Manager im Geldregen.
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Zwei Drittel aller Haushalte besitzen eine Hausratversicherung, oft schon seit Jahrzehnten, vergessen in einem grauen Ordner. Viele dieser Policen kosten einige hundert Euro im Jahr – das ist oft zu viel!

In keiner großen Versicherungssparte verdienen die Anbieter so viel wie mit der Hausrat: Von 100 Euro, die wir Verbraucher an Beiträgen zahlen, müssen die Versicherungen im Schnitt gerade einmal 41 Euro für Schäden wieder auszahlen. Bei der Autoversicherung sind es zum Beispiel mehr als doppelt so viel.

Nach Abzug aller weiteren Kosten der Versicherer für Verwaltung, Vertrieb und so weiter bleiben immer noch 26 von 100 Euro als Reingewinn hängen. Nur beim kleineren Zweig der Kreditversicherungen sind es mehr. Bei der Autoversicherung, wo der Markt sehr umkämpft ist, bleiben dagegen im Schnitt knapp 4 Euro Gewinn.

Günstige Versicherer haben also viel Luft, um die Tarife der Absahner zu unterbieten. Beleben Sie die Konkurrenz, indem Sie wechseln!

Wichtig: Die Konditionen müssen natürlich auch stimmen. Achten Sie beim Wechsel auf Folgendes:

1. Viele alte Verträge haben noch eine Klausel, dass bei grober Fahrlässigkeit die Auszahlung gekürzt werden kann – sogar auf Null.

2. Bei Neuverträgen kann man oft eine kleine Selbstbeteiligung von 150 Euro abschließen. Unterm Strich lohnt sich das meist.

3. Mit einem aktuellen Vertrag zahlt die Versicherung oft ohne Extrakosten auch für Einbrüche im draußen geparkten Auto oder im Hotel, für den Diebstahl von Gartenmöbeln auf der Terrasse oder des Kinderwagens im Treppenhaus.

4. Zum Teil ist die Zahl der Risiken, die versichert sind, etwas größer geworden. Dazu gehören zum Beispiel Überspannungsschäden an Fernsehern.

Auf jeden Fall sollten Sie für den Vertragswechsel ein Vergleichsportal nutzen. Finanztip hat Portale verglichen und empfiehlt Mr-Money. Laut einer Finanztip-Untersuchung lässt sich dort die gewünschte Leistung besonders gut auswählen und dann eine günstige Versicherung finden.

Zum Finanztip-Ratgeber

Matthias Urbach
Autor

Stand:

Matthias Urbach war von 2014 bis 2022 stellvertretender Chefredakteur von Finanztip. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

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