Windanlage
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Die Ergebnisliste unseres Vergleichsrechners enthält Werbelinks zu Stromtarifen von Check24 und Verivox. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig und erfüllen unsere strengen Finanztip-Kriterien.


Nach zähen Verhandlungen hat die Bundesregierung die Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm beschlossen. Damit will Deutschland seine CO2-Emissionen bis 2030 so stark senken wie international zugesichert: 40 Prozent weniger Treibhausgase als 1990 sollen in die Luft gepustet werden. Spätestens 2021 sollen die neuen Maßnahmen wirken.

Was das für Sie bedeutet, haben wir für Sie zusammengetragen:

1. Heizen wird teurer.

Wer beim Heizen Kohlendioxid in die Luft bläst, soll zur Kasse gebeten werden. Die Bundesregierung plant, Heizöl, Erdgas und andere fossile Brennstoffe mit einem CO2-Preis zu belegen. Das gilt auch für den Sprit. 2021 sollen es 10 Euro pro Tonne Kohlendioxid sein. Bis 2025 soll der Preis auf 35 Euro steigen. Heizölhändler, Gaslieferanten und Fernwärmeversorger, die ihre Kraftwerke mit Kohle oder Gas bestücken, werden die CO2-Kosten einpreisen und an Sie weiterreichen.

Wie stark sich das auf Ihren Geldbeutel auswirkt, hängt von zwei Faktoren ab: Wie effizient ist Ihre Heizungsanlage und wie hoch ist Ihr Wärmebedarf? 2021 müssen Sie in unsanierten Altbauten bei 150 Quadratmetern Heizfläche von rund 60 Euro Mehrkosten pro Jahr ausgehen, wenn Sie einen Gas-Brennwertkessel haben. Etwa 90 Euro sind es mit einer Ölheizung. 2022 sollen sich die CO2-Kosten verdoppeln. 2024 sind sie für Gas mit etwa 180 Euro und für Öl mit 220 Euro dreimal so hoch. Besser sieht es mit einem vergleichbar großen KfW-70-Haus mit Gaskessel aus. Bei diesen energieeffizienten Häusern erreichen die Mehrkosten bis 2024 rund 80 Euro im Jahr.*

Mieter sind dabei im Nachteil: Über Heizanlage und Dämmung können Sie nicht entscheiden. Daher wird es womöglich Änderungen im Mietrecht geben: Vermieter sollen den CO2-Preis nur begrenzt umlegen können. Darüber hinaus soll das Wohngeld erhöht werden.

2. Modernisieren soll sich lohnen.

Der CO2-Preis soll zum Modernisieren des Hauses anregen. Doch nicht nur das. Geplant ist auch, dass Eigenheimbesitzer die Kosten der energetischen Sanierung ihres Wohnhauses ab 2020 von der Steuer absetzen können. Die Fördermittel zur Anschaffung einer umweltfreundlichen Heizung und zur energetischen Gebäudesanierung sollen steigen. Wer seine Ölheizung gegen ein effizientes System tauscht, bekommt eine „Austauschprämie“ – 40 Prozent der Kosten für die neue Heizung übernimmt der Staat. Ab 2026 soll ein Installationsverbot für Ölheizungen gelten.

3. Weniger Belastung beim Strompreis

Ab 2021 soll der Strompreis entlastet werden. Immerhin beruht die Hälfte des Strompreises heute allein auf Umlagen, Abgaben und Steuern. Vorgesehen ist im Klimapaket, die EEG-Umlage bis 2023 um 0,625 Cent pro Kilowattstunde zu verringern. Steigen die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung, sollen sie weitere Kosten des Strompreises abfedern.

Ob jedoch allein durch die Entlastung der EEG-Umlage der Strompreis sinkt, bleibt abzuwarten. Die Denkwerkstatt Agora Energiewende erwartet, dass die Umlage 2021 ihren Höchststand mit rund 7 Cent pro Kilowattstunde erreichen wird. Trifft diese Prognose zu, wird die Umlage 2021 trotz staatlicher Entlastung über dem heutigen Niveau von 6,405 Cent pro Kilowattstunde liegen. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Strompreis 2021 eher steigt. Erst ab 2026 erwartet die Denkwerkstatt, dass die Umlage von allein stärker sinken wird, wodurch der Strompreis vermutlich auch stärker fallen wird.

