wahrscheinlich auch von der Art des Unwetters ab. Und von Ihrer Versicherung natürlich. Bevor das nächste Mal Starkregen übers Land zieht und Hochwasser bringt, sollten Sie sich also einmal fragen: Genügt der Schutz? Und stimmt der Preis? Oder brauchen Sie die teure Extra-Police am Ende vielleicht gar nicht.

Gegen besondere Naturgewalten wie Hochwasser schützt die Elementarschaden-Versicherung. Diese gibt es nur im Paket: Sie ist als Zusatz zu haben, als Ergänzung einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung.

Wenn Sie ein Haus besitzen, ist eine Wohngebäudeversicherung sehr wichtig, vor allem zum Schutz vor Feuerschäden. Während – wie bei der Hausratversicherung – auch Schäden durch Blitze, Hagel und Sturm mitversichert sind, gilt der Schutz nicht für sogenannte Elementarschäden.

1. Welche Schäden die normale Versicherung nicht abdeckt

Wenn die Erde ins Rutschen kommt, sich absenkt bei Überschwemmungen, Lawinen und Schneelast, hilft nur die Elementarschaden-Versicherung. Sie zahlt auch bei Erdbeben oder Vulkanausbrüchen. Entscheidend ist, dass die Natur der Auslöser ist: Also bei einem Erdrutsch oder Beben, nicht aber, wenn zum Beispiel eine Kohlegrube einstürzt.

2. Wie groß das Risiko für Naturschäden bei Ihnen ist

Der Versicherungsverband GDV bietet eine interaktive Karte, auf der Sie sehen können, wie groß das Risiko für Elementarschäden bei Ihnen ist. Geben Sie dazu Ihre Adresse ein. Allerdings stehen die Daten für Hochwasser nur für fünf Bundesländer bereit.

Hochwasser war in der Vergangenheit das größte Risiko, das die Elementarschadenversicherung abdeckt. Doch bei etwa neun von zehn Gebäuden ist eine Überschwemmung sehr unwahrscheinlich (Gefahrenklasse 1).

3. Wie groß der Schaden ist, falls was passiert

Weniger als ein Viertel aller Haushalte schützen sich in der Hausratversicherung gegen Elementarschäden. Das ist logisch, denn wer im zweiten Stock wohnt, dem können Überschwemmungen ziemlich egal sein. Solange jedenfalls im Keller nicht besonders wertvolle Sachen lagern.

Jenseits vom Starkregen lassen sich die Risiken oft selbst ganz gut abschätzen. Liegt das Haus in einer Mulde? Fließt ein stark kanalisierter Bach in der Nähe? Gab es schon Hochwasser? Wie groß ist das Risiko durch Schneelast auf dem Dach und durch Lawinen? Klar ist: Das Risiko von Erdbeben und Vulkanausbrüchen ist in Deutschland selbst in der Eifel sehr überschaubar.

4. Mal wieder den Preis der Police abklopfen

Wenn Sie Ihr Risiko abwägen, gibt es natürlich keine absolute Sicherheit. Sobald Sie sich aber gegen Elementarschäden absichern, wird die Gebäudeversicherung oder die Hausrat spürbar teurer.

Ob mit oder ohne Elementarschaden, vergleichen Sie unbedingt. Denn die Preisunterschiede zwischen den Anbietern können einige Hundert Prozent betragen. Wir empfehlen für Hausrat das Portal Mr-Money*. Für die Wohngebäudeversicherung finden Sie gute Angebote sowohl bei Mr-Money* als auch bei Verivox*.

Auch wenn Sie schon versichert sind: Prüfen Sie ruhig mal, wie teuer Ihr Vertrag ist. Was es sonst noch zu beachten gibt, lesen Sie in unseren Ratgebern zur Hausrat– und Wohngebäudeversicherung.

5. Den versicherten Wert richtig einschätzen

Wenn Sie Angebote einholen für einen Elementarschaden-Vertrag, müssen Sie sowohl für die Hausrat- als auch für die Gebäudeversicherung den Wert Ihres Besitzes richtig einschätzen. Wenn dabei rauskommt, dass Sie bislang zu wenig versichert haben, dann sollten Sie Ihren Vertrag unbedingt anpassen: Vielleicht ist ein Anbau dazugekommen oder Sie haben einen Faible für Antiquitäten entwickelt.

Alles, was Sie konkret für die Überprüfung wissen müssen, finden Sie im Ratgeber Elementarschäden.

 

 

Finanztip-Serie „Verträge optimieren“:

1.   Abspecken: Diese Versicherungen braucht kein Mensch
2.   Die Grundlage: Ein praktisches und günstiges Girokonto
3.   Strom: Raus aus der teuren Grundversorgung
4.   Internet: Günstiger – und auch schneller
5.   Handy: Tarif prüfen – und Smartphone getrennt kaufen
6.   Gas: Billig wie selten – jetzt wechseln
7.   Haftpflicht: Neue Verträge sind besser
8.   Hausrat: Füttern Sie nicht den Versicherer
9.   Autoversicherung: Mit diesen fünf Tricks kräftig sparen
10. Naturgewalten: So sichern Sie sich gegen Schäden

 

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