Manager im Geldregen.
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Zwei Drittel aller Haushalte besitzen eine Hausratversicherung, oft schon seit Jahrzehnten, vergessen in einem grauen Ordner. Viele dieser Policen kosten einige hundert Euro im Jahr – das ist oft zu viel! Es lohnt sich also, Preise und Konditionen mal wieder zu vergleichen. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie einen günstigeren Vertrag mit besseren Leistungen bekommen.

In keiner großen Versicherungssparte verdienen die Anbieter so viel wie mit der Hausrat: Von 100 Euro, die wir Verbraucher an Beiträgen zahlen, müssen die Versicherungen im Schnitt gerade einmal 41 Euro für Schäden wieder auszahlen. Bei der Haftpflicht sind es zum Beispiel 67 von 100 Euro, bei der Autoversicherung 86 Euro.

Nach Abzug aller weiteren Kosten der Versicherer für Verwaltung, Vertrieb und so weiter bleiben immer noch 26 von 100 Euro als Reingewinn beim Versicherungsunternehmen hängen. Nur beim kleineren Zweig der Kreditversicherungen sind es mehr. Bei der Autoversicherung, wo der größte Umsatz gemacht wird und der Markt sehr umkämpft ist, bleiben im Schnitt knapp 4 Euro Gewinn.

Machen Sie also den Vergleich: Gerade weil die Versicherungen so viel an den Hausratpolicen verdienen, haben gut wirtschaftende Anbieter viel Luft, um die Tarife der Absahner zu unterbieten. Beleben Sie die Konkurrenz, indem Sie wechseln!

Der größte Einzelposten der Hausratversicherung sind Einbrüche. Allein die Wohnungseinbrüche machen ein Drittel aller gemeldeten Schäden aus. Weil die Zahl der Einbrüche derzeit massiv sinkt, geht es den Hausratversicherern besonders gut.

Ein Wechsel des Vertrags gibt Ihnen auch die Möglichkeit, Ihre Vertragskonditionen zu verbessern. Dabei sind vor allem vier Dinge interessant:

1. Viele alte Verträge haben noch eine Klausel, dass bei grober Fahrlässigkeit die Auszahlung gekürzt werden kann – sogar auf Null.

2. Bei Neuverträgen kann man oft eine kleine Selbstbeteiligung von 150 Euro abschließen. Unterm Strich lohnt sich das meist.

3. Mit einem aktuellen Vertrag zahlt die Versicherung oft ohne Extrakosten auch für Einbrüche im draußen geparkten Auto oder im Hotel, für den Diebstahl von Gartenmöbeln auf der Terrasse oder des Kinderwagens im Treppenhaus.

4. Zum Teil ist die Zahl der Risiken, die versichert sind, etwas größer geworden. Dazu gehören zum Beispiel Überspannungsschäden an Fernsehern.

Die Preise für die Hausrat unterscheiden sich manchmal schon von einer Straßenseite zur anderen. Auf jeden Fall sollten Sie für den Vertragswechsel ein Vergleichsportal nutzen. Wir empfehlen Mr-Money*. Laut unserer Untersuchung lässt sich mit diesem Vergleichsportal die gewünschte Leistung besonders gut auswählen und dann eine günstige Versicherung finden. Lassen Sie Ihren Versicherer nicht länger den Rahm abschöpfen!

Zum Ratgeber

[Anmerkung: Der Artikel erschien erstmals im Mai 2018 mit den damals aktuellsten Zahlen von 2016. Bei der erneuten Aktualisierung haben wir die Zahlen der Versicherungswirtschaft für Gewinn und Schadenquote wieder auf den neuesten Stand gebracht. Und die Hausratversicherer behalten von Jahr zu Jahr mehr: Nach den neuen Zahlen gaben die Hausratversicherer 2018 nur 40,70 Euro für Schäden aus, 2017 waren es 41,50 Euro und 2016, dem Stand mit dem wir diese Geschichte ursprünglich aufschrieben, waren es noch 46 Euro. Und das war ebenfalls schon im Vergleich zu den anderen Sparten sehr wenig. Siehe Statistisches Taschenbuch der Versicherungswirtschaft (PDF), Seite 62.]

 

Finanztip-Serie „Verträge optimieren“:

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9 KOMMENTARE

  1. Wie entstehen bei den Hausratversicherungen derart riesige Unterschiede, bei der VGH habe ich 311,76 € /115.000,- VS und bei Ihrer Empfehlung (das gleiche Haus ,Art und Umfang ) NUR 83,42 € im Jahr und Unbegrenzte VS ???

  2. Das ist eine gute Frage, auf die wir leider auch nicht wirklich Antworten haben. Deshalb geben wir Ihnen einfach den Tipp, dass Sie Ihre Versicherungen regelmäßig überprüfen. Denn das Interesse an einem günstigen Preis teilen nicht alle…

  3. Ich wünschte mir auch mal einen Vergleich zu Zweitwohnungen. Ich habe z.Zt. für die Hauptwohnung (Familie) 134m² einen Betrag von 220€ p.a. (in Berlin) und für die Zweitwohnung am Arbeitsplatz (Bremen), 40m² über 58€ p.a. (beim gleichen Anbieter)
    So „günstig“ bekomme ich beide Wohnungen bei keinem „Ihrer“ Preiswerten Anbieter versichert, jedenfalls nicht als „Privat“ fragender

  4. Zu dem Artikel „Hausratversicherer verdienen sich an Ihnen dumm und dösig“
    Halten Sie es für notwendig die Hausratversicherung um den Zusatz einer „Elementar-Versicherung“ zu ergänzen?
    Unsere Hausratversicherung hat den Beitrag gesenkt! aber nur auf Nachfrage.

  5. Ihr empfehlt Mr Money als Vergleichsportal für Hausratversicherungen, dabei gibt es da nur eine geringe Anzahl an Versicherungsunternehmen, die überhaupt verglichen werden. Die großen und bekannten Versicherungen sind gar nicht dabei. Mir scheint euch ist die Provision wichtiger als ein ordentlicher Vergleich.

  6. Die „großen und bekannten Versicherungen“ sind bekannt, weil sie viel für Werbung und Vertrieb ausgeben. Und große Provisionen zahlen. Umgekehrt wird also ein Schuh daraus.

  7. Wie sieht es bei den Wohngebaeude-Versicherungen
    der grossen Anbieter aus, die analog zu Haftpflicht-Versicherungen
    auch auch gegen Schaeden schuetzen sollen??? Wie hoch ist dort
    der Reingewinn – ich erlebe gerade eine Praemienerhoehung
    um 114 % zum 1. Januar 2019.
    Danke. Hella Moellenhoff.

  8. Nein. Die Wohngebäudeversicherungen sind seit Jahren eher defizitär. Die Schaden-Kosten-Quote lag jahrelang über 100%, was bedeutet, dass die Unternehmen Miese damit machten. Erste 2016 und 2017 blieben vier bzw. zwei Prozent Ertrag hängen – nicht genug, um die Vorjahresverluste auch nur annähernd auszugleichen.
    Die Zahlen finden Sie hier:
    https://www.gdv.de/de/zahlen-und-fakten/versicherungsbereiche/wohngebaeude-24080

    Trotzdem würde ich einen Vergleich machen. Und bei einem Wechsel vergessen Sie nicht, Ihrer Kredit-Bank Bescheid zu geben.

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