4. Autofahren wird teurer – für manche.

Der CO2-Aufpreis soll auch Kraftstoffe wie Diesel und Benzin verteuern. Wieviel Sie das kostet? Kommt drauf an. Eine Beispielrechnung: 2021 macht der CO2-Preis den Liter um rund 3 Cent teurer. Auf 100 Kilometer kostet Sie die Fahrt mit Ihrem 5-Liter-verbrauchenden Auto dann 15 Cent mehr. Bis 2025 klettert dieser Aufschlag auf 9 Cent pro Liter oder 45 Cent auf 100 Kilometer.

Dafür sollen Pendler mit längeren Arbeitswegen steuerlich entlastet werden: Die Pendlerpauschale soll für sie sechs Jahre lang ab dem 21. Kilometer von 30 auf 35 Cent pro Kilometer angehoben werden. Dadurch sparen zumindest erst einmal ab 2021 diejenigen mit Wegen ab 30 Kilometern und einem Einkommen von mindestens 50.000 Euro pro Jahr, ohne auf den Zug oder ein Elektroauto umsteigen zu müssen. Mehr fürs Autofahren zahlen werden dagegen die mit kürzeren Arbeitswegen, weniger Einkommen oder einem Auto mit höherem Spritverbrauch. Wenn der CO2-Preis Jahr um Jahr steigt, belastet das mehr und mehr Autofahrer beim Pendeln.

5. Zuschüsse und Steuerbefreiung für umweltfreundliche Autos

Wenn Sie einen längeren Arbeitsweg haben, können Sie aber auch auf ein Elektro- oder Brennstoffzellenauto umsteigen. Der CO2-Preis tangiert Sie dann nicht. Von der höheren Entfernungspauschale profitieren Sie trotzdem. Obendrein gibt es ab 2021 steigende Zuschüsse zum Kauf von Autos mit Elektro-, Brennstoffzellen- und auch Hybrid-Antrieb, wenn der Preis unter 40.000 Euro liegt. Die Befreiung von der Kfz-Steuer soll für diese umweltfreundlicheren Autos ab 2021 verlängert werden: Wer bis Ende 2025 ein solches Fahrzeug auf sich zulässt, braucht bis Ende 2030 keine Kfz-Steuer zahlen. Das bedeutet: Je früher Sie ein umweltfreundliches Auto kaufen, desto mehr Jahre bleiben Sie von der Steuer befreit.

6. Günstiger mit der Bahn fahren, aber mehr für Flüge zahlen

Innerhalb Deutschlands und Europas kommen Sie nicht nur mit Auto oder Flugzeug voran, sondern auch mit dem Zug. Dass mehr Bürger die Bahn auf längeren Strecken nutzen, ist ein Ziel des Klimapakets. Deswegen soll bereits ab Jahresbeginn 2020 die Mehrwertsteuer auf Bahnfahrkarten im Fernverkehr von 19 auf 7 Prozent sinken. Dadurch wird Bahnfahren um 10 Prozent günstiger. Vorausgesetzt, die Bahn hält sich an ihre Ankündigung, die Preise nicht zu erhöhen. Zeitgleich will die Bundesregierung die Luftverkehrsabgabe erhöhen und ein Verbot für Dumpingpreise bei Flugtickets erlassen: Unterhalb der Kosten für Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren sollen die Fluggesellschaften keine Tickets mehr anbieten dürfen.

Unser Rat: Planen Sie jetzt Ihre Investitionen für die Zukunft

Nachdem das Klimaschutzpaket vorgestellt war, hagelte es Kritik: Die Klimaziele würden bis 2030 so nicht erreicht. Das kann sein. Für sie wichtig: Die Bundesregierung gibt den Bürgern (und der Wirtschaft) Zeit zu investieren und Gewohnheiten zu ändern. Überlegen Sie sich jetzt, wie Sie künftig wohnen, heizen und sich fortbewegen wollen, und nutzen Sie die steigenden Fördermittel ab 2020. Wer nun handelt, ist auf der sicheren Seite, falls die nächste Bundesregierung eine härtere Gangart einlegt, um das Klima zu schützen.

