Hase auf beschneitem Feld
Bild: Cristi Savin / GettyImages

Plastiktannen, Lebkuchen und Lichterketten sind bereits in vielen Läden zu haben – ein sicheres Zeichen, dass der Jahreswechsel naht. Höchste Zeit, ein paar finanzielle Dinge zu regeln, um später mehr Geld auf dem Konto zu haben. Wir verraten Dir, wofür Du dieses Jahr noch Geld ausgeben solltest – und welche Ausgaben Du besser erst fürs nächste Jahr einplanst.

Handwerkerkosten: Aufs Timing kommt es an

Denk jetzt schon an die nächste Steuererklärung: Fürs Teppichverlegen, Markise anbauen oder Reparaturen im Haushalt kannst Du pro Jahr maximal 6.000 Euro absetzen. Allerdings nur die Lohn-, nicht die Materialkosten. Hast Du den Betrag schon erreicht, zum Beispiel, weil das Parkett im Wohnzimmer neu verlegt wurde, solltest Du die Handwerker zum Kacheln des Bades erst im kommenden Jahr beauftragen. Entscheidend ist, wann Du zahlst: Du kannst auch nachfragen, ob Du die Rechnung oder einen Teil davon nach Silvester begleichen kannst.

Gesundheitskosten: Alles bündeln

Kosten für Brille, Zahnersatz, Kur oder auch Bestattungskosten nennt man treffend außergewöhnliche Belastungen. Diese solltest Du möglichst in einem Jahr bündeln, denn es gilt, die individuelle Grenze der „zumutbaren Belastung“ zu übersteigen. Die hängt ab von Einkommen, Familienstand und Kinderzahl – und kann ein paar hundert, aber auch mehrere tausend Euro betragen.

Mehrwertsteuer: Größere Anschaffungen noch schnell erledigen

Zum Jahreswechsel steigt die Mehrwertsteuer von derzeit 16 Prozent wieder auf die üblichen 19 Prozent. Ein Fernseher für aktuell 2.000 Euro könnte dann rund 50 Euro mehr kosten. Aber Vorsicht: Auch andere Faktoren beeinflussen den Preis – vergleiche also immer mehrere Händler.

Falls Du vorhast, ein Auto anzuschaffen, kannst Du ebenfalls noch von der gesenkten Mehrwertsteuer profitieren. Außerdem steigt für viele (vor allem große) Wagen die Kfz-Steuer zum Jahreswechsel. Die neue Kfz-Steuer gilt für alle ab 2021 erstmals zugelassenen Autos. Wichtig: Reserviere Dir frühzeitig einen Termin bei der Zulassungsstelle noch für 2020.

CO2-Preis: Den Tank vollmachen

Sofern Du mit Öl heizt, kommt zur steigenden Mehrwertsteuer ab dem kommenden Jahr noch der CO2-Preis hinzu. Überleg daher, ob Du nicht Deinen Tank noch vollmachen willst. Wir empfehlen einen Preisvergleich über Heizoel24 oder Esyoil. Achte auf die Lieferzeiten.

Übrigens: Bestimmte Holzöfen und Kamine von vor 1995 müssen bis Jahresende außer Betrieb gehen – es sei denn, Du rüstest sie mit einem Staubfilter aus.

Corona-Bonus: Frag den Chef

Falls sich Dein Chef noch in diesem Jahr zu einem Extra-Bonus bereiterklärt, der nicht in Deinem Arbeitsvertrag steht, bleiben davon bis zu 1.500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei. Bietet sich besonders an für Kassierer, Pflegekräfte, Paketboten, Müllwerker, Kanalarbeiter oder Techniker – die das Land während Corona am Laufen halten.

Riester und Rürup: Die Zahlung prüfen

Wer mit Riester fürs Alter vorsorgt, bekommt die volle Förderung vom Staat nur, wenn er mindestens 4 Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttos einzahlt. Hat sich Dein Gehalt 2019 erhöht oder ist eine Kinderzulage entfallen, solltest Du die 4 Prozent bis Jahresende auffüllen.

Insbesondere Selbständige können bis Jahresende mit einer Einzahlung in einen Rürup-Vertrag oder freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ihre Steuerlast für 2020 enorm senken. Details dazu und viele weitere Tipps erfährst Du im Ratgeber.

Daniel Pöhler
Autor

Stand:

Daniel Pöhler ist Co-Pilot im Newsletter-Team und gelegentlich als Mobilitäts-Experte von Finanztip unterwegs. Daniel hat Betriebswirtschaft studiert und bei einem Fachmagazin für Telekommunikation volontiert. Seine ausgeprägte Leidenschaft für gute Sprache hat ihm einen weiteren Job bei Finanztip eingebracht: den des stellvertretenden Textchefs.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate-Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate-Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.