Router LAN-Eingang
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Geht es ums Internet, ist der Treue stets der Dumme. Viele Internet-Verträge sind in den ersten ein oder zwei Jahren rabattiert, danach schnellt der Preis in die Höhe. Und während Neukunden immer günstigere Tarife bekommen, werden ältere Verträge nicht angepasst. Oft sind sie nicht nur teurer, auch das vereinbarte Surftempo ist nicht mehr zeitgemäß. Es gibt keinen Grund, sich damit abzufinden.

Viele Anbieter liefern weniger als versprochen: Nur 16 Prozent der Nutzer in Deutschland surfen mit dem vereinbarten Maximaltempo. Oft kann der Anbieter das beheben. Andernfalls haben Sie bei den meisten Verträgen einen ausreichenden Grund, um außerordentlich zu kündigen.

1. Prüfen Sie Preis und Leistung

Mehr als 30 Euro im Monat muss heutzutage ein Internetanschluss nicht mehr kosten. Dafür kriegen Sie schon sehr schnelle Tarife, mit denen Sie problemlos surfen und Filme streamen können. Surfgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gibt es für den Preis. Auch Normalsurfer sollten nicht unter 16 Mbit/s bleiben.

Zahlen Sie deutlich mehr als 30 Euro für Ihren Anschluss, dann lohnt sich so oder so ein Wechsel. In der Regel haben diese Verträge eine Laufzeit von zwei Jahren zum Start und verlängern sich dann jeweils um ein weiteres Jahr, wenn man nicht drei Monate vor Ablauf kündigt.

2. Wechseln Sie den Anbieter

In unserem Ratgeber Internetanbieter empfehlen wir insgesamt acht Tarife im DSL- und Kabel-Netz: Vier für Normalnutzer sowie vier für Vielsurfer, Familien und WGs. Dort finden Sie auch weitere Tipps für den Wechsel.

3. Prüfen Sie Ihr Tempo

Wenn Sie Serien schauen übers Internet, zum Beispiel mit Netflix oder Sky Ticket, und das Bild häufiger stockt, dann kann das am Internetanschluss liegen. Sie können das kontrollieren, ohne ein Computer-Crack zu sein: Nutzen Sie einfach den offiziellen Geschwindigkeitstest der Bundesnetzagentur.

4. Schließen Sie andere Fehler aus

Falls der Test ein zu langsames Tempo ergibt, müssen Sie noch ausschließen, dass es an Ihrem W-Lan liegt. Schließen Sie dazu Ihren Computer per Netzwerkkabel direkt an den Router an und wiederholen Sie den Test. Falls das Tempo immer noch sehr niedrig ist, liegt es nicht am W-Lan. Schließen Sie als letztes aus, dass es am Computer liegt. Dazu wiederholen Sie den Geschwindigkeitstest mit einer App auf Ihrem Smartphone, während es im W-Lan ist.

Sollte Ihr Computer das Problem sein, finden Sie in unserem Ratgeber ein paar Tipps, woran es liegen kann.

5. Rufen Sie den Störungsdienst an

Liegt es am Anbieter, dann rufen Sie den Kundendienst. Kann der nicht helfen, lassen Sie sich nicht vertrösten. Fordern Sie einen Preisnachlass ein, schriftlich und mit 14 Tagen Frist. Das hilft den meisten Anbietern auf die Sprünge.

6. Wechseln Sie von einem System ins andere

Lässt sich das Problem nicht lösen, sollten Sie den Anbieter wechseln. Noch besser: Wechseln Sie den Weg, auf dem Sie mit dem Internet verbunden sind. Also von Telefonleitung (DSL) auf TV-Kabel oder umgekehrt von Kabel auf DSL. Das löst meist die Probleme.

Zum Ratgeber

 

 

Finanztip-Serie „Verträge optimieren“:

1.   Abspecken: Diese Versicherungen braucht kein Mensch
2.   Die Grundlage: Ein praktisches und günstiges Girokonto
3.   Strom: Raus aus der teuren Grundversorgung
4.   Internet: Günstiger – und auch schneller
5.   Handy: Tarif prüfen – und Smartphone getrennt kaufen
6.   Gas: Billig wie selten – jetzt wechseln
7.   Haftpflicht: Neue Verträge sind besser
8.   Hausrat: Füttern Sie nicht den Versicherer
9.   Autoversicherung: Mit diesen fünf Tricks kräftig sparen
10. Naturgewalten: So sichern Sie sich gegen Schäden

 

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