* Bei der Berechnung der Kosten, die durch den CO2-Preis entstehen, haben wir für unsanierte Altbauten einen Wärmeverbrauch von 160 Kilowattstunden pro Quadratmeter angenommen und für das KfW-70-Haus 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Über den CO2-Rechner des Umweltbundesamts haben wir die Treibhausgasemissionen für eine Person (gleichbedeutend für den ganzen Haushalt) je nach angenommenem Brennstoffverbrauch ermittelt und von diesen den Anteil anderer Treibhausgase denn Kohlendioxid abgezogen – schließlich will die Bundesregierung nur den Ausstoß von Kohlendioxid bepreisen. Die Emissionen haben wir mit dem festen CO2-Preis des jeweiligen Jahres multipliziert und auf diese Kosten noch 19 Prozent Mehrwertsteuer geschlagen.

Ines Rutschmann
Autor

Stand:

Ines Rutschmann ist unsere Energie-Expertin und widmet sich allen Fragen, die sich Verbraucher rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung. Danach war sie für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Masterabschluss in Energiemanagement.

23 Kommentare

  1. Sehr spannende Meinungen! Ganz gewiss geht es unter dem Deckmantel des Klimaschutzes zunächst erst einmal Kasse zu machen für den Staat. Sicher gibt es dabei nebenbei auch einige postive techn. Entwicklungen, die bisher verschlafen wurden und auch manche Umweltkatrastophen (Brände) rücken mehr in den Fokos. Mein Vorschlag wäre, das Aufrüsten und die Manöver stufenweise weiter abzubauen oder fahren die Panzer und Fugzeuge auch klimaneutral mit Batterie? Die Dinge braucht keiner und sie verschlingen Unmengen von Ressourcen. Wer bedroht uns hier? der Russe war schon hier bis 1989 und ist freiwillig gegangen und hat den Weg für die Einheit frei gemacht. Damit wäre genug Geld frei für viele angere Aufgaben. Aber jetzt will die Nato ja sogar den Weltraum mit aufrüsten. Dagen protestieren die Klimaaktivisten nicht!
    Und übrigens, sollte mal wieder so ein Vulkan ausbrechen wie 1815 dann wird man sehen,wer welche Klimaeinflüsse bewirkt.

  2. Gedanken zum Wohngeld: wissen die Politiker eigentlich wer Wohngeld berechtigt ist? Diese angebliche Entlastung der nun kommenden höheren Heizkosten bekommen jedenfalls nicht, wer Anspruch auf BAFÖG oder Ausbildungsbeihilfe hat. Also zahlt z. B. der Student drauf oder dessen Eltern, der sowieso in einer überteuerten Mietwohnung wohnt mit uralter Heizung. Die Mieter können keine andere Heizung einbauen und wird dies vom Vermieter gemacht gibt es gleich eine saftige Mieterhöhung. Zum höheren Benzinpreis: es wird die am stärksten treffen, die nicht auf den ÖPNV umsteigen können und pendeln müssen. Die Pendlerpauschale ist im Regelfall gar nicht Kosten deckend. Und auch hier trifft es die Familien, die Kinder zur Schule, zum Sport usw bringen, ein größeres Auto haben, damit die Einkäufe für die Familie auch transportiert werden können und alle ins Auto passen, wenn mal ein Ausflug gemacht wird. Ein neues größeres Elektroauto kann sich dir Durchschnittsfamilie doch gar nicht leisten. Eine Urlaubsreise per Bahn mit 3 oder 4 Kindern …. möchte ich jedenfalls nicht wagen. Also bleiben Familien zuhause in Zukunft?
    Und leider wird sich am Klima nix ändern, weil es nur global gelöst werden kann, wenn überhaupt…
    Vielleicht wäre es sinnvoller Bäume zu pflanzen und nicht den Wald für Brennholz zu roden oder Waldflächen für Windräder zu opfern, was angeblich ökologisch sein soll. Ein Baum braucht 100 Jahre und wird in einem Jahr verheizt. Diese Rechnung geht irgendwie auch nicht auf. Ganz zu schweigen von diesen Biogasanlagen. Mais und Gärrückstände, Trecker die permanent hin- und her fahren, Nitrat im Trinkwasser – auch so eine Milchmädchenrechnung.

