Schwitzen
Bild: FG Trade / GettyImages

Mit über 30 Grad erlebten wir am vergangenen Sonntag den bisher heißesten Tag des Jahres – Cottbus sogar den heißesten aller Zeiten mit 39,2 Grad. Weitere Hitzewellen werden folgen. Für Beschäftigte ist dann Schwitzen angesagt, sofern sie nicht in klimatisierten Räumen arbeiten. Da stellt sich die Frage: Gibt es hitzefrei im Job?

Die schlechte Nachricht vorweg: Leider nicht. Aber das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet Deine Chefin, die Arbeit möglichst gesundheitsschonend zu gestalten. Wie das in Arbeitsräumen bei Hitze gehen soll, steht in den technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR, hier als PDF).

Demnach soll die Lufttemperatur je nach Schwere der Arbeit mindestens 12 bis 20 Grad betragen, heißer als 26 Grad soll es nicht sein. Liegen die Temperaturen darüber, sollte die Arbeitgeberin die Räume abkühlen. Schutzmaßnahmen muss sie erst ab 30 Grad ergreifen.

Dazu zählen Maßnahmen wie nachts lüften, Jalousien anbringen, Ventilatoren aufstellen, Getränke bereitstellen, die Arbeitszeit an die Hitze anpassen oder Kleidungsvorschriften lockern. Möglicherweise kannst Du auch im Homeoffice arbeiten.

Erst ab 35 Grad in Arbeitsräumen ist die Arbeit nicht mehr zumutbar, es sei denn, andere Räume sind kühler. Eine Ausnahme gibt es für sogenannte Hitzearbeitsplätze: zum Beispiel Backstuben oder Gaststätten mit Fritteusen. Ergreift Deine Arbeitgeberin Schutzmaßnahmen wie Hitzepausen oder intensive, auf eine begrenzte Fläche gerichtete Luftströme zur Abkühlung (Luftdusche), musst Du arbeiten.

Wenn Du das Gefühl hast, die Arbeit ist trotz allem wegen der Hitze unzumutbar, kannst Du Dich ans Amt für Arbeitsschutz wenden – auch anonym.

Salim Rehan
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