Kassierer im Baumarkt.
Gut präpariert: Kassierer im Baumarkt. Bild: Matthias Balk/ dpa

Die Arbeit läuft plötzlich völlig anders als noch vor ein paar Tagen: Wer kann, arbeitet zu Hause, für andere gibt es im Moment gar keine Arbeit, wieder andere schützen sich so gut es geht vor den unvermeidlichen Kontakten. Und es gibt ganz neue Konflikte: Was gilt, wenn der Chef sagt, wir sollen ab sofort nur noch halbe Tage arbeiten? Oder wir sollen unseren Urlaub nehmen? Unbezahlt die Kinder daheim betreuen?

Wichtig ist: Ihr Chef kann nicht einfach die im Arbeitsvertrag festgelegte Arbeitszeit verkürzen. Das muss er mit Ihnen besprechen. Einfach in den Urlaub schicken darf Ihr Arbeitgeber Sie auch nicht.

Aber er darf Betriebsferien oder Betriebsurlaub anordnen – das gilt dann aber für alle Angestellten. Dann muss er Ihr Gehalt in voller Höhe weiterzahlen. Sie können sich mit ihm auch auf bestimmte Maßnahmen einigen, zum Beispiel darauf, dass Sie Ihre Überstunden abfeiern. Wichtig ist, dass Sie gemeinsam gute Lösungen finden. Denn Betriebe, die Corona hart trifft, könnten betriebsbedingte Kündigungen aussprechen.

Eventuell gibt es Kurzarbeitergeld. Das muss allerdings Ihr Chef für Sie beantragen. Finanziell sind Sie dann abgesichert. Wer etwa seine Arbeitszeit um die Hälfte reduzieren muss, bekommt zusätzlich zur Hälfte seines Gehalts das Kurzarbeitergeld. Das sind für Arbeitnehmer mit Kind zwei Drittel des ausgefallenen Nettolohns und für alle anderen 60 Prozent.

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