  3. Die ganze Diskussion ist doch zum Kotzen. Klima retten kann ich schon nicht mehr hören. Deutschland ist mit 1,8% CO2 Ausstoß nicht in der Lage das Weltklima zu retten. Elektroautos verursachen in der Herstellung soviel CO2, da kann man mit einem normalen Auto fast 500000 Km fahren. Wir sollen Strom sparen, aber Strom ist nur bei den Versorgern zu guten Preisen zu haben, wenn man viel verbraucht. Tickets für den ÖPNV werden jährlich teurer. Das ist doch alles Paradox. Es geht hier nur darum den Leuten über diese Steuer noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich habe vor 2 Jahren meine Heizung auf Brennwerttechnik umgestellt und im Juli 2018 ein Hybrid Auto gekauft. Was wollen diese Klimaaktivisten eigenglich noch. Wie lange wollen wir uns noch verarschen lassen.

    1. Der Bundesfinanzminister wurde im Bundestag von einem MdB gefragt, wieviel Grad weniger Erderwärmung denn die Umsetzung des vom Kabinett geplanten Pakets bewirkt. Er war nicht in der Lage zu antworten. Er war aber sehr wohl in der Lage, es toll zu finden, dass die Bürger mit 100 Mrd. und mehr belastet werden.

      Und zur gestellten Frage: Legt man die offiziellen Zahlen des IPCC zugrunde, kann man sich den erwarteten Effekt sehr wohl ausrechnen. Das kann auch der Bundesfinanzminister. Aber wenn er das Ergebnis dann offiziell verkünden würde, wäre er wohl längste Zeit in diesem Amt gewesen.

  4. „Mieter sind beim Klima-Paket benachteiligt“. Eine ziemlich dümmliche Aussage, angesichts der Tatsache, dass Mieter die Wohnung aussuchen und damit sich auch implizit für eine Heizung entscheiden. Es ist extrem naiv zu glauben Vermieter würden (vor der Zeit) Co2-sparende Heizungen einbauen, wenn sie die Kosten nicht umlegen können auf die Mieter. Die sparen ja immerhin auch bei den Stromkosten.
    Mehr Markt (zB. co2-zertifikatehandel) könnte das Problem lösen – nicht weniger!

    1. Ein Problem liegt u.a. auch darin, daß bei den seit Jahren (zu) niedrigen Heizölkosten, der Mieter nach Durchführung von Dämmaßnahmen „warm“ teurer wohnt als vorher. Und da rede ich nicht von 11, 10 oder auch nur 8 Prozent Modernisierungsumlage, sondern von einer Abschreibung über 50 Jahre und einer Kapitalverzinsung von ein Prozent. Erst ab einem Heizölpreis von ca. 1,20 Euros wird die Sache für den Mieter interessant. Wir haben deshalb unseren Mietern gesagt: „Wenn Sie aus ökologischen oder ökonomischen Gründen Wärmedämmaßnahmen wünschen, sind wir sofort dabei. Per Modernisierungsumlage zwingen werden wir sie nicht.“ Niemand wollte. Und wenn in Zukunft der Vermieter die CO2-Umlage zahlt, warum sollten sie dann?

