
Inzwischen bekommst Du wieder Zinsen – und zwar auch auf Anleihen. Das Prinzip ist simpel: Du leihst einer Firma oder einem Staat Geld und bekommst darauf einen festgelegten Zinssatz. Entweder kaufst Du selbst eine Anleihe, oder Du investierst in einen Anleihen-ETF, der mehrere Anleihen bündelt – praktisch wie es ein Aktien-ETF mit Aktien macht. Aber ist der ETF auch hier die bessere Wahl?
Diesen Vorteil hat der Anleihen-ETF
Mit einem Anleihen-ETF kannst Du günstig in viele Anleihen gleichzeitig investieren. In so einem ETF können z. B. nur Staatsanleihen, aber auch Unternehmensanleihen stecken. Du kannst also wie beim Aktien-ETF mit kleinen Beträgen investieren und gleichzeitig Dein Risiko streuen. Denn es gibt bei Anleihen das sogenannte Emittentenrisiko. Heißt: Der Staat oder das Unternehmen, dem Du Geld leihst, kann finanzielle Probleme bekommen und Du das Geld nicht zurückbekommen.
Nachteil des Anleihen-ETF gegenüber einer einzelnen Anleihe: Anleihen haben einen Börsenkurs, zu dem Du sie vor Ablauf verkaufen kannst. Beim Anleihen-ETF bist Du also genau wie beim Aktien-ETF vom Kursverlauf der enthaltenen Anleihen bzw. Aktien abhängig. Bei einer einzelnen Anleihe ist der Kurs dagegen nur entscheidend, wenn Du die Anleihe vor dem Ablauf verkaufen willst.
Diesen Vorteil hat die Anleihe
Außerdem ist die Anleihe im Vergleich zum Anleihen-ETF deutlich überschaubarer: Du weißt, wie viel Zinsen es gibt und wann Du Dein angelegtes Geld zurückbekommst. Und Du kannst Dich vorher über das Unternehmen oder den Staat, dem Du Geld leihst, informieren.
Dafür ist die Auswahl aber vergleichsweise klein und viele Anleihen haben eine Mindeststückelung von 1.000€. Für ein kleineres Anleihen-Depot brauchst Du also ein gewisses Startkapital, außerdem fallen jedes Mal Ordergebühren an, wenn Du in eine neue Anleihe investierst. Solche Probleme kannst Du mit einem ETF also umgehen.
Fazit: Lieber in Festgeld investieren
Was ist also besser, Einzelanleihen oder Anleihen-ETFs? Wir sagen: weder noch. Denn beide sind kein Ersatz für einen Aktien-ETF, dafür bieten sie langfristig zu wenig Rendite. Sie sind aber auch kein Sicherheitsbaustein für Deine Geldanlage – dafür sind sie schlicht zu riskant und kompliziert.
Wenn Du mittelfristig Geld anlegen willst, setz stattdessen auf Festgeld. Damit sind bis zu 3,6% p. a. drin – und Dein Geld ist bis 100.000€ pro Bank und Person durch die Einlagensicherung geschützt. Der Zinssatz ist vergleichbar und Dein Risiko deutlich kleiner.
Die besten Festgeldangebote sicherer Banken findest Du in unserem Ratgeber.
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