Polizisten
Bild: Dominik Bund / Imago

Seit zwei Monaten sind die meisten Geschäfte geschlossen – Restaurants und Kulturbetriebe schon länger. Der Bund wollte schnell helfen, doch zu viel Bürokratie hat das verhindert. Darauf reagieren die Ministerien nun.

 

Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Du hast jetzt bis 30. April Zeit, die Hilfen für November und Dezember 2020 zu beantragen. Bis zu 75 Prozent Umsatzeinbußen erstattet Dir der Bund pro Monat. Nachdem Du (oder Dein Steuerberater) die Hilfen beantragt hast, bekommst Du automatisch die Hälfte der Fördersumme als Abschlag – bis zu 50.000 Euro. Die andere Hälfte folgt, wenn Dein Bundesland den Antrag bearbeitet hat.

Inzwischen musst Du Verluste erst nachweisen, wenn Du 2 Millionen Euro oder mehr Hilfe erhalten willst. Vorher lag die Grenze bei 1 Million Euro – mehr war nach EU-Recht für Kleinbeihilfen nicht erlaubt.

 

Überbrückungshilfe

Auch für die sogenannten Überbrückungshilfen musst Du bei Beträgen bis zu 2 Millionen Euro keine Verluste mehr belegen. Bei der Schlussabrechnung kannst Du den Antrag rückwirkend auf die erhöhten Kleinbeihilfen (siehe oben) ändern. Das lohnt sich, wenn Du sonst etwas zurückzahlen müsstest, weil Du keine Verluste nachweisen kannst.

Die Überbrückungshilfe II (September bis Dezember) kannst Du noch bis Ende März beantragen. Den Antrag auf Überbrückungshilfe III (seit November) kannst Du seit Mittwoch endlich auch beantragen.

Der Bund hat die Förderbedingungen für die neue Überbrückungshilfe III vereinfacht: Sobald Dein Umsatz um 30 Prozent einbricht, erstattet er je nach Sachlage 40 bis 90 Prozent Deiner Fixkosten.

 

Mehr dazu

Nicolas Heronymus
Autor

Stand:

Nicolas Heronymus war bis Sommer 2022 Redakteur im Newsletter-Team von Finanztip und schrieb über die wichtigsten aktuellen Geldthemen. Nicolas hat bei Finanztip volontiert und dabei auch bei Zeit Online hospitiert. Vor Finanztip sammelte er erste Erfahrungen in der Finanz- und Versicherungswelt. Er hat Politikwissenschaft in Lüneburg, Berlin und Rom studiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate-Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate-Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.