Ärztin
Bild: GettyImages / alvarez

Im November bekamen Millionen Privatversicherte unerfreuliche Post: Ihr Beitrag zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung steigt im kommenden Jahr. Etwas mehr müssen alle zahlen, denn die Pflegepflichtversicherung wird teurer. Doch bei etwa jedem zweiten der 8,7 Millionen Privatversicherten steigen auch die Beiträge zur Krankenversicherung.

Versicherte berichten von Erhöhungen um 30 Prozent allein für die Pflegeversicherung. Der Branchenverband führt das vor allem auf gestiegene Kosten durch die jüngsten Pflegereformen der Großen Koalition zurück. Die gesetzliche Pflegeversicherung hatte ihren Beitrag bereits Anfang des Jahres erhöht.

Falls Ihnen die Beiträge für Ihre private Krankenversicherung über den Kopf wachsen, können Sie etwas tun. Jeder Privatversicherte hat das Recht, bei seiner Versicherung in einen anderen Tarif zu wechseln. Mit unserem Musterschreiben können Sie Ihren Versicherer auffordern, Ihnen kostenfrei Alternativen vorzuschlagen.

Manchmal gibt es günstigere Tarife mit ähnlichen Leistungen – identisch sind zwei Tarife jedoch fast nie. Vergleichen Sie deshalb genau, beispielsweise mithilfe eines Versicherungsberaters, und verzichten Sie nicht leichtfertig auf wichtige Leistungen. Diese Entscheidung lässt sich oft nicht rückgängig machen.

Weitere Möglichkeiten, Kosten zu sparen, finden Sie in unserem Ratgeber.

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Julia Rieder
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Stand:

Julia Rieder kümmert sich als Redakteurin um Versicherungsthemen. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

2 Kommentare

  1. Bin seit 1982 privatversichert und seit 1.1.2016 in Altersrente; musste ca. 2 Jahre früher Alters-Rente (war die letzten 25 Jahre selbständig, jedoch bereits 8 Jahre als Angestellter privatvers.)) beantragen, da ein 8 Jahre jüngerer Bruder zu betreuen war, er starb nach drei Gehirntumor-OP´s nach einem Jahr 1/2016.
    ich hatte dadurch Kosten von 46.000,-; laufende Kosten (im Sterbejahr 23.1..2015 -24.1.2016) nicht gerechnet; ich selbst, nun 68 Jahre, bin trotz ca 1600,- ( 897,-Rente + Fotovoltaikanl.) in den Not-Tarif der priv. Krankenkasse (Bay Beamtenkrankenkasse) gerutscht (hatte 4600,- Euro Auto-Motorschaden 2019) und zahle ca. 150,- Euro; die Pflegepflicht beträgt davon über 50% (ca. 100% erhöht)
    Frage: gibt es einen vergleichbaren /einheitlichen Pflegepflicht-Versicherungsbeitrag?
    Herzlichen Dank: vielleicht bekomme ich eine Antwort

    1. Sehr geehrter Herr Fenzl,
      wenn ich Ihre Frage richtig verstehe, möchten Sie wissen, ob es einen Notlagentarif für die private Pflegepflichtversicherung gibt. Da muss ich Sie leider enttäuschen, den gibt es nicht.
      Beste Grüße, Julia Rieder

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