Müllabfuhr
Bild: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Bei vielen Mietern dürfte zum Jahresende die Nebenkostenabrechnung im Briefkasten gelandet sein. Vermieter haben ein Jahr Zeit, die Betriebs- oder Nebenkosten abzurechnen – und eine Nachzahlung einzufordern. Dasselbe gilt für die Heizkosten. Die Abrechnung für 2020 sollte also spätestens Ende Dezember bei Dir angekommen sein.

Schau sie Dir ruhig genauer an, denn viele Abrechnungen sind fehlerhaft: Deine Vermieterin darf nur die Kosten abrechnen, die im Mietvertrag stehen. Ausgeschlossen sind Ausgaben für die Hausverwaltung, Reparaturkosten und Bankgebühren.

Erscheint Dir etwas fragwürdig, hast Du auf den Tag genau zwölf Monate Zeit zu widersprechen. Dazu kannst Du unser Musterschreiben nutzen; schick es am besten per Einwurf-Einschreiben. Es empfiehlt sich, schnell zu widersprechen und Belegeinsicht zu verlangen. Solange Du keine Unterlagen siehst, musst Du nichts nachzahlen.

Kommt die Abrechnung für 2020 nicht pünktlich, also etwa erst diese Woche, dann musst Du nichts nachzahlen. Auf ein Guthaben hast Du aber Anspruch. Kommt die Abrechnung gar nicht, solltest Du sie anfordern. Schon deshalb, weil Du einige Posten von der Steuer absetzen kannst, wie Hausreinigung oder Winterdienst.

So eine Abrechnung ist schwierig nachzuvollziehen. Unser Tipp: Mietervereine unterstützen ihre Mitglieder dabei; für Heizkosten gibt es den kostenlosen Heizcheck von CO2online. Auch der Rechtsdienstleister Mineko und spezialisierte Anwälte, die Du über Yourxpert* finden kannst, helfen – gegen Gebühr, versteht sich.

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Nina C. Zimmermann
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