  5. Ja nee, is klar. Die Polit- Elite fliegt mit fünf Politikern in vier Großflugzeugen arrogant protzig nach USA kurz nachdem sie dem kleinen Nobody die Daumenschrauben angezogen haben. Ich möchte nicht die Klimabilanz dieses Theaters berechnen.
    Der Kampf und die Hetze gegen die Billigflieger ist so alt wie Sir Freddy Laker pleite. Unsere Staatsdiener sitzen bei der Kranichlinie im Vorstand und kassieren zum eigentlichen Salär noch kräftig dort ab. Dass aus rein persönlichen Gründen die Konkurrenz stört ist doch logisch.
    Woher kommen die teilweise günstigen Preise? Vielleicht weil die die Flieger bis zum letzten Platz vollstopfen anstatt wie beim Kranich mit 25-30% Belegung zu fliegen? Oder weil die besser wirtschaften sollen sie bestraft werden? Schließlich müssen die Piloten mit rund 7.500€ im Monat auskommen wo ein LH-Flugkapitän mit einer viertel Million im Jahr bezahlt wird? Weil die Vorstände weniger sind und keine Millionen heim schleppen? Und weil keine Politiker mitbezahlt werden? Wann werden Amazon, MediaMarkt und anderen Mindestpreise vorgeschrieben damit sich der Pöbel kein Handy mehr leisten kann oder um Apple den Profit zu sichern?
    Dass jeder Fluggast z.B. bei Ryanair für 10 Euro fliegt ist ein gern gebetsmühlenartig wiederholtes Märchen. Der Großteil der Fluggäste zahlt einiges mehr, sogar manchmal mehr als bei den Staatsfliegern. Nur füllen die die freien Plätze mit Angeboten und hoffen mit Nebenleistungen noch ein paar Euros dazuzuverdienen. So haben die staatsmitgelenkten Airlines durch die geringere Belegung teilweise den doppelten bis dreifachen CO2 – Ausstoß pro Kopf gegenüber den „Billigfliegern“. Der Durchschnittspreis pro Person bei Lauda/Ryanair von Stuttgart nach Palma liegt in den nächsten 7 Tagen bei ca. 240 Euro pro Richtung!
    Fliegen also nur noch die Reichen und die Politiker auf Steuerzahlers Kosten?

    1. Wer hat Ihnen denn das Ammenmärchen erzählt, daß LH Flüge mit 25-30% belegt sind? Die meisten sind voll bis oben hin ausgebucht, weil sich ganz einfach viele Leute das Fliegen in den Urlaub gönnen u leisten. Die Jammerei mancher politischer Parteien in D über die ach so Armen ist grenzenlos. Diese Armen gibt es sicher, aber GsDank längst nicht in dem Ausmaß wie man die Bevölkerung glauben machen will und uns jeden Tag ein schlechtes Gewissen einreden will. Und am Hungertuch muß in diesem Land niemand nagen. Dafür sorgt unser Sozialstaat. Es war schon immer so, daß der Tüchtige u Fleißige sich mehr leisten kann, als die, die sich nicht so doll anstrengen. So soll es auch bleiben. Ausgenommen die Menschen, die mental u körperlich benachteiligt sind. Für diese Menschen sind wir als Gesellschaft VOLL verantwortlich. Ansonsten muß diese verda…..te Gleichmacherei endlich aufhören. Leistung und Engagement muß sich für den Einzelnen lohnen u verdient auch Anerkennung.

      1. Für eine vereinfachte Übersicht zum Thema „Pilotengehälter“ bietet sich https://gehaltsreporter.de/gehaelter-von-a-bis-z/technische-berufe/pilot/ an.

        Eine wichtige Ergänzung: die Ausbildung zum Verkehrspiloten von ca. 100-120k bezahlt der Pilot selbst. Da die wenigsten Airlines selbst Piloten ausbilden (Lufthansa ist da eine Ausnahme), wird man um einen Bankkredit nicht herumkommen, mit dem man Unterricht bei einer privaten Schule und Flugstunden nehmen kann und einen „Nebenjob“, um neben der Ausbildung die ersten Kreditraten bedienen zu können.

        Auch im speziellen Fall der Lufthansa arbeitet ein Pilot seine Ausbildung in den ersten Berufsjahren „ab“ – und wer vorher kündigt oder den Arbeitgeber wechselt, bekommt die Restkosten in Rechnung gestellt.

        Um die Fluglizenz zu behalten, muss man jährliche Flugstunden nachweisen. Wer also gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat und fleißig an seinem Kredit tilgen muss, nimmt quasi jeden Job an, der „Flugstunden“ bringt. Das wissen auch die Fluggesellschaften – und dementsprechend niedrig sind oft die Einstiegsgehälter.

        Für verschiedene Flugzeugtypen braucht man noch weitere Ausbildungen, was auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen kann – wer also etwa auf Boeing 737 gelernt hat, darf „automatisch“ weder eine Boeing 757 noch einen Airbus A320 fliegen, sondern muss eben entsprechend „dazulernen“.

