Einmal zu schnell aus dem Geldbeutel gezogen. Die Oma hat den Traubensaft darüber verschüttet. Oder womöglich kam der Junior auf die grandiose Idee, den Kamin mit dem 50er anzuzünden. Was auch immer Grund ist: Geldscheine sind leicht zu beschädigen. Was aber tun, wenn die Banknote nicht mehr ganz ist?

Zusammenkleben? – Jein.

Ist der Schein halbwegs sauber ein- oder auseinandergerissen, kann es sich lohnen, ihn mit Klebstreifen zu kitten. Ob er im Handel oder gar am Einzahlungsautomaten angenommen wird, ist fraglich. Wenn der Händler kulant ist, freut er sich aber über einen Schein – und nicht zwei lose Teile.

Falls der Schein in kleine Einzelstücke zerrissen ist, leistet ein Beutel womöglich bessere Dienste als ein Tesastreifen. Im Laden könnt Ihr damit allerdings nicht mehr bezahlen.

Probieren, damit zu bezahlen? – Ein Versuch ist es wert.

Viele Läden nehmen kaputte Geldnoten aus Kulanz an. Ein bisschen Verhandlungsgeschick kann nicht schaden 😉

Bei der Hausbank loswerden? – Das ist möglich.

Die Hausbank ist ebenfalls nicht verpflichtet, beschädigte Scheine zurückzunehmen. Viele tun ihren Kunden allerdings den Gefallen.

Der offizielle Weg: Bei der Bundesbank abgeben.

Die Bundesbank nimmt – entweder per Post oder in ihren Filialen – beschädigte Geldscheine entgegen. Dazu müsst Ihr einen Antrag ausfüllen und die kaputte Geldnote(n) beilegen. Wie Ihr dabei am besten vorgeht, ist auf der Website der Bundesbank beschreiben.

Sonderfall: Mehr als 50 % des Scheins fehlen.

Wer einen Schein abgibt, von dem mehr als die Hälfte fehlt, zum Beispiel wegen Feuer, muss das gut begründen. Am besten macht Ihr nach dem Missgeschick gleich Beweisfotos.

Sonderfall: Münzen

Münzen sind eigentlich so gut wie unkaputtbar. Deswegen erstattet die Bundesbank auch nicht den Wert von Stücken, die Löcher haben oder mutwillig angesägt wurden. Nur Münzen, die „aufgrund langer Umlaufdauer oder aufgrund eines unerwarteten Ereignisses nicht mehr für den Umlauf geeignet sind“, werden ersetzt. Das kann zum Beispiel sein, wenn der Geldbeutel auf der Straße aufgeht und die Münzen unter ein fahrendes Auto gelangen.

Finanztip-Redaktion
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