Huawei
Foto: Ng Han Guan, AP, dpa

Besitzer eines Huawei-Smartphones können ihr Handy weitere drei Monate wie gewohnt nutzen. Die USA haben die „Gnadenfrist“ am Montag um 90 Tage verlängert. Das chinesische Unternehmen steht auf einer Schwarzen Liste von Firmen, mit denen amerikanische Unternehmen nicht ohne Weiteres zusammenarbeiten dürfen. Somit dürfte Google für neue Huawei-Handys auch kein Android mehr liefern, kein Google Maps und keinen Play Store.

In bereits verkauften oder auf Lager liegenden Handys läuft die Google-Software zwar weiter – allerdings könnten sich Updates deutlich verzögern. Denn Huawei müsste sich diese woanders beschaffen, und zwar vom „Android Open Source Project“. Das quelloffene Projekt braucht aber meist länger als Google, um Sicherheitslücken zu stopfen. Ein Risiko für Sie als Huawei-Nutzer!

Da sich US-Präsident Donald Trump unberechenbar verhält und weitere Fristverlängerungen unklar sind, raten wir derzeit vom Kauf eines Huawei-Smartphones ab – außer Sie sind ein risikofreudiger Schnäppchenjäger. Wenn Sie bereits eins haben, installieren Sie alle Updates, so lange es geht. Außerdem ist ein Virenscanner empfehlenswert. Das gilt übrigens auch für günstigere, ältere Android-Handys anderer Hersteller. Denn unabhängig vom Huawei-Embargo ist die Update-Versorgung bei Einsteiger-Geräten mit Android eher schlecht.

Daniel Pöhler
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Daniel Pöhler arbeitet am Newsletter und wirkt als stellvertretender Textchef an der sprachlichen Qualität der Finanztip-Texte mit. Seine redaktionellen Schwerpunkte sind Mobilität und Digitales. In seinem Volontariat bei einem Münchner Fachmagazin hat er erfahren, wie die Telekommunikations-Branche und der Handel ticken. Daniel hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.

2 Kommentare

    1. Hallo Reiner, öffnen Sie einfach den Play Store und suchen Sie nach einem entsprechenden Programm: Kostenlos sind zum Beispiel die Basisversionen von Avast Antivirus 2019 und AVG Antivirus. Allerdings muss man dann unter Umständen mit Werbeeinblendungen leben. Kostenpflichtige Programme nerven nicht mit Werbung; es gibt sie von allen möglichen Herstellern, neben den genannten auch von Avira, Bitdefender, Kaspersky, Norton oder Sophos.

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