        Im Cockpit sitzen zwei Piloten – mit unterschiedlichen Gehältern: neben dem Captain auch ein First Officer (früher: „Copilot“). Bei einer Airline fängt man als „First Officer“ an – deren „Einstiegsgehalt“ liegt in der Regel (Ausnahme: RyanAir) zwischen Brutto 45k/Jahr und 65k/Jahr, ggf. kommen noch 10-15k an speziellen Zulagen dazu.

        Je nach Bedarf der Airline nach Captains kann man dann nach 8-15 Jahren Firmenzugehörigkeit vom First Officer zum Captain wechseln, was dann anfangs je nach Airline einem Gehalt von 75k/Jahr-120k/Jahr entspricht und mit Weiterqualifizierungen (z.B. zum Ausbilder) und mehreren Jahrzehnten bei der gleichen Airline bei über 200k/Jahr landen kann. Die Schwankungsbreite zwischen den Airlines ist aber enorm.

        Wer allerdings den Arbeitgeber wechselt (etwa, weil der „alte“ gerade Pleite ging), verliert damit auch den bei den Airlines besonders wichtigen Bonus der langjährigen Firmenzugehörigkeit und wird beim neuen Arbeitgeber trotz seiner Berufserfahrung wieder als First Officer anfangen und sich mit einem kleineren Gehalt abfinden müssen (wenn die Airline Kapitäne braucht, wird sie lieber ihre langgedienten First Officers zu Kapitänen befördern als jemanden „von der Straße“ als Kapitän einzustellen).

        Auch, wenn das alles gut bezahlte Jobs sind: „mal eben eine Viertelmillion im Jahr“ ist leicht dahingesagt. Die Einstiegshürden und laufende Anforderungen sind sehr hoch und in der Regel wird man einige Jahre einen Schuldenberg abtragen dürfen, was ein hohes Gehalt quasi voraussetzt und so das ganze durchaus relativiert.

  6. Immer die gleichen Parolen! Wir im Süden hatten einen kühlen und nassen Frühling. Die Bienen hatten Flugverbot und entsprechend gibt es dieses Jahr viel weniger Obst als im „Katastrophenjahr“ 2018. Da war sowohl die Menge als auch die Qualität super. Die Eichhörnchen konnten die Haselnüsse nicht bewältigen. Auch jetzt friere ich mir einen ab und raus kann ich nicht weil es schifft ohne Ende. Sicher auch die Klimakatastrophe.
    Aber irgend eines von den tausenden Billigmessgeräten aus China wird schon an irgend einem Ort einen neuen Sensationswert messen. Ich habe auch eines auf dem Balkon mit Innen/Außenmessung. Mal identisch, mal über ein Grad auseinander. Und mein Wald ist auch weg. Die Bäume wurden gestohlen und abtransportiert. Aber ganz sicher nicht vom Borkenkäfer.
    Weg mit der Religion, es lebe die Klimahysterie. Zumindest kann man mit dieser viel Geld verdienen und dem Land seine Idiologie aufzwingen. Wenn alle die Bücher und Zeitschriften zu dem Thema nicht gedruckt würden könnte man manche Tonne CO2 einsparen indem man nicht so viele Bäume für Papier fällen müsste.

    1. Generell weniger Kram / Schrott produzieren würde helfen. Denn sind wir mal ehrlich, nur das was nicht sinnlos produziert wird, ist wirklich Umweltfreundlich (Mit ein Grund warum ich meine Autos / Fahrräder / Handys behalte bis sie sterben). Hier kann jeder mal überlegen, ob es unbedingt nach 2 Jahren ein neues Handy sein muss oder ob man wirklich den Pulli, der noch wirklich gut ist in den Müll wirft weil eben etwas unmoderner etc.

