Goldmünze
Bild: Vitoria-Holdings-LLC / Getty Images

Lieber Gold im Tresor als Wertpapiere im Depot oder Cash auf dem Konto: So denken viele Anleger in Zeiten, in denen das Coronavirus die Welt plagt – und die Wirtschaft lahmt. Sein Preis stieg sprunghaft. In Euro gerechnet erreichte eine Feinunze Donnerstagabend mit knapp 1.590 Euro einen neuen Rekord.

Gold gilt als Krisenwährung. Trotzdem: Beginnen Sie jetzt nicht, im großen Stil Gold zu kaufen. Sie würden zum Spitzenpreis einsteigen. Und voraussichtlich sogar draufzahlen – denn die Händler langen derzeit ordentlich zu.

Bei beliebten Münzen wie dem Krügerrand und den Wiener Philharmonikern haben wir über die vergangenen zwei Wochen enorme Preisaufschläge bei Onlinehändlern beobachtet: zwischen 4 und 13 Prozent. Auch bei Goldbarren haben wir 2 bis 8 Prozent höhere Preise gesehen, gemessen am Börsenpreis. Aus Renditegesichtspunkten ergibt das wenig Sinn.

Machen Sie sich klar: Gold schwankt stark im Wert. Wenn Sie unbedingt Gold im Portfolio haben wollen, sollten Sie nicht mehr als 10 Prozent Ihres Vermögens anlegen – in physischem Gold, nicht in Gold-Papieren. Das dient dann aber eher dazu, Schwankungen bei Aktien auszugleichen.

Statt jetzt überteuert Gold zu kaufen, ist ein zwölf-monatiges Festgeld vielleicht die bessere Wahl. Es stabilisiert den Depotwert auch für den Moment – ist aber danach wieder flexibel einsetzbar.

Sara Zinnecker
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Stand:

Sara Zinnecker war bis Juni 2020 Finanztip-Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

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