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Die Inflation bleibt höher als erwartet: Im Januar war das Leben rund 5 Prozent teurer als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr – sowohl in Deutschland als auch in der EU. So lauten die ersten Schätzungen. Hauptgrund sind die anhaltend hohen Energiepreise; ansonsten wurden vor allem Gemüse und weitere Lebensmittel teurer.

Wenn die Kosten für Energie auf diesem Niveau bleiben, müssen Haushalte mit typischem Stromverbrauch (2.500 kWh) dieses Jahr rund 110 Euro mehr zahlen als im Vorjahr. Bei einem üblichen Gasverbrauch (14.000 kWh) sind es etwa 800 Euro mehr.

Ein Durchschnittshaushalt zahlte vor Corona für Strom, Wärme und Benzin zusammen jährlich um die 2.800 Euro. Dieses Jahr könnten es, sollten die Energiepreise nicht sinken, mehr als 4.000 Euro werden. Zwar geht die Europäische Zentralbank weiter davon aus, dass die hohe Inflation vorübergehend ist und die Preise – übers Jahr gesehen – deutlich weniger steigen als im Januar; aber die Energiekosten werden unserer Einschätzung nach über dem Vor-Corona-Niveau bleiben.

245 Euro Heizkostenzuschuss für eine Familie

Wer Wohngeld, Bafög oder Ausbildungsbeihilfe bezieht, soll einen Heizkostenzuschuss bekommen. Das verkündete die Bundesregierung am Mittwoch. Wohngeld-Empfänger sollen einmalig 135 Euro erhalten, Paare 175 Euro, jedes weitere Haushaltsmitglied 35 Euro. Für eine vierköpfige Familie wären es also 245 Euro. Für Bafög-Empfänger sind 115 Euro geplant.

Derzeit gibt es weniger Möglichkeiten als sonst, günstigere Anbieter für Gas und Strom zu finden – und der Inflation damit zumindest ein bisschen zu entgehen. Aber es gibt ein paar Tricks, mit denen Du weniger verbrauchst.

Wenn Du eine Zentralheizung hast und zur Miete wohnst, spürst Du die erhöhten Preise möglicherweise erst im nächsten Jahr, wenn die Abrechnung für 2022 kommt.

Matthias Urbach
Autor

Stand:

Matthias Urbach war von 2014 bis 2022 stellvertretender Chefredakteur von Finanztip. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

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