      1. Genau meine Meinung! Alle paar Jahre die Autos verschrotten und neue produzieren weil die „alten“ ein paar ml mehr verbrauchen? Das verschrotten und neu produzieren kostet wesentlich mehr Energie und schadet der Umwelt wesentlich mehr.
        Eine neue Heizung verbraucht ca. 3-4% weniger Heizöl als eine gut eingestellte ältere. Wären bei mir 40l im Jahr, in 20 Jahren 800 Liter. Also in 20 Jahren ca. 480 Euro. Und dafür soll ich für 30.000€ ne neue einbauen? Wieviel Umweltbelastung und Energie kostet das verschrotten und einschmelzen der alten, der Neubau der neuen mit allen Transportkosten bzw. Dieselverbrauch für den LKW vom Hersteller ins Haus einschließlich der Energie- und Transportkosten für die Rohstoffe bis zum Produkt?
        Dass im Laufe der Zeit die Produkte noch umweltfreundlicher werden (sollen) ist doch klar. Aber mit Gewalt zerstören und die Umwelt zu belasten um Umweltschutz vorzugeben ist scheinheilig. Wann fliegen die ersten Autoakkus auf den Schrott? Mein Li-Ionen Handyakku lässt nach einem Jahr schon merklich nach. Technisch mit dem E-Autoakku identisch. Und der Strom für die schöne neue Welt wird beim Nachbarn mit Öl- und Gaskraftwerken erzeugt. Kennt jemand den Verlust- und Wirkungsgrad von Strom von der Produktion bis zur Nutzung der Energie? Blockheizkraftwerke in den Keller, Stromfresser auf die Strasse. Warum muss ich eigentlich meinen Stromer langwierig an der Ladestation, die natürlich der dumme Steuerzahler bezahlt, aufladen anstatt in den sowieso vorhandenen Tankstellen einfach den Akkublock zu tauschen und weiter gehts? Vielleicht weil der Stromkonzern mit Staatshilfe so seinen Strom besser verkaufen kann?
        Vielleicht entscheidet mal wieder einer der sich damit auskennt.

        1. Ihr Beitrag ist sehr gut, aber der Austausch der Batterien ???
          …Demnach kommen aktuelle Elektromodelle auf Batteriegewichte zwischen 200 und 300 Kilogramm. Das reichweitenstärkste Modell, der Tesla Model S, bringt es auf rund 750 Kilogramm und kann damit 500 Kilometer weit fahren.
          Postboten z.B. müssen bis zu 30 kg bewegen. Tankstellenmitarbeiter ?
          Falls der Mitarbeiter der Tankstelle Gewichtheber war und Ihnen gerne helfen würde, er hat schlicht keine Zeit.
          Viel Spaß beim Austauschen.

  7. „Wo ist da der Bestandsschutz?“

    Das frage ich mich auch. Wo ist der Bestandsschutz, wenn in diesem Land schon 2019 Temperaturen von 42 °C gemessen werden, auch aufgrund zurückgehender Niederschlge Bäume in Stadt und Land austrocknen und man sich im Sommer fragt, wie man tagsüber bei diesen Temperaturen arbeiten und nachts schlafen soll.

    Wo ist da der Bestandsschutz, für unser Leben und unseren Lebensraum?

    Klimaschutz ist teuer. Klimawandel ist teurer.

    1. Hallo,

      nicht falsch verstehen. Die Erde ist der Ast auf dem wir sitzen. Der muss geschützt werden. Ich hätte mir allerdings gewünscht, das auch die zur Kasse / zum Umdenken gebeten/gezwungen werden, die immer noch der Meinung sind 25 Liter Hubraum und 80 Liter auf 100 Km müssen sein. Wer ein antiquiertes Auto kauft, obwohl es Klimaneutrale Autos gibt (Und die kommen jetzt erst so langsam), der sollte mehr Beitrag leisten im Sinne einer Kaufpreisabhängigen CO2 Prämie und einer CO2 abhängigen KFZ Steuer. Ich meine Autos die 1 – 2 Jahre alt sind, halten auch nicht ewig. Spätestens dann ist ein e-Auto fällig. So aber dürfen die einen Großteil der Kosten tragen die erst vor „kurzem“ ein Auto geholt haben. Nicht jede kann sich das Beste vom Besten auch leisten.

