Baustelle in Berlin
Bild: querbeet / Getty Images

Raus aus Aktien, denken sich manche angesichts des Coronavirus. Warum nicht Immobilien? Einige Crowdfunding-Plattformen werben derzeit mit 6 Prozent Rendite. Im Vergleich: Sichere Anlagen wie das Festgeldkonto bieten derzeit nicht einmal 1 Prozent.

Auf Plattformen wie Exporo oder Zinsbaustein investieren Sie zusammen mit vielen anderen in Bauprojekte. Am Ende der Laufzeit erhalten Sie das eingezahlte Geld plus hoher Verzinsung – so jedenfalls in der Theorie. Und Immobilien sind doch sicher, oder?

Der große Haken an der Sache: Sie können Ihr gesamtes Geld verlieren, wenn der Bauunternehmer pleitegeht, denn bei Ihrem Investment handelt es sich meist um ein sogenanntes Nachrangdarlehen. Im Insolvenzfall bekommen zuerst Banken und Handwerker ihr Geld, und Sie müssen sich hinten anstellen.

Höhere Zinsen bedeuten immer auch höheres Risiko. Am Aktienmarkt können Sie mit einfachen Indexfonds (ETFs) und einem langen Anlagehorizont die Risiken relativ gut minimieren. Beim Crowdfunding ist es schon schwierig, das Risiko überhaupt einzuschätzen. Wer trotzdem einen kleinen Teil seines Geldes investieren will, sollte es unbedingt auf mehrere Projekte verteilten.

Nicolas Heronymus
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Nicolas Heronymus schreibt im Newsletter über die wichtigsten aktuellen Geldthemen. Nicolas hat bei Finanztip volontiert und dabei auch zwei Monate bei Zeit Online hospitiert. Vor Finanztip sammelte er erste Erfahrungen in der Finanz- und Versicherungswelt. Er hat Politikwissenschaft in Lüneburg, Berlin und Rom studiert.

2 Kommentare

  1. Von Exporo hört man bisher gar nichts in Sachen Corona, scheint dort nicht relevant zu sein, weil alles digitale Investments. Da werden einige hoch gehebelte Finanzierungen schon Schlagseite haben. Auch E+V Capital fleißig weiter das, ohne Rücksicht auf Verluste.

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