      1. Welches Auto belastet mehr. Der Oldtimer der fast nur in der Garage steht und ab und zu mal gefahren wird oder der der Kleinwagen der den ganzen Tag auf der Straße rumgurkt? Genau das ist das Problem. Belastung der Falschen! Der Verbrauch und der Ausstoss ist doch das Problem, nicht das stehen. Jemand fährt mit der Bahn zur Arbeit und nimmt selten das Auto. Der soll mehr bezahlen als der der den kleineren mit 5% weniger Verbrauch zur Arbeit prügelt obwohl er auch in den ÖPNV sitzen könnte? Dann verkauf ich doch besser den Kleinen und fahr den SUV wenn ich sowieso eine hohe Steuer bezahle. Und das CO2 ist ja jetzt nur die derzeitige Sau die durchs Dorf getrieben wird. Morgen kommt die neue Steuer auf was anderes. Irgendwie muss ich ja die Milliardenlöcher stopfen die in den letzten Jahren aufgerissen wurden. Und wie vor einem Krieg die Massen gegen den Gegener aufgehetzt werden damit sie aufeinender los gehen so läuft die Hetzkampagne nun eben auf diesem Gebiet auf vollen Touren. Jetzt sind wir langsam bereit mit Begeisterung Mehrbelastungen hinzunehmen. Logik und Wissenschaft sind da schon lange nicht mehr im Spiel und die Hysterie greift um sich.

      2. es gibt keine Klimaneutralen Autos – auch keine Eee Autos – auch wenn man es dem blöden Bürger einhämmert, wenn wir den ganzen Pendlern dann die Stromdose im Winter an den Standstreifen montieren wo kein Wind ist und nachts keine Sonne scheint kann Kohle und Gas diese Kisten auch nur laden … wer in der Stadt wohn/lebt
        anders lösen, Leute auf de, Land zu verurteilen oder zu bestrafen weil diese sich einen Wagen (Kleinwagen kaufen) um zu Arbeit zu kommen ist Schlicht Schachsinn!

        Anmerkung, mich wundert seit Jahren warum keine den Rentenbeitrag aus dem verkauf von Diesel und Benzien hochrechnet – von jedem Liter Sprit werden um die 65 Verteil auch an die Rentner. Dann erhöht mal die GKV Umlage … von Eurem Brutto – bitte auch fpe die Eeee‘ Autos!

  8. Wer trotz der aktuellen Diskussion voreilig „irgendein“ Auto gekauft hat, wohlmöglich sogar einen Diesel, hat wohl wenig klug und voreilig gehandelt.
    Es gibt ja bereits länger einen Entwurf das Wohnrecht zu ändern. Vermieter und WEG dürften Ladestationen dann nicht mehr blockieren. Hier muss der Bund mal Gas geben. Wenig agil und mutig die deutsche Politik, wie immer. Die Volksparteien sind in den Klauen von Lobbisten und der Angst vor den AfD Wählern, so stehen sie regungslos im Lichtkegel des heran nahenden Autos … *bäm*

    1. Voreilig war da gar nichts. Das Auto ist 1,5 Jahre alt und sollte eigentlich für die nächsten 10 Jahre genutzt werden. Vor 1,5 Jahren war die Auswahl an e-Autos noch sehr Mager. Das musste her, das Auto, nachdem das Alte nach 12 Jahren dir Krätsche gemacht hat.

  9. Was ist aber mit den Leuten, die gerade erst ein Auto gekauft haben und dieses eigentlich nicht schon wieder in 3-4 Jahren anstoßen wollten (Fahren bis es kaputt ist)? Die Auswahl an bezahlbaren e-Autos kommt ja jetzt erst. Bleibt trotzdem noch das Problem, wo und wie aufladen, wenn man Mieter ist und keine Garage hat? Kabel über Gehweg legen ist da nicht. Frei nach der Devise: „Schatz, ich Auto aufladen. Bin in einer Stunde zurück, wenn keiner vor mir an der Ladestation ist, in 4-5 Stunden, wenn ein paar Leute vor mir dran sind“.

    Es ist wie so oft, wer hat der hat und bekommt noch mehr Möglichkeiten Geld optimierend zu leben und das sogar über staatliche Zuschüsse, alle zahlen (Auch die die dann wieder drauf zahlen müssen) Wo ist da der Bestandsschutz?

    Mieter sind da auch wieder bei Wohnungen und Häusern abhängig. Mehr Kosten für Heizen und Strom oder wenn saniert wird, mehr Kosten durch die auf alle Zeiten geltende Modernisierungsumlage auf die Miete.

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